Dauerdruckplatte

  • Hi,

    ich wollte mal fragen welche Druckplatten ihr so verwendet. Ich habe jetzt ca. 200h lang aluplatte+bluetape verwendet, aber da musste ich dauernd mit Waschbenzin die Reste vom fertigen Druck wegputzen und ausserdem ist das bekleben des betts auf dauer doch nerfig. Jetzt habe ich eine Carbonplatte, da hats auch gehoben(pla/50grad) aber irgendwann bei ca. 8mm druckhöhe hat es sich dann wegen der objektkühlung gelöst, da die Haftung doch eher mau war. Dann habe ich mal die Temperatur ca. auf die glasübergangstemperatur (oder wie das heisst) gestetzt, also 65grad, und habe jetzt eine perfekte haftung und nach dem Druck ein leichtes Ablösen.

    Was habt ihr so für Erfahrungen? Ist eine reine Glasplatte auch gut (ohne haarspray etc.) oder gibts vielleicht auch so matte, angeraute glasplatten?

    Schreibts mal hier rein, freue mich auf eure Erfahrungen^^

    LG

    LG:)




    -CTC bizer mit Sailfish 7.7 :)und ATmega1280

    -Anycubic Photon mit in SketchUp konstruierter und dem Bizer gedruckten Absaug-Anlage^^

    Der Photon druckt Ξx⊂ΞLLΞ∩T - könnt euch gerne mal in diesem Forum im Anycubic-Abteil die Druckergebnisse anschauen.

  • Ich benutze ebenfalls eine Carbon-Platte, schon seit einem halben Jahr. Vor kurzem war dann die Haftung schlagartig weg, das war aber wohl meine Schuld. Ich hatte noch eine Platte auf Reserve, bei der ist die Haftung wieder über jeden Zweifel erhaben.


    Ursache war vermutlich, dass ich zur Reinigung Küchenrolle (Isopropanol drauf) verwendete. Küchenkrepp ist zu hart, die Oberfläche der alten Platte war stumpf geworden, die der neuen ist matt glänzend.


    Temperatur ist für PLA bei mir 55, für PETG 60-65 Grad. Man muss auch auf den Abstand zur Platte achten, wenn die Düse beim Legen zu weit weg ist. ist die Haftung nicht so stark. Bei richtigem Abstand haftet das Teil ziemlich radikal, nach dem Abkühlen, bei ca. 32 Grad, knistert es einmal kurz und man kann es mit wenig Kraft abheben.

  • Ich verwende eine GFK/FR4-Platte bei 55-60°C für PLA. Haftung ist super, lösen nach Erkalten ebenfalls. Wenn es mal nicht haften sollte, einfach mit einem Tuch und etwas Bremsenreiniger kurz drüber, fertig.

    Bis jetzt habe ich allerdings nur PLA gedruckt. Demnächst kommen TPU und ABS-Ausdrucke für meinen Benziner. Mal gucken, wie sich die Platte da macht.

    - CTC Bizer, noch Sailfish 7.7, 16GB Toshiba FlashAir W-04; demnächst mit SKR1.3; Marlin2, BLTouch
    - Creality Ender3 (DirektDrive; SKR1.3; Marlin2, BLTouch)
    - XTLW6 IDEX im Auf-/Umbau
    - Simplify3D
    - Bekennender Nutzer von Sketchup :thumbsup:

  • Ich bin neu hier aber geb meinen Senf dazu.


    Ich nehme als Dauerdruckplatte eine 1,5mm starke GFK-Epoxy Platte (günstige Alternative zur Carbonplatte) aus der Modellbauabteilung beim Conrad. Bei 120Grad Betttemperatur für ABS hält es super. Teilweise so gut das is kräftig zu kämpfen habe.

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  • Ich finde die Glasplatten von Anycubic sehr genial. Man muss aber höllisch aufpassen, sich die nicht kaputt zu machen. Idealerweise erst verbauen, wenn die Mechanik und das Leveling perfekt sitzen. 1 kurzer Spüher Haftlack hat bei mir auch gegen Warping-Probleme geholfen (achtung nicht zuviel. man bekommt sonst echt nix mehr ab und killt sich die Beschichtung .. hab ich schon 2x geschafft..)

    Klickibunti ? Nein Danke. Ich versteh lieber, was ich tu...

  • Borosilikat für 6,50 €. Seit über zwei Monaten im Einsatz mit Leim-Mischung:


    https://www.amazon.de/Signstek…bet-Heatbed/dp/B00WLJO0O0


    Falls jemand eine 20x30 cm Version kennt - bitte Info! :) Oder geht hier jede normale Glasplatte auch...? Hätte da nen kaputten Bildrahmen und Glasschneider sowieso...

    Doof ist hier, dass diese beim A8 nicht das ganze Alu bedeckt. D.h. der Druckbereich ist etwas eingeschränkt, da die auf einer Seite nur 200 mm hat.
    Dafür ist der Preis unschlagbar.

  • Normales Glas nimmst nicht. Das springt bei der Hitze.


    So nicht ganz korrekt - was wir da nutzen ist keine "Hitze" für das Glas. meistens hat man ja nur 40...60°C - wäre das so, dann würden ständig Leuten Fensterscheiben durch die Gegend fliegen, wenn die Heizung innen mit 60° Vorlauftemperatur einheizt bei einer Scheibenaussentemperatur von -15° Außen an deren Fläche... ;)
    Auch sollte 100..120°C normalerweise möglich sein, da Glas ja bei weit über 1000° hergestellt wird. Einen Keramik-Teller mache ich auch ab und an in die Mikrowelle oder Ofen, wo locker über 200°C herrschen.
    Backofenscheibe dürfte auch nur normales Glas sein..nur etwas dicker. Genauso wie Glühbirnen-Glas, welches auf mehrere hundert Grad erhitzt wird.


    Wenn das der einzige Grund sein soll, weshalb man Brokasilikatglas nehmen soll, dann kann man es lassen und billiges glas nehmen.


    Viele nehmen übrigens Ikea-Spiegel oder Bilderrahmen-Glas - das ist kein spezielles. Beim Bilderrahmen ist es sogar seehr dünnes Glas, welches nicht zu springen scheint ;)

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  • Ich kann nur aus Erfahrung sprechen dass es unser Glas uns zweimal(!) um die Ohren gehauen hat, als wir mit 190 Grad auf die Glasplatte gedruckt hatten. Auch wenn das Bett weniger Hitze hat, so kommt doch ein kochend heißes Filament auf den Träger. Nach dem Umstieg auf hitzebeständiges Glas, direkt vom "Glaser vor Ort", was das nie wieder ein Problem. Alleine die Sauerei, Hitzegesprengte Glassplitter aufsammeln zu müssen lohnt den Gedanken es lieber gleich richtig zu machen und nen 10er zu investieren.


    Das Springen erfolgt in der Regel nicht durch "gleichzeitige oder gleichmäßige Hitze" sondern durch Spannungsunterschiede durch punktuelle Hitze.


    Hier noch Hitze und Glas im Bauwesen: https://www.baunetzwissen.de/g…ch-temperaturzwang-159360

    Wegen deinem Beispiel Heizung, Aussentemperatur. Ich hoffe ihr habt in der Gegend wo ihr lebt auch Doppelverglasungen? Das hatte man "mit 50 - 60 cm abstand zwischen zwei Fenstern" aber schon im 18ten Jahrhundert in den Herrenhäusern dieser Welt.

  • Das Springen erfolgt in der Regel nicht durch "gleichzeitige oder gleichmäßige Hitze" sondern durch Spannungsunterschiede durch punktuelle Hitze.

    Ungleichmäßige Hitze = Punktuelle Erhitzung ;)

    Dann hast du mit deinem Glas irgendwie Pech gehabt. Wars ein besonders dünnes oder eher dickes? Ich meine, dass dickere Gläser immer mehr aushalten. Vielleicht muss man hier immer bei 3-4 mm bleiben. Ich habe schon jedenfalls sehr oft von gelesen, dass normale Scheiben oder Spiegel genutzt werden.


    Ist der Glaser dein Kumpel? :D Für nen 10er schütteln die dir normalerweise gerade mal die Hand... Habe selber mal für was anderes 2 x A6 Scheibschen gebraucht, welche nur leicht satiniert wurden. Hatte mich 25 oder 30 € gekostet.
    Ich habe bisher nur was von 50 € aufwärts gelesen, wenn einer sich hitzebeständiges Glas beim Glaser zuschneiden ließ.
    Auch online bestellen geht nicht unter15-20 + Versand, wenn man einen sehr günstigen findet.

  • Für das Geld bekommt ihr aber schon ne Ultrabase mit Spezialbeschichtung....

    Das Geld würde ich nie für ein Stückchen Scheibe hinblättern... o_O Zudem brauche ich ein Sondermaß, da ich die Y-Achse anscheinend ca. 8 cm länger bestellt habe wie die aktuelle A8 ist (und die natürlich nicht ungenutzt lasse) + mein Mendel90 für 30x20 oder 40x20 geplant war. In dem Bereich steigen die Preise dann noch mal ein gutes Stück bei fertigen Glasplatten.. :/


    Ich kann nur aus Erfahrung sprechen dass es unser Glas uns zweimal(!) um die Ohren gehauen hat, als wir mit 190 Grad auf die Glasplatte gedruckt hatten

    Kann sein dass das Heatbed aus war und die Scheibe seehr kalt war? Und zudem sehr dünn?
    Ich drucke auch PLA mit 40°, was nur noch 160° Differenz zu 200° entspricht. Und wie gesagt haben viele anscheinend nicht das Problem mit normalem Glas. Kann ich mir bei 3 - 4 mm Glasstärke auch nicht wirklich vorstellen.

    Habe eben noch mal gegoogelt - hier wurde das Thema angesprochen bzgl. schlechten Erfahrungen mit Normalglas. https://www.3d-druck-community.de/thread-2381-page-2.html

    "Ich habe meine 4mm Glasplatten mit ca. 2mm Überstand beim Glaser zuschneiden und die Kanten verschleifen lassen. Gehalten hat es zumindest seit 1100h."


    Der nächste "Stinknormales Floatglas vom Glaser, nicht mal die Kanten verschleifen lassen, in der Grösse des Druckbettes."


    @Sommer: Vielleicht hast du ja auch nur normales Glas bekommen beim Glaser? Wäre ja sehr ungewöhnlich dafür Ofenglas bekommen zu haben, da sonst alle von dem mehrfachen Schreiben. Dies muss ja vor dem Härten entsprechend zugeschnitten werden. Ist also nicht mal eben Stück abschneiden..


    Ich werd mal schauen ob ich hier noch irgendwo Stück Scheibe rumfliegen habe. Ansonsten kann ich es ja mal bei lokalen Glasdielern versuchen mit Preisanfrage.

  • Bei Glas, sollte es schon Borosilikat sein, das ist das Glas, das auch für Laborzubehör benutzt wird.
    Borosilikat, hält deutlich mehr Temperaturunterschiede aus als Fensterglas, kostet aber etwas mehr.
    Wenn du mal in der Bucht suchst, bekommst du das unter 10€, incl. Versand.

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  • Wenn du mal in der Bucht suchst, bekommst du das unter 10€, incl. Versand.

    Falls du mich meinst - nein:

    Zudem brauche ich ein Sondermaß, da ich die Y-Achse anscheinend ca. 8 cm länger bestellt habe wie die aktuelle A8 ist (und die natürlich nicht ungenutzt lasse) + mein Mendel90 für 30x20

    oder 40x20 geplant war


    Und 10 ist übertrieben, da man es für 6,50 € bei Amazon per Prime sogar versandkostenfrei bekommt (habe ich..leider nur 200x215):

    Borosilikat für 6,50 €. Seit über zwei Monaten im Einsatz mit Leim-Mischung:


    https://www.amazon.de/Signstek…bet-Heatbed/dp/B00WLJO0O0

  • Dann kauft man eben das nächst größere Maß und einen Glasschneider, gerade abschneiden ist ja wohl kein Problem. Zur Not tut es auch ein Fliesenschneider.

    Wenn man nicht weiss wie das geht, einfach mal Google nach "Anleitung Glas schneiden" fragen.

    Unter 10€ passt schon, denn 6,5€ ist ja unter 10€.
    Wichtig, es sollte schon Borosilikat Glas sein.

  • Dann kauft man eben das nächst größere Maß und einen Glasschneider, gerade abschneiden ist ja wohl kein Problem. Zur Not tut es auch ein Fliesenschneider.

    Wenn man nicht weiss wie das geht, einfach mal Google nach "Anleitung Glas schneiden" fragen.

    Unter 10€ passt schon, denn 6,5€ ist ja unter 10€.
    Wichtig, es sollte schon Borosilikat Glas sein.

    Hätte da nen kaputten Bildrahmen und Glasschneider sowieso...

    ;-)


    Das nächstgrößere Format ist entsprechend teurer. Zudem sind die 3 - 4 mm dick - ich kann mir nicht vorstlelen, dass man das einfach mal eben problemlos schneiden kann.

    Hauptproblem ist ja aber, dass auch diese kaputt gehen. Mein Borosilikat hat ja nicht ca. 2 Monaten einen 2 cm Riß an einer Ecke und zwei fehlende Stücke in der mitte. D.h. die hitzebeständigen Springen nicht durch die Hitze, aber sehr wohl durch das Abnehmen von Plastikteilen.
    Und alle paar Monate ne neue Ofenscheibe für 30-50 € kaufen ist nicht mein Plan gewesen...

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  • Also ich benutze eine Dauerdruckplatte, die ich für 20 Euro gekauft habe.

    Ab und zu muss ich diese etwas anrauen, damit wieder alles schön haftet.

    Das lösen von den gedruckten Teilen geht von ganz alleine wenn die Druckplatte abgekühlt ist.


    Also mit Glas ist das schon nicht so einfach würde ich behaupten, egal welches du nimmst, Temperaturunterschiede werden immer Spannungen im Glas erzeugen, die dann auch zum Riss führen können.

    Kenn mich da von Beruf aus schon etwas aus.

    Gruß Dietmar

  • Ich habe bisher, PLA ABS und PETG auf Borosilikat gedruckt, bei ABS mit Prittstift, als Haftvermittler, die anderen auf die gut gereinigte Platte. Ich hatte keine Probleme, keine Haftprobleme, kein Warping, keine Risse in der Platte, keine Probleme mit dem ablösen.
    Für Borosilikat, brauchst du schon extreme Temperaturdifferenzen, damit es springt. Gute Reagenzgläser werden ja auch daraus hergestellt und innen kaltes Wasser plus aussen die Hitze von einem Gasbrenner, sind da kein Problem. Das einzige Glas das mir zersprungen ist, war Ein Reagezglas, das ich oben schließen wollte, das hab ich zu schnell von rotglühend abkühlen lassen.

  • Ich drucke auf Fiberglas FR4 Platten und auf Epoxid-Glas-Hartgewebe G11 allerdings nur ABS und ASA, da ich einen Filastruder habe und günstig an ABS und ASA Pellets vom Schrottplatz gekommen bin und auch sonst durchaus mal 25 Kilo ABS Pellets für ca. 50 Euro zu finden sind, wenn jemand Überschüsse aus dem Spritzguss loswerden wil. PLA kann da preislich nicht mithalten. Nylon will ich mal versuchen, wenn mal wieder 25 Kilo günstig zu haben sind.


    Die FR4 Platten habe das für mich das gleiche Druckverhalten wie die Hartgewebe. Bei Hitze sitzt alles schön fest und wenn es erkaltet, löst es sich von selbst, oder wenn ich nicht warten will mit zunehmend weniger Kraft vom Druckbett.


    Die Expoxid Platte kann allerdings mehr Hitze ab (ist wahrscheinlich gesünder) und ist glatter, was zu schöneren Unterflächen führt.


    Der Tronxy x5s kommt übrigens auch mit einer allerdings sehr dicken Epoxid-Hartglas-Platte eine Qualitätsstufe niedriger als G11. (nur bis 150 Grad statt bis 180).


    Wenn man sich die Platten kauft, sollte man die nicht zu dick nehmen, da man die sonst nicht mehr mit der Schere zuschneiden kann. Das Hartgewebe mit 1mm braucht schon ein spezielles Sägeblatt. Dagegen war FR4 mit 0,8 oder so, ganz einfach mit der Schere zu schneiden.

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