Nozzle´s und viele Unklarheiten ...

  • Hallo liebe CTC Gemeinde / Mitleidende



    ich bin seit ca 3 Wochen im Besitz eines CTC I3 DIY (ja, das olle Holzding von Ebay).

    Bin natürlich neugierig und am herumbasteln, darum stehe ich vor der Problematik "richtiger Umgang mit den Düsen".

    Klar, bei der 0,4mm Standard Nozzle kann ich laut Herstellerangabe 0.1-0.4mm drucken. Nun gibt es aber auch Düsen mit 0,1mm - 1mm.

    Welchen Durchsatz kann ich mit denen bei dem I3 DIY wohl versuchen?


    Damit aber noch nicht genug, auch das Thema Heatbed justieren treibt mich dabei um. Tausende Videos bei YouTube und auch hier sagen viele alles mögliche zwischen 80g Papier, Kassenbon oder Visitenkarten. Alle die haben nur lustiger Weise unterschiedliche stärken. der Sinnvollste Wert den ich bisher gelesen / gehört habe war 0,08mm. Wie sieht dies nun in der Praxis aus? und viel lustiger finde ich aber noch die frage, sollte der Abstand nicht von der Stärke der ersten Leyer abhängig sein? Kann mir kaum vorstellen das ich bei einer Leyer Stärke von 1mm 1,2mm bei der 1mm Nozzle dann auch mit "Papier" bzw 0,08mm weit kommt.
    Hat dazu Jemand eine FUNDIERTE Meinung?



    Einen habe ich allerdings noch.
    Das Thema Nozzle Reinigung treibt mich auch noch um.
    Natürlich kann ich die Nozzle ohne Filament erhitzen und mit einer Nadel herum stochern... Cold Pull, Hot Pull sind soweit auch alles klar, aber wie sieht das im weniger destruktiven bereich aus. Dachte da zb an den Chemischen Weg. Backofenreiniger der Fette (durch Wurstfinger) Russ und Teer reste entfernt. Alternativ auch aus dem KFZ Bereich, um Russ von Ventilen zu entfernen, zb von Liqui Moly.

    Hat das schon mal einer versucht, oder Wechselt ihr einfach nur durch bzw haut euch die Nozzles mit dem gestocher mit den ollen Nadeln kaputt , so wie ich?



    Gruß aus dem Sonnigen Vechta

  • Servus


    Zum Thema Nozzelgrößen und deren Auswirkungen hier mal ein Video.
    Video von Josef Prusa


    Das mit dem Leveln des Druckbettes ist schon langsam eine Glaubensfrage.
    Wie Du aber bereits richtig erkannt hast, hängt das teilweise auch mit dem Nozzledurchmesser zusammen.
    Allerdings wird der Slicer anhand des Nozzledurchmessers auch die Starthöhe der ersten Schicht anpassen.
    Ab und an funzt das allerdings nicht so optimal und Du kannst Dir überlegen, ob Du am Slicer oder am Tisch rumstellst.


    Beim Reinigen bin ich recht altmodisch.

    Ich machs gar nicht. Auf meinem Cr-10s habe ich derzeit um die 15KG durch und keine Probleme und beim Prusa i3 MK3 sind es um die 5KG und auch keine Probleme. Das höchste der Gefühle ist es wenn ich aussen mal den Bramml wegmache wenn der sich etwas sammelt.

    CTC Bizer Umbauer
    UP! mini Bezwinger (x2)
    Anycubic Delta Vasendrucker
    Fabrikator mini 2 Spielkind
    Prusa i2 Verwerter
    Sparkcube v1.1 XL Nachmacher

    tronXY X5 Tuner
    prusa i3 MK3 bewunderer

    CR-10s Ausreizer

    Filamentsammler

  • Hi, danke erstmal für deine Antwort!

    Das Video mit den Nozzle Größen kannte ich schon, sind mir aber noch bissl zu wenig Infos.
    Als einziges was an Zahlen relevant war, war die Aussage das die Layerhöhe ca 80% vom Nozzle Durchmesser betragen sollte für "Optimale" Haftung.

    Sprich :

    Nozzle - Layerhöhe

    1mm - 0,80mm

    0,8mm - 0,64mm

    0,6mm - 0,48mm

    0,5mm - 0,40mm

    0,4mm - 0,32mm

    0,3mm - 0,24mm

    0,2mm - 0,16mm


    Zumindest wenn man von den Druckdauern absieht.

    Ob dies der Richtige Weg ist, kann ich nicht sagen, aber das ist Zumindest mal die Aussage.






    Das Thema Reinigen ist ja nicht nur abhängig von der Durchgangsmänge, sondern viel mehr von der Qualität und Zusammensetzung vom Filament. ZB Holz Filamente mit 30%-40% brennen sich bestimmt gern fest. GGF kommt man auch einfacher davon gleich eine 0,6mm Nozzle zu nehmen und das Ding einfach auszutauschen.

  • hab da gerade was gefunden, was ich natürlich mit euch teilen will:

    https://rigid.ink/blogs/news/w…d-i-use-the-pros-and-cons


    Auszug daraus (Google Translater übersetzung):


    "Sie benötigen nicht unbedingt einen 3D-Drucker-Schichthöhenrechner, aber eine allgemeine Faustregel ist, dass Ihre maximale Schichthöhe 50% der Breite Ihrer Düse beträgt. In einigen Fällen können Sie höher gehen (vielleicht 75%), aber Sie können die Zuverlässigkeit opfern.

    Es ist am besten, mit den Parametern Ihres Drucks zu experimentieren, solange Sie die Beziehung zwischen der Düsengröße des 3D-Druckers und der Schichthöhe kennen, mit der Sie auf dem richtigen Weg sind.

    Für eine 0,4-mm-Düse werden Sie also mit 0,2 mm Schichthöhe oder bis zu 0,3 mm drucken wollen. Ihr Minimum würde um 0,1 mm sein, jeder niedriger als das und Sie erhöhen nur Ihre Wartezeit für nicht viel Nutzen (auf der gleichen 0.4mm Größe Düse). "



    Ansich ist es das was ich meinte.

    Natürlich geht es hier nur im Theorie, aber immerhin eine Theorie mit Zahlen und wohl auch fundierten Daten.


    Jemand eine Meinung zu dieser Seite, bzw zu den Aussagen?

    Alternativ nehme ich auch gern einen Link zu einem CTC tauglichen Schichthöhenrechner der extraction rate mit einspannen kann :D

  • Mir ist der Artikel auch bekannt, darum hatte ich vor kurzem unteranderem hier ein Bild daraus als Kurzkommentar gepostet.

    Ich habe keine Erfahrungen mit unterschiedlichen Düsengrößen.

    Aber inhaltlich klingt es logisch und entspräche auch meine Argumentation zum Thema.

    Nur ohne Praxis ist nicht unbedingt eine "fundierte" Meinung bei mir, sondern nur einfach eine/meine Meinung.


    In wie weit die anderen Mechanischen Komponenten der CTC-Drucker eine höhere Auflösung ermöglichen könnten, sind vermutlich auch nur durch praktische Erfahrungswerte ermittelbar.

    Da es ein Bausatz ist, sind schon dadurch bei jedem einzelnen DiY höhere Toleranzen wahrscheinlich.

    Dazu kommt noch die Qualität der ganzen Bauteile die ja bekanntlich eher unterste Schublade sind.


    Meine Erfahrung mit 0,4Düse und 0,05Layer war daß es nur bis 0,1mm lohnt.

    Ein Bespiel siehe hier Galerie.

  • Geht mir auch nicht anders!
    Wobei ich sagen muss, das ich von der Qualität eines 93 - 99 Euro Druckers echt überrascht bin, habe aber auch keinerlei Vergleichswerte.

    Werde dennoch gleich mal eine größere Nozzle einschrauben, Unklarheiten gibt es nur noch bei den Einstellungen der Extruder Rate.
    Rechnet das der Slic3r / Cura Automatisch runter oder muss ich die Rate je nach Nozzle noch einmal an Drucker umstellen?


    In wenigen Minuten werde ich es wohl Wissen :D

  • Drucker Profil im Octo, als auch im Slic3r sind umgestellt, Bed ist auf 0,2mm eingestellt (also doppelte größe, in der Hoffnung das sich das der Slic3r nicht passend rechnet) ... bin mal gespannt was passiert



    Nozzle 0,8mm, Print ist auf 0,6mm eingestellt.


    und jaaaa... ein Cube, da hab ich wenigstens vergleichwerte

  • Nachtrag, wenn man mal vom Druckbild absieht, Bild dazu will ich lieber nicht Posten :D , kann man sagen, das der DIYI3 mit dem 20a Netzteil nicht hinterher kommt die Nozzle auf 190°C zu halten. Die ersten paar Layer haut er raus, als gäbe es nix gutes (wie gesagt, abgesehen vom Druckbild..) und danach geht er bis zum wieder erreichen der Temperatur auf Schleichfahrt.




    jemand eine gute idee?

  • Bei so kleinem Bauraum 20x20x20cm lohnen sich doch noch nicht

    Backsteine zudrucken ;-D

    Was fängt man mit 0,6 Layer an ?

    Mir ist fürs Meiste 0,1mm noch zu grob.

    Nur der Faktor Zeit bringt die Notwendigkeit es gröber einzustellen.


    Erinnert mich an die Anfangszeiten von Scanner und Drucker.

    Wenn ich mal das Qualitätsempfinden von 0,1mm Layern mit 72dpi gleichsetze...

    72DPI kann fürn Bildschirm noch erträglich sein.

    Bedeutend niedrigere Auflösung für Display , oder nen Scan oder Ausdruck ist qualitativ echt nicht schön, außer man braucht ne Vorlage fürn Mosaik ;-D


    Aber stimmt schon, Backsteine mit 0,6mm Extrussionbreite halten dann ja auch mehr aus ;-)

    Pusten und pusten...


    ----------


    Zu deinem Druckergebnis:

    erinnert an das :

    https://i.pinimg.com/originals…e23e79059043bb8d42f9a.jpg


    Der Drucker macht nicht langsamer weil er nicht schnell genug heizen kann,

    sondern, weil die Minimale Abkühlzeit des Layers sonst nicht reicht.

    Offensichtlich reicht es auch so noch nicht.

    Um so mehr Details desto langsamer. Die Geschwindigkeiten für Richtungsänderungen sind ja anders als auf gerader Strecke.

    Die Extrussionsmenge scheint auch nicht hinzuhauen.


    Extrussionsbreite auch angepaßt ?

    Minimale Druckzeit für ein Layer angepaßt ? ( Dickere Perimeter werden auch langsamer abkühlen )

    Werkstückkühler pustet ordentlich ?

  • Mir war gerade nicht nach Backstein :D 
    Dennoch muss eine 0,8mm Nozzle ja auch etwas Präziser drucken als dies hier.
    Zb falls ich in die Massenproduktion von Calibrationcubes gehen will.

    Im Slic3r konnte ich jetzt allerdings keine direkte Verknüpfung zwischen Extruder / Druckgeschwindigkeit und Nozzle Größe finden.
    Werd wohl mal in Cura herumpfuschen

  • Mehr Details und und Langsamer bezieht sich darauf daß am Druckergebnis die Maßabweichungen an den Stellen/Layern mit Schrift "Y,X,Z" stärker ausgeprägt sind, weil dort mehr Richtungsänderungen sind.


    Ob die Slicer die Logik mit dem Abkühlen von dickerem Extrussionstrang automatisch beherzigen, weiß ich nicht.

    Ich würde es aber dann händisch anders einstellen.

  • Meine Theorie:
    ich glaube da gilt ein ganz klares: Jain! Die Geschwindigkeit des Extruders bzw des Drucks an sich hat ja Einfluss auf die benötigte Heizleistung vom Hotend. Sprich, wenn bei einer 0,4mm Nozzle ca 40mm/s gedruckt wird, heizt das Hotend auf mit Leistung "X". Wenn ich eine 0,8mm Nozzle verbaue und versuche mit 40mm/s zu drucken muss das Hotend ja Leistung "X" * 2 bringen. Was bei betrieb von Hotbed und Hotend mit einem 20A Netzteil knapp wird. Sprich, das Hotend kommt nicht hinterher und das Board am Drucker regelt die Geschwindigkeit runter bis die Temperatur wieder auf die eingestellte gestiegen ist.

    Hab zb gerade den ollen Cube mit Cura gemacht, die Druckgeschwindkeit von 60mm/s auf 30mm/s geändert und siehe da, es klappt.

    Noch etwas unter Extrodiert , aber sonst scheint hier die Sonne.

    Stand der Dinge:


    0,4mm Nozzle - Heatbed gelevlt auf 0,1mm gedruckt mit 60mm/s
    0,8mm Nozzle - Heatbed gelevlt auf 0,2mm gedruckt mit 30mm/s (auch bei 35mm/s Stabil)

    Anzahl der gedruckten Backsteine: 0

    Cura (oder viel mehr ich mit den Einstellungen) scheint hier besser damit klar zu kommen als Slic3r. Wenngleich ich genau wie im Octa einfach einen neuen Drucker" angelegt habe mit entsprechender Nozzle Größe

    Bastler / Pfuscher / der , der sich im Baumarkt vor Kunden versteckt


    CTC Holz DIYI3 - habt Mitleid

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  • Daß eine Geschwindigkeitverringerung ein besseres Ergebnis bringt, hab ich erwartet.

    Aber das durch ungenügend Heizleistung an der Düse das Fila unpräziser verteilt wird,

    wäre mir nicht zwangsweise logisch.

    Obwohl... falls es noch reicht zum Extrudieren, das Filament aber sehr stabil bleibt,

    'rollen' sozusagen die Perimeter mit annähernd runden Querschnitt, aneinander ab.

    Rund auf Rund liegt nicht stabil, und durch die niedrige Temperatur verbinden sich die Layer schlecht bis gar nicht.

    Das könnte man sich so theoretisch zurecht reimen...


    ABER an deinem Foto würde ich nicht darauf schliessen.

    Die Ecken haben ein ausgeprägtes Warping, was nicht auf zu kühles Drucken hinweist.


    Ich hätte eher auf ein Breitlaufen der Perimeter an aufwändigeren Stellen getippt.


    Evtl. schafft auch der Extruder gar nicht konstant genügend benötigtes Fila zufördern.

    Der Extruder am DIY ist eh schon immer ein Schwachpunkt.

  • ein paar Unterschiede kann man schon erkennen ;-) 
    Dieser kleine freund ist bei 0,8mm Nozzle, 35mm/s 0,6mm Layer.

    Das die Düse nicht für Feinarbeiten gedacht ist, ist mir vollkommen klar, aber wenn man hier und da noch an den Einstellungen feilt, kein 11€ / Kg Filament nimmt und auf Bauteilkühlung setzt (bei der Geschwindigkeit mit Sicherheit eine gute Idee) ist da mehr drin!
    Finde es wie bereits oben angedeutet nur schade, das man kaum irgendwas verwendbares zu findet.
    Jeder scheint nur mit einer 0,4mm zu drucken, obwohl das Ding (wenn auch nur ein 99 euro Drucker) mehr kann.



    Zum Thema ungleichen Verteilen hab ich eine kleine, wenn auch unausgereifte Theorie, die besagt einfach, das die billig Nozzle wegen Thermischerschwankungen sich etwas "verzieht", zumindest stark genug, um das Druckbild auf 20x20x20mm zu beeinflussen.



    Stand bisher: für nen schnell dahin geklatschten Handyhalter für sich selbst oder ähnlich reicht es schon.


  • Ich denke, so langsam hab ich es im Griff!



    der olle Poly Groot mit 0,8mm Nozzle, 0,6mm Layer, 45mm/s 60% infill und Stützstruktur , angegeben mit 2h 45min

    Wenn ich es jetzt mal umstelle auf 0,4mm nozzle 0,4mm Layer, 60% infill und Struktur, 60mm/s bin ich bei ca 5h 19min.


    Wie Polygoner vorgeschlagen hat, habe ich nun 2x Lüfter zur Objektkühlung rein gepackt, 40mm Direkt am Austritt und einen 120mm Lüfter der übers Heatbed "fegt".
    Kabine ist zwar bei 43,3°C auf dem rechten (siehe Bild) und 39,2°C auf dem linken, aber bei einer Raumtemperatur von 28,4°C sollte das klar gehen.



    Das Thema 1mm Nozzle werde ich aber vorerst verwerfen, da ich mir glaub erstmal eine Lüftung für den Schlitten überlegen kann. Das Hotend haut nämlich richtig raus das ich mir sorgen um den Riemen mache.