Extruder macht nur noch Ärger...

  • ...zumindest bin ich mir da inzwischen sehr sicher.


    Zum Problem: seit etlichen Wochen bin ich auf der Suche nach der Ursache für unsauberes Legen. Ich habe inzwischen so ziemlich alles durchprobiert, kalibriert, gemacht und getan. Keine Änderung in Sicht.


    Vor gut einer Woche, als ich das Alicia 3DP Gold PLA ausprobierte, sah das Druckbild schlagartig besser aus. Mein Cousin meinte, daß das Gold sehr abrasiv wirke und es meine MK8-Düse gereinigt hätte. Da das OWL-B-Ware PLA direkt danach ebenfalls deutlich besser lief, nahm ich das als Lösung des Problems an (Düse sei verstopft). War leider ein Trugschluß, einige Filament-Wechsel später lief mein DIY wieder so bescheiden wie davor und auch ein kurzer Wechsel auf das Gold änderte rein gar nichts.


    In meiner Verzweiflung habe ich heute, durch spritdudes Beitrag über seinen Umbau auf J-Head V6 mit Direkt-Förderer angeregt, diesen Umbau ebenfalls gemacht. Jetzt das Bizarre: das J-Head V6 lief NOCH SCHLECHTER als das MK8. Wenigstens, was den Durchfluss angeht. Die Lücken, die ich mit dem MK8 beobachten konnte, scheinen weg zu sein. Zumindest in der Hinsicht hat das Besserung gebracht. Ansonsten ist es aber eher Katastrophe. Temperatur muß deutlich höher geschraubt werden, damit das Filament halbwegs ordentlich aus der Düse kommt, Unterextrusion gibt´s trotzdem. Und das mit PLA, welches aus dem MK8 noch recht gut herauskam.


    Momentan läuft noch ein Heat Tower durch, nachdem ich die Düse des J-Head (ebenfalls aus Verzweiflung) gewechselt habe. Der sieht zumindest im ersten Moment besser aus, aber ich bin auf böse Überraschungen bzw. Trugschlüsse gefasst.


    In dem Faden bezüglich Fehler im Vasen-Druck erwähnte ich, daß ich hier seltsame Phänomene wie Druckpausen und völlig unnütze Bewegungen beobachten kann und daß ich Cura im Verdacht habe.


    Passierte vor wenigen Minuten schon wieder, daß der Drucker ohne Not auf Benutzer wartete. Bei einem Druckversuch zuvor kam eine der unnützen Bewegungen vor, diesmal in X-Richtung.


    Nach (halbwegs) scharfem Kombinieren kam ich auf folgenden Verdacht: mein GT2560 macht so langsam die Grätsche.


    Kann das sein? Kann das auch die Fehler beim Legen der Schichten erklären? Die Schichten sind sehr unregelmäßig gelegt, vor allem bei runden Teilen. Mit dem MK8 hatte ich Lücken, die eher "Brücken" sind, das Filament läuft ein kurzes Stück in der Luft, bei gleichbleibender Schichtstärke. Bilder kann ich davon leider nicht in brauchbarer Form machen, ich habs versucht (Handykamera, aber die Makro-Aufnahmen sind für den Allerwertesten).


    Es muß ja auch einen Grund dafür geben, daß der mal für kurze Zeit wieder sehr manierlich legte und lief. An die "Abrasives Gold"-Theorie glaube ich nicht, denn das hätte beim erneuten Auftreten der Probleme dann ja wenigstens kurz Abhilfe/Veränderung schaffen müssen, was es nicht tat.


    Hat jemand da noch eine Idee zu? Oder solche Erfahrung schon selbst gemacht?

  • Hi;


    nun ich habe die Tage auch halbherzig nach bestimmten Befehlen im Gcode gesucht und war anfangs nicht fündig geworden.

    Da half gründlicher zuschauen und wenn man dabei blieb beim Drucker auch zusehen was er in diesem 'unlogischen' Moment treibt.

    War etwas im Gcode zufinden was auf diese 'Aussetzer' hinweist ?

    Hast du im Cura noch irgendwelche Einstellungen in einem der Plugins drin ?


    Daß die 2560 Boards nicht ewig leben ist klar.

    Das könnte dann aber auch ein Lesefehler von deinem Card-Reader im Drucker sein bzw ein USB-Übertragungsfehler.

    Oder wie Hubert schon erwähnte, auch die Firmware bekommt manchmal Alzheimer.



    Für die Abweichungen der Layerpaßung habe ich auch noch andere Theorien.

    zB. die Düse ist am Filamentausgang nicht plan, so daß sich beim Rausquetschen das Filament ungleichmäßig entspannt und beim gerade freien Extrudieren dadurch nicht ganz gerade nach unten läuft.

    Ob plan oder nicht kann an der Düse selber liegen oder auch an Ablagerungen am Rand des Düsenausgangs.


    Andere Theorie wäre leicht unterschiedlicher Schmelzpunkt des Materials, durch zB unterschiedlicher Materialdichte wegen inkonsistenter Materialmischung oder Feuchtigkeitsaufnahme.

    Das Verhalten von zu niedrig Temperatur und zu Hoher Temperatur an der Nozzle erzeugt ebenfalls ungleichmäßige Extrusion und ungleichmäßiges Legen.


    Theoretisch könnte auch die Temperatur der Nozzle selbst zu unterschiedlich sein.

    Aber wenn man mal über USB versucht und Echtzeit Überwachung wie Repetierhost nutzt,

    würde sowas auffallen.


    Quote


    Die Schichten sind sehr unregelmäßig gelegt, vor allem bei runden Teilen. Mit dem MK8 hatte ich Lücken, die eher "Brücken" sind, das Filament läuft ein kurzes Stück in der Luft, bei gleichbleibender Schichtstärke.

    Dazu müßte entweder extrem wenig extrudiert werden, wenn die Düse ja auf richtiger Höhe steht

    oder das Filament kräuselt sich wirklich am Düsenausgang erst etwas hochwärts.

  • Hallo polygoner,


    vielen Dank für die Anregungen!


    Im GCode finde ich blöderweise nichts, was allerdings nicht zwangsläufig bedeutet, daß da nichts ist, wenn er druckt. Es macht mich z.B. stutzig, daß die Pause sehr häufig direkt nach dem Spülen der Düse (Priming) auftritt, also an exakt der selben Stelle. Das spricht zumindest erst einmal gegen ein Problem mit dem Knopf am Display. Was immer das auch für ein Mumpitz ist, ich kam noch nicht dahinter...


    Die aufgezählten Möglichkeiten, was die Probleme bei der Extrusion betrifft, sind auf jeden Fall hilfreich. Geometrische Ursache ziehe ich auch so langsam in Betracht, wobei ich bei meinem Hobel eher zu großes Spiel auf/mit der X-Achse und der Befestigung des heißen Endes annehme.


    Nach viel Gebastel sieht es jetzt so aus, als bekäme ich das J-Head so langsam, wenn auch nur halbwegs, in den Griff. Momentan legt es PETG einigermaßen brauchbar ab, bei wieder normalen Temperaturen (235 Grad) und gewohntem Fluss von 100%.


    Den Förderer hatte ich kalt kalibriert, 3 Messungen nacheinander mit weniger als 0,05mm "Spiel". Deswegen war ich so entsetzt, als aus der Düse nur wenig Material kam. Mit dem MK8 gab der DIY richtig Gas beim Fluss, eigentlich hätte das J-Head direkt noch glatter laufen sollen...


    Ursache war da wohl die Kehlschraube, die in meinem Fall die mit dem J-Head mitgelieferte war. Interessanterweise ist das Ersatzteil eines, was mir bisher so noch nicht unterkam. Ich kenne bisher nur die Kehlschrauben mit "oben" verengter Öffnung, gegen deren Rand man das Teflon-Röhrchen schiebt. Das gerade aktuelle Ersatzteil hat eine durchgehende Bohrung, so daß das Teflonröhrchen quasi "frei" ist. Das läuft momentan, wie gesagt halbwegs brauchbar.


    Interessanterweise hat vorher nichts blockiert, der Förderer lief die ganze Zeit ohne Klick und Klack und drehte auch gleichmäßig, selbst bei 200% Fluss (Verzweiflungstat) 8|


    Beim Auseinanderbau habe ich nur etwas PETG in der Kehlschraube, quasi neben dem Teflon, gefunden, aber das war nicht wirklich viel. Also nichts "nach oben" weggedrückt.


    Sieht so aus, als hätte der Förderer den Innenteil des Filamentstranges quasi mit Gewalt durch die Düse gedrückt. Der Außenteil blieb dann an der Düsenwand hängen/kleben, woher dann wohl die insgesamt rechte schlappe Extrusion und ab und an Überextrusion rührte.


    Ich gehe jetzt davon aus, daß der Förderer reibungslos läuft, wenn er selbst unter den Bedingungen anscheinend keine Schritte verliert. Ich konnte keine Sprünge entdecken, trotz intensiver Beobachtung (das Förderrad liegt jetzt frei, sehr gut zu beobachten, was da passiert).


    Mann, was ein Frust, nachdem der so lange Zeit (seit Februar) recht gut lief...

  • Ok, die ungewollten Pausen und sinnlosen Bewegungen (das dürfte Nullpunkt-Anfahren sein!) sind dann wohl dem Board geschuldet. Das verabschiedet sich anscheinend langsam...


    Vorhin kam wieder eine Pause und in der Statuszeile war irgendein G-Code zu lesen (ich vermute, das nächste Kommando). Sieht nach Speicher- oder CPU-Fehler aus.


    Naja, da ich ein RAMPS 1.4 hier herumliegen habe (war eigentlich für den p3steel bestimmt, aber ein Weiteres kostet nicht die Welt heutzutage), baue ich das dann evtl. kommenden Sonntag ein.


    Danach melde ich hier dann mal (ich hoffe, ich denke daran!), wie mein Holz-Kollege dann läuft. Ob er wieder so läuft wie anfangs, schlechter, oder keine Änderung

  • Aber selbst bei einem Reset fährt der Drucker nicht einfach so den Nullpunkt bzw Homing an.

    Wenn du das Priming über einen Slicer oder dessen Plugin einfügst, dann wird wohl dort entweder ein Kommando fürs Homing mit drin stehen, oder du benutzt einen Befehl der eine Bewegung ähnlich wie Homing automatisch hinterher mit ausführt.


    Priming heißt bei Dir daß Du Vorextrudieren und die Nozzle am Bett abwischen läßt ?

    Auslösen tust du das per selbst getippten StartCode ? Oder mit Scripten in S3d ?

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  • Ursache war da wohl die Kehlschraube, die in meinem Fall die mit dem J-Head mitgelieferte war. Interessanterweise ist das Ersatzteil eines, was mir bisher so noch nicht unterkam. Ich kenne bisher nur die Kehlschrauben mit "oben" verengter Öffnung, gegen deren Rand man das Teflon-Röhrchen schiebt. Das gerade aktuelle Ersatzteil hat eine durchgehende Bohrung, so daß das Teflonröhrchen quasi "frei" ist. Das läuft momentan, wie gesagt halbwegs brauchbar.


    Wenn sich das Röhrchen bewegt setzt sich filament dahinter und damit wird es weiter oben festgeklebt und dann klemmt das Filament weil es zwischen Düse und Rohr eine Beule bildet.Dadurch bildet das Filament weil es zu lange erwärmt wird einen schmierigen Film der den Fluss abreißen läßt.

  • polygoner :


    Ja, deswegen denke ich, daß das Board sich langsam verabschiedet. WENN diese Bewegung mal passierte, war es immer nur EINE Achse und verlief immer nach Position 0 ("Klick!" vom Endschalter) und dann wieder zurück zur ursprünglichen Position bzw. zur im Druck folgenden Position.


    Es hat den Anschein, daß da im Speicher des Arduino etwas gewaltig durcheinander gerät und der Arduino in eine andere Marlin-Funktion einspringt, als vom G-Code vorgesehen. Ich vermute, daß daher auch die Pause (evtl. mit Zeichensalat in der Statuszeile) kommt.


    Das Priming ist Teil des Startcodes, der bei Cura "mitgeliefert" wurde (oder immer noch wird). Von Position 0/0 fährt der Druckkopf am Rand des Druckbetts in X-Richtung entlang bis ca. zur Mitte und extrudiert während dieser Bewegung. Die Bewegung ist zweigeteilt, der zweite Teil wird mit höherer Extrusion gefahren. Anschließend wird der Positionszähler des Extruder-Motors auf 0 gesetzt und der G-Code des eigentlichen Druckstücks läuft an.


    Ich tippe, daß das Setzen des Extruder-Schrittzählers irgendwie zu einem Sprung in die Marlin-Funktion für die Pause führt. Genau kann ich das nicht sagen, weil ich noch nicht so tief im Marlin-Code drin war und auch keine Möglichkeit für Debugging am Arduino habe.


    Davon ab, die Pausen treten inzwischen auch mitten im Druck auf :(


    Klappersack :


    Diese "spezielle" Kehlschraube ist nicht die Ursache der bescheidenen Extrusion. Diese Schraube kam erst später in das heiße Ende und ersetzt nun die beim J-Head mitgelieferte Kehlschraube. Die mitgelieferte Düse war auch nicht so das Wahre, die ist davor schon ersetzt worden.


    Einen Druck hatte ich nach dem Wechsel der Kehlschraube (von "mitgeliefert" auf diese "spezielle") noch laufen, das wurde sogar halbwegs was. Keine überragende Qualität, aber ziemlich ähnlich vom Ergebnis wie das, was das MK8-Heißende vor dem Umbau produzierte. Recht unregelmäßige Schichten (mal "tiefer" in der Wand, mal Überextrusion mit anschließendem "Loch", mal schön gleichmäßig und sauber übereinder), aber noch größtenteils im Maß und gerade.


    Sieht auch so aus, als würde sich das Teflon nicht im Kühler-Teil bewegen. Ich habe das PETG rausgezogen, weil der DIY jetzt erst mal "Urlaub" macht, damit ich mich nicht mehr sinnlos damit herumärgere (ich kenne ja die definitive Ursache all der Probleme noch nicht). Die "Spitze" des Filaments sah wie gewöhnlich aus.


    Ich wechsel demnächst erst einmal das Board, dann schauen wir weiter. Wenn das Board so seltsame Fehler wie die spontane Pause usw. produziert, dann kann es auch noch ganz andere Merkwürdigkeiten produzieren. Vielleicht auch den Ärger mit dem Extruder.


    So ganz unwahrscheinlich ist das nicht, weil der DIY ja vor ein, zwei Wochen mal eine kurze "läuft super!"-Phase hatte, von der ich etwas überrascht wurde. Der lief auf ein Mal wie an dem Tag, als ich das erste mal einen richtig erfolgreichen Druck hinbekam. Haftung sofort da und ohne "Klümpchen" am Anfang des Skirt, saubere Oberfläche, keine Löcher und schön regelmäßig gelegte Schichten. Das war noch mit dem MK8-Extruder. Da war das Thema mit den Filament-Erfahrungen aktuell und ich hatte da gerade OWL-PLA B-Ware bekommen. Hab damit noch einen Frosch gedruckt, wie Tyr den gezeigt hatte. Nicht ganz perfekt geworden, aber für eigentlich schlechtes Filament auffallend gut.


    Evtl. war das ein letztes Aufbäumen des Boards:(

  • Moin Whose,


    Ich bin mir nicht sicher wie weit Cura da Vorextrudieren und Prime schon mit drin hatte.

    Falls du mal das CTC i3 Profil hier aus dem Downloadbereich benutzt hast, dann sind dort von mir zweimal Bewegungen in Richtung X und Z anheben inkl. Extrudieren hinterlegt worden.

    Auch bei Cura Neuinstallation oder Update werden die letzten Einstellungen aus dem CuraBenutzerOrdner benutzt.

    G28 Autohome liegt vor diesen Vorextrusions-Zeilen sollte also nicht nochmal vorkommen.

    Außer es gibt nochmal zusätzliche Anweisungen danach zB die durch eins der Cura-Plugins gesetzt wurden. Schau nochmal in den Cura Plugin-Dialog.


    Natürlich kann auch sein, daß wie du vermutest zB die GcodeDatei nicht richtig gelesen oder verarbeitet werden kann. zB wenn ein Lesefehler (zB SD-Card fehlerhaft) sozusagen als Null ausgewertet wird.


    Der Cardreader am Display meines i3 hat auch Probleme jede SD-Card zulesen. Manche funktionieren besser manche schlechter. Vermutlich aber auch durch teilkorrodierte Kontakte an der Karte und nicht veredelte Kontakte am Reader.


    Wenn während der Nutzung plötzlich Kauderwelsch auf der Anzeige kommt,

    kann das duchaus auch der CardReader oder die Karte sein.

    Solche Probleme hatte ich übrigens nur bei den alten orig. Marlin-Version.

    Mit der aktualisierten 1.1.7Marlin von Mike trat das nie mehr auf.

  • Ah, aus Deinem CTC i3-Profil für Cura kam das Priming :-) Ist mir nie aufgefallen, daß Cura sowas von Haus aus nicht hatte, da ich als erstes das Profil von hier in Cura reingestrickt hatte.


    Ne, weder Plugins aktiv noch nur auf den Kartenleser reduzierbares Problem... die Pausen treten inzwischen recht wahllos auf, u.A. beim Druck via SD Card. U.A., aber nicht nur... bei Druck über USB macht er das auch. Ist auch ein recht neues Phänomen, der hat ja eine ziemliche Zeit ohne diese Probleme vor sich hin gedruckt. Marlin ist 1.1.8, auch schon eine Weile drauf und da hat er diese Zicken noch nicht gemacht. Allerdings starb vor einiger Zeit der Heizbett-MosFET auf dem Board, möglich, daß diese seltsamen Zicken Spätfolgen davon sind.


    Ich warte ab, bis ich Zeit für den Board-Umbau finde, dann weiß ich mehr. Die 40 Euro für das Set mit Display sind verkraftbar, falls ich mit dem Wechsel Erfolg habe und dann noch ein zweites für den p3steel bestellen muss ;-)

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  • Das Wort "Diagnose" in dem Zusammenhang zu benutzen wäre hemmungslos übertrieben... ;-)


    Ich habe eigentlich eher anhand der Symptome geraten. Heizbett heizte nicht mehr. LED am Board zeigte auch keine Aktivität mehr am Leistungs-Ausgang an. Hab dann das Heizbett durchgemessen, Widerstand war ok (1.2 Ohm nach meinem Meßgerät). Hab das Heizbett dann mal mit ner Flachsicherung 10A direkt ans Netzteil angeklemmt und es heizte brav, ohne die Sicherung sofort zu grillen. Bei 90 Grad habe ich dann abgeschaltet. Heizbett war es also nicht.


    Da sich an der LED nichts mehr tat war der MosFET auf dem Board nun wahrscheinlich, daher habe ich den mal "auf Verdacht" ausgetauscht. Nach dem Tausch lief der Ausgang zumindest teilweise wieder, die Leistung reicht, um ein SSR damit zu schalten, also läuft das Heizbett jetzt via SSR. Heizbett direkt anschließen funktioniert aber nicht mehr, der Ausgang ist dann tot. Wahrscheinlich hat es noch einen FET zerissen (Q9 ist das, glaube ich).


    Der Stecker für die Spannungsversorgung sieht am Pol, der den Heizbett-Ausgang mit Dampf versorgt, auch nicht mehr so besonders aus. Ist dann doch ein wenig gebräunt worden ;-)


    Für die Heizbetten kann ich nur empfehlen, die nicht direkt übers Board mit Strom zu versorgen. Die meisten China-Stecker vertragen so viel Strom auf Dauer nicht. Lüsterklemmen der fetten Sorte hingegen schlucken das problemlos ;-)


    Externer MosFET oder SSR sind die bessere Wahl.


    Interessanterweise erwärmt sich mein SSR kaum, wenn das Heizbett läuft. Heizleistung ist aber wie gewohnt sehr gut, keine 3 Minuten bis 80 Grad. Man kann die Rückseite des SSR (die Kühlfläche) dabei berühren, ohne prickelnde Fingerkuppen zu bekommen. Ist das SSR-40 DD von Bohrers.


    Vielleicht trägt da auch die Verkabelung etwas zu bei, ich habe da geklotzt statt zu kleckern. 2x4qmm Lautsprecherkabel mit gecrimpten Kabelschuhen, direkt zum Netzteil, ziemlich störrisches Zeug. Aber ordentlich Querschnitt für ordentlich Strom. Für die Leitungen zum Heizbett hin aber nicht empfehlenswert, zu störrisch und damit bruchanfällig bei dauernder Bewegung.


    Nachteil der SSR: wenn die sterben, schalten die auf "Durchzug". Also Dauerheizung. Man müßte streng betrachtet noch eine Temperatursicherung vorsehen, was bei den MK2-Heizbetten nicht ganz so einfach ist.


    Denkbar wäre auch, das Netzteil im Fehlerfall vom RAMPS aus abzuschalten, das muß ich mir dann noch genauer ansehen, wie sowas funktionieren könnte.


    Ich schätze allerdings, daß das SSR den DIY überleben wird, da es wirklich nicht sehr warm wird. Gerade handwarm. Hohe Temperaturen am SSR hingegen verkürzen dessen Lebensdauer.

  • Tipp, für die externe Temperaturüberwachung/Sicherung, ndes Heizbettes.

    Greif den Spannungsabfall, am NTC, hochohmig mit Opamp Impedanzwandler ab und werte die mit einem Microcontroller aus, der bei einstellbarer Übertemperatur, entweder das Netzteil stromlos macht, oder per Crowbar, eine Sicherung fliegen lässt.,

    Ich plane grad sowas, bisher steht die Schaltung, auf dem Steckbrett, nur die Software muss noch Narrensicher gemacht werden.
    Version 1 läuft mit einem PIC18F2553.
    Evtl. werde ich noch auf Wemos D1 mini (MQTT und FHEM auf dem Pi) erweitern, damit über WLAN, ein Fehleralarm gesendet wird.
    Aber erstmal, die Einfach Version, fertig stellen.

  • So denn... der Umbau auf RAMPS1.4 ist erledigt und, wenigstens halbwegs, geglückt. Ein RAMPS ist mir "verstorben", allerdings hatte es anscheinend so schon einen Schlag weg. Z-Nullpunkt wurde nicht ordentlich angefahren, der Schalter wurde mal registriert, mal nicht... hatte dann einen Endschalter auf Platine (3-polig) drangeklemmt, leider verpolt... mochte der Spannungsregler auf dem Arduino dann nicht so. Der roch dann auf einmal etwas streng, als der Schalter gedrückt wurde... naja, Lehrgeld. Passiert mir nicht nochmal!


    Das zweite RAMPS erkennt den Endschalter-Druck (Simpel-Modell ohne Platine) einwandfrei und zuverlässig. Daher mein Verdacht, daß das erste RAMPS nicht koscher war.


    Nach diversen Versuch-und-Irrtum-Drucken läuft jetzt gerade der Dual-Bauteilkühler für die J-Head-Heißenden. Ist zwar auch noch nicht optimal, aber immerhin: das J-Head legt die Plastikwurst recht zuverlässig auf die Platte, diese kurze "Verzögerung", die ich bei meinem GT2560 beobachten konnte, gibt es jetzt nicht mehr.


    Mit Cura gibt es allerdings immer noch diese "Warte auf Benutzer"-Geschichten, die ich nach wie vor nicht verstehe. Repetier macht solche Faxen nicht.


    Ansonsten läuft das RAMPS aber den ganzen Tag schon zuverlässig und der Extruder benimmt sich jetzt völlig unauffällig.


    War dann wohl der schleichende Tod des GT2560, der mir den Ärger mit der Extrusion brachte :(

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    Tipp, für die externe Temperaturüberwachung/Sicherung, ndes Heizbettes.

    Greif den Spannungsabfall, am NTC, hochohmig mit Opamp Impedanzwandler ab und werte die mit einem Microcontroller aus, der bei einstellbarer Übertemperatur, entweder das Netzteil stromlos macht, oder per Crowbar, eine Sicherung fliegen lässt.,

    Hubert :

    Sorry, daß ich deine Ratschlägen meist nicht komentiere. Daß liegt im allgemeinen an meinen Unverständnis zu deiner Ausführungen. Mir fehlen da einfach grundlegendes Elektronikwissen ....


    Quote

    Mit Cura gibt es allerdings immer noch diese "Warte auf Benutzer"-Geschichten, die ich nach wie vor nicht verstehe.

    Hm, ich dachte nicht daß es an Cura liegt. Mir geht es in letzter Zeit ähnlich.

    Es scheint aber meist am Layerwechsel zu passieren. Allerdings nicht bei den ersten Layern wo Cura standardmäßig noch unterschiedliche Temperaturen je Layer definieren kann.

    Allerdings steht an den Stellen wo es wartet nix ungewöhnliches im Gcode.

    Daher ging meine Vermutung eher in Richtung Autotemperatur der Firmware-Config.

    Wenn ich mich nicht irre dann, gibt es bei neueren MarlinVersionen dann auch eine Fehlermeldung - 'Temperatur nicht erreicht'. Während bei der alten MarlinVersion nur 'Warten auf Benutzer' steht, wenn sozusagen ein Timeout für die TemperaturRange passiert.

  • Ja, das ist echt ominös... wobei ich so langsam glaube, daß Cura das nur dann macht, wenn es den Drucker direkt via USB steuert. Das gleiche Modell auf SDCard hat dann kein "Warte auf Benutzer". Schon seltsam...


    Nach einigen weiteren Exprimenten bin ich jetzt auch so weit, daß das unregelmäßige Legen, was der DIY auch mit der neuen Elektronik zeigte, weniger wird. Ursache war anscheinend ein zu niedrig (!) eingestellter Jerk-Wert. Zumindest sind die "Lücken" jetzt komplett weg. Leichte Unsauberkeit ist nach wie vor da, das kann aber auch am Pudding-Rahmen des Druckers liegen. Wabbelt ja doch recht ordentlich ;)

  • Beim warten auf User handelt es sich, soweit ich das richtig verstanden hab, um ein Feature neuerer Marlin-Versionen, das, bei längerer Aufheizzeit, erst dem Benutzer noch ermöglichen soll, eventuell während des Aufheizens aus der Düse gelaufenes Filament zu entfernen, da es sonst ja mitunter durch "Schmieren" und Fehldruck direkt beim 1. Layer kommt -- ich hatte jedenfalls diesen Effekt auch schon oft, aber nie, wenn Hotend und Bed bereits aufgeheizt waren...

    Klickibunti ? Nein Danke. Ich versteh lieber, was ich tu...

  • Hmm... dann scheint es mit dem "Priming", welches ich als Start-GCode verwende, Beißerei zu geben. Denn das läuft noch an, bis die Düse zum eigentlichen Teil laufen soll. Genau DANN kommt bei mir das "Warten auf Benutzer", nicht vorher. Düse und Bett sind dann bereits aufgeheizt.


    Weißt Du zufällig, wo in Marlin man diesen Unfug findet? Ich habe da mal reingesehen und bisher nichts gefunden, was auf eine solche Funktion schließen ließe...

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  • "Warten auf Benutzer" kam bei mir beim Druck von SD-Card

    -> aber mit aktiver USB-Drucküberwachung... (mit WLan Modul)


    Wie schon erwähnt bei mir passiert es beim origi. Marlin1.0 von CTC irgendwo mitten im Druck bei Layer 267 oder sonst wo.

    Wenn es auftritt und du bist am Drucker kannst ja schauen welche Temperatur im Moment nicht zum Sollwert hinhaut.

    Der Drucker druckt auch nach einiger Zeit trotzdem wieder alleine weiter...

    Schaut man hinterher auf die Anzeige des Druckers wie lange gedruckt worde, dann ist diese Zeit etwas länger als die vorher vom Slicer ermittelte Kalkulation.

    Vermutlich weil immer paar Pausen mit drin waren.


    Es gab aber auch eine Theorie in den Foren, daß wenn eine USB-Verbindung besteht

    darüber ein Signal gesendet wird, was den Stillstand auslöst. Es kann auch ein nicht eindeutig indentifizierbares Signal / Befehl sein welches einfach nicht ausgeführt werden kann.



    Übrigens hier nach wäre es die TemperaturÜberwachungsfunktion der USB-Software (nicht der Firmware) , also Cura, Pronterface, RepetierH ..ect:

    https://community.ultimaker.co…-for-user-after-m190m109/

  • Muss wohl ein USB-spezifisches Problem sein... sobald der DIY via USB am PC hängt ist es nur eine Frage der Zahl der Druckversuche, bis das "Warte auf Benutzer", direkt vor der Fahrt zum Druckstart des Teils, kommt. Ich drucke jetzt schon den halben Tag von der SDCard, da kam das "Warte auf Benutzer" kein einziges Mal.


    Temperatur ist bei mir nicht die Ursache, der hat die Drucktemperatur gerade erreicht und hat sie noch in dem Moment, wenn "Warte auf Benutzer" kommt. Über den Druck hält der DIY derzeit die Temperatur sehr konstant, da macht sich die Marlin 1.1.9 recht positiv bemerkbar. Sind die Standard-PID-Werte, mit der der DIY derzeit die Temperatur regelt.


    Aufgetreten ist das Problem auch das erste Mal mit der Cura-Version 3.4, mit RepetierHost macht er solche Scherze (zur Zeit) nicht.


    Hoffentlich passen die Teile, die er derzeit druckt. Ich produziere jetzt zuerst einmal die Teile für den p3steel Toolson Edition, damit der dann endlich mal aufgebaut werden kann8)


    Bei meinem CTC macht sich der rappelige Papprahmen langsam negativ bemerkbar:huh: Schrauben nachziehen ist so langsam Essig, viel nachzuziehen ist da nicht mehr. Wird also Zeit für Ersatz...

  • Hier mal wieder ein wenig Neues...


    Die Probleme bei der Optik sind nicht auf den Extruder zurückzuführen... wird wohl das langsame Ende des Papprahmens sein, was sich da so negativ beim Legen bemerkbar macht. Egal, welche Art heißes Ende montiert ist, das Ergebnis sieht immer nahezu gleich aus. Unregelmäßige Lagen und so weiter.


    Der letzte Versuch mit einem weiteren Extruder-Typ ist recht interessant, die Konstruktion ist ziemlich durchdacht und, das Beste daran, variabel. Das Ganze ist in SCad konstruiert.




    Es handelt sich dabei um dieses Teil hier:


    https://www.thingiverse.com/thing:1383913


    Läuft recht gut, muß ich sagen. Man kann das Ding in jeder gewünschten Positionierung von OpenSCAD "bauen" lassen, Links/Rechts, ohne Inlay, mit... meiner ist derzeit die Links-Version mit einem Teflon-Inlay von Förderer bis zum Kühlkörper des V6/J-Head. Förderrad ist das "MK8 hobbed gear", Gegenlager ist ein 625ZZ (624 usw. geht auch, kann man einstellen).


    Die Grundplatte des Extruders ist auch für den CTC DIY geeignet und es passt 1A.

  • Fazit zum Thema "Warten auf Benutzer"... ?

    bei mir passierte es zB bei aktiver USB-Überwachung übers WifiModul.

    Aber da ist Cura gar nicht involviert.

    ..und im Gcode der Druckdatei von SD-Card steht nix seltsames, was dieses Warten rechtfertigen würde.

    Darum kann ich erstmal den Zusammenhang mit Cura nicht bestätigen. Nur die bestehende USB-Verbindung kann schon reichen. Wenn über USB aktive Funktionen abgefragt werden..

  • Da hast Du wohl Recht... ich habe das Drama auch nur, wenn USB angeschlossen ist. Interessanterweise aber (bisher) nur, wenn Cura im Einsatz ist. Bei RepetierHost (noch) nicht. Kommt evtl. noch, je nach dem, wo der Hund begraben ist. Ist es evtl. eine der USB-Bibliotheken, die bei manchen Slicern zum Einsatz kommt?


    Zum Ursprungsproblem: es ist definitiv etwas mechanisches, sehr wahrscheinlich Rahmen oder/und X-Achse. Mit recht niedriger Druckgeschwindigkeit (25-20mm/s) kommt der Druck nun bedeutend gleichmäßiger heraus. Alte Drucke mit dem MK8-Heißende mit gleicher Geschwindigkeit sehen nicht ganz so gut aus, der Umbau auf diesen oben genannten Extruder hat also seine Vorteile.

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  • Mal einen Zwischenbericht zu dem Direct Drive Extruder, den ich jetzt im Einsatz habe...


    Wer das Ding einsetzen will: nur zu!


    Bisher habe ich keine Nachteile entdeckt. Die Montage ist einfach und der integrierte Förderer arbeitet sehr gut (und das "nur" mit einer etwas stärkeren Heizbett-Feder. Nicht unbedingt die ideale Feder, aber funktioniert dennoch prima und ohne Aussetzer).


    Die Lage des Motors direkt über der Welle tut dem Druckergebnis gut, Vibrationen sind deutlich geringer und auch der Geräuschpegel hat abgenommen. Die typischen Schlaggeräusche bei Richtungswechseln (wenn die Lager nicht mehr koscher sind) sind weg.


    Kühlung ist, wie ich im Thread über die Kühler-Rüssel schon erwähnte, bei korrekter Montage völlig in Ordnung und man kann (bzw. muss) ein Radialgebläse einsetzen. Das braucht bei dieser Einsatzart deutlich weniger Drehzahl und ist dann auch deutlich leiser.


    Als nächste Modifikation plane ich MPX-Stecker für das heiße Ende, so daß man zügig wechseln kann. Geht dann doch schneller, als jedes Mal die Düsen zu tauschen, aufzuheizen, nachzuziehen usw.


    Eventuell probiere ich demnächst mal TPU, der Förderer ist anscheinend schon für solche Materialien konstruiert...


    Nachtrag: wenn jemand das Ding ausdrucken und einsetzen will, noch ein Tipp... die Schraube, mit der das Gegenlager des Förderers montiert wird, braucht KEINE Mutter. 12mm Länge, von vorne durchstecken, fertig. Das Loch der Schraube nicht größer bohren oder sowas. Die Schraube wird durch den Druck der Feder sicher an ihrem Platz gehalten, wenn das Loch für die Schraube wie vorgesehen bleibt. Eine glatte Welle würde ich dort nicht verwenden.


    Man hat dann keinen Ärger mit dem Schraubenkopf/der Mutter an der Kopfplatte des Motors. Anderenfalls ist der Hebelarm evtl. nicht frei genug beweglich, was die Entnahme/das Einführen des Filaments erschweren würde.

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  • Zum USB-Problem habe ich jetzt auch was:


    Das sieht nach einem Problem mit Marlin aus. Bei der seriellen Übertragung ist ein Pufferüberlauf möglich, wenn auf Temperaturen gewartet wird. Das letzte "M"-Kommando wird dann schon mal als "M0" oder "M1" gesehen... das "Warte auf Benutzer" rührt daher.


    Bei Cura tritt das deswegen gehäuft auf, weil der Startcode jede Menge "M"-Kommandos nacheinander beinhaltet. Bei Repetier kann das genauso passieren, nur die Wahrscheinlichkeit ist geringer (der Standard-Startcode von RepetierHost heizt erst das Bett inkl. Warten auf Temperatur, danach dann den Extruder).

  • polygoner :


    Hast Du Cura 3.5.0 bereits benutzt? Ich habe es seit gestern Abend laufen und bisher keinen einzigen "Warte auf Benutzer" gehabt, obwohl der DIY stundenlang via USB druckte.


    Wenn das so bleibt (man weiß es ja nicht...) scheint das eher eine Kombination von Ursachen zu sein, wovon eine dann Cura (bzw. dessen USB-Code) wäre.


    Das würde auch erklären, weswegen das bei mir erst dann auftrat, als ich Cura 3.4.0 benutzte, obwohl Marlin schon beim Kauf auf dem GT2560 meines DIY drauf war und ich Cura von Anfang an nutzte. Diese Geschichte mit dem potentiellen Pufferüberlauf bei Marlin existiert wohl schon länger.

  • polygoner :


    Ich muß mich berichtigen: es tritt nur deutlich seltener auf. Sieht nach dem "Temperatur nicht ganz erreicht"-Ding aus. Mitten im Druck hatte ich bisher aber immer noch kein "Warte auf Benutzer". Immerhin etwas. Cura 3.5.0 ist aber so oder so irgendwie... unausgereift...


    Zum Direct Drive Extruder:


    In der Zwischenzeit hatte ich ein Malheur, was bei näherem Hinsehen aber nicht die Schuld des Extruders war, sondern eine Eigenheit der sog. "MK8 hobbed drive gear"-Teile.


    Nach einiger Laufzeit wurden die Teile Katastrophe. Lücken, das Legen der Lagen katastrophal, Haftung der Lagen unter aller Sau.


    Nach viel Gefluche kam ich auf die Lösung: deutlich mehr Dampf auf die Feder geben, damit das Ritzel das Filament ordentlich greift. Es stellte sich heraus, daß die Ritzel aus China zwar scharf sind, allerdings kommt diese Anfangsschärfe von Graten! Wenn der Grat irgendwann "umklappt", ist das Malheur da.


    Ich verwende Federn mit Draht-Durchmesser 1,2mm, Innen-Durchmesser 7,6, 25mm Länge. Die haben mächtig Kraft, wenn man die Stellschraube ca. 3mm runterdreht. Seitdem wickelt der DIY wieder _richtig_ ordentlich. 60mm/s ohne Lücken (bei ordentlicher Kühlung, hier bei mir mit dem Sunon-Radialgebläse 5015-Typ auf 100%).


    Das Legen der Lagen wurde ebenfalls besser, ist aus mechanischen Gründen aber noch nicht so, wie ich es gern hätte. Die X-Achse wartet noch auf ihre Runderneuerung.


    Der Extruder selbst gefällt mir wirklich gut, ich habe immer noch nichts daran gefunden, was mich ärgert.


    Eine Verbesserung habe ich im Sinn: die Montage des heißen Endes wird mit bis zur Basisplatte durchgehenden Schrauben erledigt. Im Prinzip eine gute Sache, löst aber letztendlich auch den Motor-Halter. Mit einer etwas geänderten Befestigung müßte ein Wechsel des heißen Endes leichter gehen und man muß den Motor nicht gegen Herunterfallen sichern.

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  • An Cura wird sehr viel rumgefrickelt.

    Deshalb update ich nicht so oft.

    ..hab noch nicht verstanden was die jetzt da Grundlegend an den MaschinenProfilen geändert haben, daß ich selbst beim editieren von mitgelieferten Maschinen-Profilen Fehler bekomme.


    Extruderritzel setzen schnell mal zu. Vermutlich stört das eher den Vortrieb statt Abnutzung.

  • Was immer die da wieder verbastelt haben... war jedenfalls sehr nervig, daß ich Dein Cura-Profil nicht mehr in 3.5.0 übernehmen konnte X( Aber immerhin: bis auf ab und an mal "Warten auf Benutzer" bei nicht ganz passender Temperatur zum Druckstart hatte ich noch keines mitten im Druck. Hatte jetzt etliche Stunden via USB gedruckt.


    Das Ritzel war nicht zugesetzt, das war ja das Überraschende. Zuerst dachte ich auch daran. Ich hatte mir das Ritzel dann mal unter der Lupe angesehen und da wurden die "umgeklappten" Grate dann gut sichtbar. Also habe ich mehr Druck drauf gegeben.


    Seitdem läuft es wieder fluffig. Sogar fluffiger als vorher. An 60mm/s ohne Lücken konnte ich für lange Zeit nicht einmal denken.


    Entfernen der Grate ist machbar, halt nur recht zeitintensiv (die Grate muß man vorsichtig abscheren, sonst drückt man die "Schneiden" platt und das Ritzel ist stumpf) und man braucht entsprechend hartes Werkzeug dazu. Allerdings klappen nach einer gewissen Zeit die Schneiden selbst um oder werden plattgedrückt, dann geht das Spiel von vorn los. Und das Maß ändert sich dann auch irgendwann recht deutlich. Der Aufwand lohnt sich beim Preis für die Dinger kaum.

  • Nach längerer Zeit mal wieder eine Statusmeldung von mir...


    Der im Bild gezeigte Extruder und ich werden langsam Freunde... nach weiterer Justierung des Federdrucks läuft der einwandfrei. Inzwischen gelingen die meisten Teile auf Anhieb (wenn die Betthöhe stimmt).


    TPU-Proben sind bestellt 8)Bisherige Berichte, die ich zu dem Extruder bekam, sind überwiegend positiv, was TPU angeht. PLA & Co. laufen damit sowieso.


    Eine Sache fiel mir unangenehm auf, die ich demnächst verbessern werde: die einseitige Kühlung ist suboptimal. Man sieht deutliche Unterschiede auf der vom Rüssel abgewandten Seite zu der, die direkt angepustet wird. Abhilfe soll ein weiteres Gebläse schaffen. Platz dafür ist vorhanden und die Montage ist kinderleicht.


    Filamentwechsel ist ebenfalls kinderleicht, wahrscheinlich durch die Tefloneinlage bei meinem bedingt. Man trifft den Einlauf in das heiße Ende immer, es hakt nichts.


    Das Teilchen ist also eine gute Alternative für die Leute, die ein E3D-(kompatibles) Hotend im direct drive-Betrieb einsetzen wollen. Passt am CTC i3 Pro B ohne weitere Umstände und funktioniert nach etwas Justage einwandfrei.


    Ein paar Hinweise zum Ausdruck des Teils: Maße MÜSSEN wirklich genau sein und ich empfehle 0,1-0,15 Layerdicke, 30% Füllung. Die Layerhaftung muss ebenfalls in Ordnung sein, der Förderer erzeugt ziemliche Kräfte mit der entsprechenden Feder. Bei mangelnder Layerhaftung bröselt das wahrscheinlich nach kurzer Zeit:D Meiner ist in PETG gedruckt und ist bisher ohne solche Pannen im Einsatz.

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    Danke :) Mir ist auch nur wenig zu helfen :D


    Spaß beiseite: mein Gebrauchter scheint in vielen Aspekten ziemlich eigenwillig zu sein. Manche Tipps sind hilfreich, viele eher nicht so. Ich kämpfe mich, so gut es geht, durch den vielen Frust durch und freue mich, wenn dann endlich mal (wieder) etwas klappt.


    Momentan erfreue ich mich des J-Head V6, mit dem ich in den letzten Monaten viel gekämpft habe. In Kombination mit dem Extruder läuft es recht brauchbar. Manchmal zickt die Kiste dann wieder, eine Weile herumprobieren, dann läuft´s wieder eine Weile... langweilig wird es jedenfalls nicht damit.


    Aktuell ärgere ich mich etwas mit Verzug bei PETG herum, dessen Ursache mir noch nicht so ganz klar ist... gelevelt, Extrusion gemessen und nochmal eingeregelt, Isopropanol, das volle Programm... dennoch gibt es hin und wieder (je nach Teil) Ärger damit. Umso ärgerlicher, da ich für das rote Devil Design PETG jetzt gerade ziemlich gute Optik des Drucks hinbekommen habe. Mal schauen, ob ich dahinter komme, was jetzt wieder nicht stimmt. Jetzt gerade gibt es dann noch Ärger mit dem Filament-Durchmesser, ich nähere mich dem Ende der Rolle ^^und der Durchmesser schwankt relativ stark. Dennoch sieht der Druck an den Außenwänden ziemlich gut aus. Ich bin gespannt, ob der Rest der Rolle noch für ein Teil ohne groß Verzug reicht...


    Die Zwischenstände habe ich für die Interessierten gedacht, die mit dem Gedanken spielen, so ein J-Head oder e3d V6 einzusetzen und dann evtl. auch TPU ins Auge fassen. Mit Direct Drive Extruder scheint es ja etwas einfacher zu sein.


    Ich hatte ziemlich lange nach so etwas gesucht, aber speziell dieser Extruder ist mir in den Foren nie über den Weg gelaufen. Da dachte ich mir, daß es den einen oder anderen CTC i3-Besitzer interessieren könnte, gerade, weil der so prima passt und die Konstruktion echt Charme hat.

  • Ist wieder mal an der Zeit...


    Ich habe zumindest ein Teil-Problem des nicht ganz sauberen Legens entdeckt. Der Extruder, den ich verwende, ist aber nicht schuld ;-)


    Eines der Probleme ist tatsächlich der Kühlkörper des J-Head, welches ich verwendete. Mir fiel heute auf, daß der doch ziemlich wackelig im Extruder saß. Der Kühlkörper ist aber anscheinend kein Standard-"J-Head-V6-Direct-Drive", denn er hat ein M7-Gewinde für die Kehlschraube. Also wie die Bowden-Versionen.


    Standard für die Direct-Drive-Versionen scheint aber M6 zu sein. Zumindest finde ich bei jedem Anbieter der Kühlkörper nur welche mit M6-Gewinde. Sieht so aus, als hätte ich ein "Sondermodell" erwischt :D


    Ich habe auch einen mit M6-Gewinde, der sitzt spielfrei im Extruder und, schwupps, ist das Ergebnis schon deutlich besser! Die Ursache der verbliebenen Unsauberkeiten ist mir noch nicht 100% klar, aber ich tippe auf die immer noch verschlissene X-Achse. Ich werde es sehen, wenn die neu gemacht ist (irgendwann mal...)


    Also: achtet bei dem von mir vorgestellten Extruder darauf, daß der Kühlkörper wackelfrei sitzt! Eine Idee, um solchen Unsauberkeiten der chinesischen Lieferanten abzuhelfen, habe ich ebenfalls. Ein "Kragen", z.B. aus PETG, der zwischen Halter und Kühlkörper geklemmt wird. Den müßte man dann mit einem Blatt Schleifpapier auf spielfreien Sitz anpassen und auch unsauber gefertigte Kühlkörper sollten wackelfrei im Extruder sitzen.

  • Und mal wieder eine Status-Meldung...


    Jetzt steht fest: das unsaubere Legen war NICHT der Extruder!


    Ich habe gestern wieder auf die Glasscheibe als Druckbett umgestellt (Holzleim/Wasser 1/5 drauf), seitdem legt er wieder so, wie ich ihn damals kennengelernt habe :-)


    Mir ist zwar noch nicht so 100% klar, was da das Problem (bzw. die Lösung durch die Glasscheibe) ist, aber eine Vermutung: der ratternde Holzrahmen braucht etwas Gewicht, um gedämpft zu werden. Mit der GFK-Platte wirkt sich das Rattern zu stark aus -> unsauberes Legen.


    Der Extruder läuft nach wie vor prima, bisher keine Schwächen feststellbar.

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