Sinterbronze-Lager im CTC DIY: erste Erfahrungen

  • Ich habe es endlich geschafft, für diesen Umbau etwas Zeit zu finden.


    Kurz zum Umbau selbst: allzu viel muß man dafür gar nicht einplanen.


    Man braucht Halter für die Lager. Die für den p3steel toolson Edition tun es prima, vorausgesetzt, man druckt die maßgenau. Bei mir wurden die leider einen Hauch zu groß, wie ich später feststellte :P Die Lager kann (sollte!) man schon vor dem Umbau in den Haltern montieren.


    Weiters natürlich die Sinterbronze-Lager. Ich habe hier 12x8x12 im Einsatz. Standard-Zeug und spottbillig zu bekommen. Made in Spain tut´s auch, allerdings sind Made in Germany nicht wirklich teurer.


    Zu guter Letzt sollte man nicht geizig sein und einigermaßen hochwertige Präzisionswellen (gehärtet) verwenden. Zu großes Spiel verzeihen Gleitlager nicht, da sind die Bronze-Kollegen keine Ausnahme.


    Der Umbau selbst geht erstaunlich flott von der Hand: Heizbett runter, Heizbett-Träger runter, Frontplatte der Wellen ab, Wellen raus, Lager-Halter schon mal locker auf den Heizbett-Träger schrauben, Präzisionswellen auf den Heizbett-Träger in die Lager schieben, Lagerhalter-Schrauben gleichmäßig festziehen, das Ganze aneinander ausrichten, Wellen mitsamt Heizbett-Halter wieder in die Wellen-Aufnahmen schieben, nochmal ausrichten, Frontplatte drauf, Heizbett drauf, leveln und dann staunen, wie leise der CTC das Heizbett bewegen kann:thumbsup:


    Bei mir sind, wie anfangs schon erwähnt, die Lager-Halter einen Tick zu groß geraten. Das kann man hören. Wenn man die Lager-Halter schnell auf der Welle hin und her bewegt, hört man evtl. wie die Lager in den Haltern gegen den jeweiligen Anschlag rutschen. Gibt im Betrieb dann ein etwas ungewohntes Geräusch...


    Eine gewisse Bewegungsfreiheit brauchen die Lager dennoch! Die dürfen nicht wie einbetoniert im Halter sitzen, sondern müssen "kippeln" können.


    Bisher muß ich sagen, daß ich verblüfft bin, mit wie wenig Aufwand man das Laufgeräusch des kleinen Chinesen drastisch vermindern kann.


    Die LM8UU in meinem DIY waren zum Schluß höllisch laut, am Rasseln wie die Ketten eines WK1-Tanks. Nach dem Austausch konnte man auch gut feststellen, wie viel Spiel ein Teil der Lager inzwischen hatte (viel!). Die Wellen hingegen sehen erstaunlich gut aus. Entweder hat der Vorbesitzer da schon gehärtete Wellen eingebaut oder die Chinesen hatten da zufällig ein paar brauchbare Wellen herumfliegen.


    Bilder habe ich davon nicht gemacht, denn es war eigentlich nur ein Lagertausch. LM8UU gegen Sinterbronze. Ganz einfach eigentlich ;)

  • Ich erzähle mal noch ein bißchen, nachdem ich jetzt mehr Zeit habe.


    Anscheinend hat´s den Heizbett-MosFET zerrissen, da muß ich auf Ersatz warten und schauen, ob es mit Austausch erledigt ist. Wenn nicht, gibt´s einen Umstieg auf RAMPS1.4 (billig zu kriegen und dafür nur etwas fummeliger als das in meinem DIY verbaute GT2560. Ansonsten kein wirklicher Unterschied).


    Aus purer Verzweiflung 8o habe ich dann mal etwas gewagt und habe die TMC2100-Treiber, die mir mein Cousin vermachte, in den DIY eingesetzt. Es sind die bigtreetech V1.0 (für den Fall, das jemand fragt).


    Etwas eingelesen, dabei gesehen, daß es ausreicht, die Jumper auf dem GT2560 zu deaktivieren, Treiberplatinen austauschen, fertig ist der 1/16-Schritt-stealthChop-Modus.


    Was soll ich sagen: funktionierte auf Anhieb! Die Bronzelager haben schon einiges an Ruhe gebracht, aber mit den TMC2100 ist der DIY bei 30mm/s fast nicht hörbar! Bei Verfahrbewegungen wird es deutlich lauter, aber immer noch weit leiser als mit den alten Treibern (A4988) bei normaler Geschwindigkeit. Faszinierend!


    StealthChop scheint beim DIY übrigens ausreichend zu sein, allerdings fehlt mir derzeit noch Druck-Erfahrung damit (es steht ja Versatz durch Schrittverluste zu befürchten). Vom reinen Laufgeräusch her würde ich sagen: jup, rennt!


    Bei der Gelegenheit fiel mir etwas ins Auge, was die Probleme mit ungleichmäßiger Ablage (anderer Faden) ebenfalls erklären könnte und für einige hier sicher interessant sein dürfte:


    Wenn auf Euren Motoren Kunststoff-Zahnscheiben montiert sind (weiß, aufgeschrumpft/-geklebt, bombenfest auf der Achse), schaut Euch die X-Achse ganz genau an. Vor allem der Bereich um den Motor herum ist interessant, dort ganz besonders die Durchführung des Zahnriemens!


    Bei meinem saß der Motor viel zu weit "vorn" (heißt: die Achse schaute zu weit nach vorn heraus). Dadurch lief der Zahnriemen am Z-Käfig der X-Achse entlang und wurde verdreht!


    Ich hatte mich schon ein wenig gewundert, daß mit der Zeit immer mehr schwarzer Abrieb in dem Bereich war, mir aber nichts Böses dabei gedacht:( Der Riemen der X-Achse war schon recht alt, da hätte der Abrieb auch vom Riemen selbst stammen können. Aber nein, es war ein mechanischer Fehler!


    Momentan behelfe ich mir mit auf die Schrauben gedrehten Muttern als Abstandhalter. Wenn die MosFET-Reparatur gelingt, kommt da ein neuer Motor mit aufgeschraubter Zahnscheibe dran, dann ist da Ruhe.


    Jetzt noch das Anschlag-Geräusch durch neue Lager-Halter wegkriegen, hoffen, daß es keine Schrittverluste wegen StealthChop gibt, dann ist die Kiste sensationell leise :love:

  • Das mit den TMC2100-Treiber kann ich nur bestätigen, das alleine bringt unheimlich viel Ruhe in das System (auch mit den original Lagern). Allerdings müssen die Treiber wirklich gut (!) gekühlt werden, sonst kommt es zu Schrittverlusten.

  • Ich bin da schon gespannt... aktuell pustet ein 80er Noiseblocker drüber, die Platine liegt im Freien. Da sollte die Kühlung reichen. Finger auf Kühlkörper geht problemlos bisher (ich bin mir nicht einmal 100% sicher, ob da wirklich was wärmer als die Fingerspitze ist).


    Kritisch wird es wohl auch erst im SpreadCycle-Modus, wenn lmax ausgespielt wird.


    Sollte hier bei mir die Sache im StealthChop bis zu 60mm/s Druckgeschwindigkeit und 100-120mm/s Verfahrgeschwindigkeit ohne Versatz funktionieren, dann lasse ich es so. Etwas Geschwindigkeit darf schon sein, aber "Ruhe im Karton" ist mir noch etwas wichtiger;)


    Ich bin immer noch fasziniert davon, wie leise der jetzt ist... ich kann mir schon denken, daß die TMC2100 auch mit den lm8uu schon eine Menge bringen (wenn die Lager denn noch in Ordnung sind). Die X-Achse sirrt nur leise (da ist noch lm8luu der höherwertigen Sorte drin).


    Bei den Bronzelagern hört man in der Bewegung wirklich nur ein leises Säuseln. Quasi so, als würde man mit einem winzigen Schraubendreher sanft über eine Welle fahren.


    Die restlichen Motor-/Riemenschwingungen erzeugen mehr Lärm durch Resonanz des Heizbett-Trägers als die Bronzelager Säuseln fabrizieren.


    Also ich kann die TMCs bei passendem Board nur empfehlen.

  • Mal eine Statusmeldung zu den TMC2100:


    Ich konnte mich nicht mehr beherrschen und habe mal eine Glasplatte auf das Heizbett geworfen, um Kalibrierungswürfel zu drucken. Mit 60mm/s 8)


    Ja, die TMC sind SEHR anspruchsvoll, was die Belüftung angeht:DDer NB-Lüfter war anscheinend zu weit von den Kollegen entfernt, ich bekam Schrittverluste und die Kühlkörper waren sehr heiß (Fingerspitze ging noch drauf, aber war schon recht unangenehm).


    Ich habe den Lüfter jetzt erst mal so zurechtgepfuscht, daß er fast direkt drauf pustet, jetzt sind die Schrittverluste wie es aussieht weg.


    Der Druck an sich ist aber wirklich SEHR leise, man kann dabei glatt einpennen, ohne von Geräuschen geweckt zu werden :love:

  • Ein weiterer Tag mit Bronze und TMC...


    Ich mußte dann doch auf SpreadCycle umstellen, 80mm/s Druckgeschwindigkeit haben die TMC dann nicht ganz gepackt. Dennoch ist das Gerät immer noch traumhaft leise :love:


    Zu den Schrittverlusten noch eine Kleinigkeit: es war offensichtlich nicht die Kühlung, sondern eine Eigenheit der "Holzklasse"!


    Auf einer Seite war die Aufnahme der Y-Achsen-Welle ausgerissen und die Welle schlackerte darin etwas herum. Gemerkt habe ich es, weil ich auf einmal ein heftiges Anschlaggeräusch hatte. Nach etwas richten war das Geräusch weg und mit ihm die Schrittverluste^^


    Heißt also bei Gelegenheit: neue Frontplatte...

  • Ich habe mir https://www.thingiverse.com/thing:16813 4x ausgedruckt, und mit 8mm Bohrer aufgebohrt (das braucht ein paar Anlaeufe), bis die Dinger gut auf der Y Welle liefen.


    Nun die Ueberraschung, ich habe X Schwankungen / Schwingungen wenn Y sich bewegt (im XYZ Wuerfel sichtbar) - ich habe gemerkt, dass die Welle nicht mehr (oder nie war) eben oder glatt ist . . . als haetten die kleinen quietschenden Kugeln im Lager (trotz Fettung) kleine Berg/Taeler in die Welle getrieben haben. Ich merkte mit den LM8UU schon, dass es Positionen auf der Y Achse gab, wo diese quietschten, und welche wo sie "gut" liefen . . . mir scheint entweder sind das unzureichende Wellen und/oder LM8UU, die sich mit der Zeit aufrieben, und so zu quietschen begannen, und nun mit PLA LM8UU ich merkte wie die Wellen nun "beschaedigt" sind.


    Habt ihr bei Euch mal IGUS oder andere LM8UU eingebaut, und gemerkt dass die Wellen nicht mehr glatt sind?


    Der Y Schlitten ist leiser, nicht mehr so gut per Hand zieh/stossbar - ich lass die PLA LM8UU mal fuer paar Wochen drauf und schau mal weiter.

  • Mittlerweile habe ich neue gedruckt: https://www.thingiverse.com/thing:2202854 (gerade Fuehrung) in PLA (mit 0.12 LH wie angegeben), stark aufgebohrt bis diese gut liefen fuers Y Bett, nachgefettet und nun bessere Resultate, und natuerlich leise. Werde auch meine X Achse mit diesen ersetzen, denn diese quietscht auch schon ziemlich.


    Wellen: Unregelmaessigkeiten der Wellen sind mit den PLA gedruckten Bearings staerker spuerbar, mehr Oberflaeche als mit Kugellager; die Spiralfuehrung der ersten haben zu X, und wahrscheinlich Z (war mir nicht sichtbar), Schwingungen gefuehrt, je nach Druckgeschwindigtkeit: 30mm/s - 60mm/s sichtbar, hoeher dann nicht mehr so stark, bei 120mm/s kaum noch. Mit der geraden Fuehrung sind die X Schwingungen des Y Betts verschwunden (30mm/s - 120mm/s).


    Wichtig: wenn ihr PLA Linear Bearings druckt, die weissen Pulleys muessen mit Alu Pulleys/Umlenkrollen ersetzt sein, denn sonst sind die ausgedruckten Fuehrungen oval, und je nach Orientierung das Bett und Wellen unnoetig Druck aufeinander ausueben.


    Update: X Achse auch ersetzt: https://www.thingiverse.com/make:504838

  • Oh, ja, da berichte bitte immer wieder mal von. Sinterbronze ist zwar noch eine Nummer interessanter (weil genauer, lange haltbar, allerdings auch kapriziös), aber für die X-Achse würde mich das schon interessieren. Erfahrung habe ich mit solchen Lagern noch keine.


    Zum Bohren: hat es Gründe, warum niemand bei solchen Sachen 8H7-Reibahlen benutzt? Zumindest für den letzten Schnitt? Ok, normal reibt man nur Vollmaterial, aber hat das denn schon irgendwer mal versucht? Bei jedem Thing liest man immer nur "Bohren, bis der Arzt kommt", aber bisher habe ich noch keines von der Art gesehen, wo es "Reibahle geht nicht!" geheißen hätte...

  • Zu den Igus-ähnlichen Lagern eine Kleinigkeit:


    Ich habe die zwar noch nicht in Betrieb, habe aber schon mal welche fabriziert und mit einer 8H7-Reibahle bearbeitet. Mit den alten Wellen der Y-Achse laufen die schon mal so halbwegs brauchbar, bisher allerdings nicht geschmiert, daher deutlich fühlbar Slip-Stick (allerdings ist die alte Welle definitiv nicht gerade, die zeigt deutlich fühlbare Unterschiede im Durchmesser. Sozusagen "Wellen in der Welle" :D ).


    Sobald etwas Zeit ist, rüste ich meine X-Achse auch mal versuchsweise auf diese Lager um.


    Ein reines Versuchs-Lager (nicht für laufenden Betrieb bestimmt) habe ich so weit bearbeitet, daß es auf einer neuen, gehärteten Präzisionswelle ohne Schmierung schon recht leicht läuft. Mit Schmierung müßte das einwandfrei laufen und: kein fühlbares Spiel!


    Vorteil der Reibahle: man muß da nicht minutenlang bohren (und evtl. zu groß machen) sondern kann mit jedem Schnitt der Reibahle mehr (oder weniger) Leichtlauf/Spiel erzeugen und so die Lager genau auf die Welle anpassen.


    Fazit: mit Reibahle bearbeiten geht prima!


    Eins noch: weiß jemand, wie lang die Wellen der X-Achse sein müssen? Ich bräuchte da mal das Maß für die Bestellung gehärteter Präzisionswellen, finde da aber nirgendwo Angaben zu :(

  • Hubert :


    Sind sie auch. Leichtes Ölen der Wellen schadet aber dennoch nicht. Ich mache nichts weiter, als die Wellen regelmäßig zu reinigen und danach leicht einzuölen.


    Wir sind etwas abgeschwiffen, weil SpiritDude mit "selbstgedruckten Igus" um die Ecke kam, was ein ebenfalls sehr interessanter Ansatz ist. Aus PLA gedruckt verlangen die Dinger allerdings gründliche Schmierung, sonst laufen die nur mit heftigem Stick-Slip. Öl fällt da wahrscheinlich aus, weil Versprödung droht (sagte mir ein Kunststoff-Mensch). Ich werde das mit medizinischer Vaseline mal ausprobieren. Soll da das Schmiermittel der Wahl sein. Einziger Nachteil dürfte die Anfälligkeit für Verschmutzung sein...


    Du weißt nicht zufällig, ob die Wellen der X-Achse tatsächlich 370mm lang sind? ;)


    Zu den Sinterbronze-Lagern: bisher gibt es den ersten Beiträgen nichts hinzuzufügen. Wunderbar leise, aalglatter Lauf, keine negativen Auswirkungen auf das Druckergebnis (eher im Gegenteil, seit den Sinterbronzelagern bin ich sämtliche Rattermarken in den Drucken los).


    Wenn es für den CTC DIY nicht so viel Aufwand wäre, würde ich die X-Achse auch noch auf Sinterbronze umbauen.


    Ich kann die Lager uneingeschränkt empfehlen!

  • whose ja, "stick-slip" war kurz ein Problem, nach der Fettung war es weg - nach paar Wochen ist der "stick-slip" zurueck (hoehrbar), nach paar Minuten verschwand es fuer den ganzen Tag des Druckens (mit Druckpausen von 10-20Min), am naechsten Tag (Pause in der Nacht) wieder paar Minuten zurueck. Ich hoehre keine Geraeusche von den Lagern mehr, der Luefter und die Schrittmotoren - mit Gummiknoepfen an den Unterseiten wo der Rahmen auf dem Tisch sitzt ist der Drucker viel leiser geworden - nach 3 Monaten "upgraden" ist der Drucker nun jederzeit verlaesslich einsetzbar als "3D Drucker" und nicht mehr "endlos am rum-tunen": angekommen wo ich wollte - viel gelernt dabei.

  • Danke für Deinen Erfahrungsbericht!


    Das wiederkehrende Stick-Slip-Problem, könnte das Verschmutzung sein? Ich mache mir schon seit Tagen Gedanken darüber, wie man es zumindest grob vermeiden könnte, daß Staub etc. in die Vertiefungen der Lager/das Fett gelangt und die Reibung wieder vergößert. Den gehärteten Wellen wird das nicht so allzu viel ausmachen, aber die Lager sind da schon recht anfällig, denke ich.


    Eingebaut habe ich da noch nichts, momentan produziert mein Holzkumpel die Plastikteile für eine komplett neue X-Achse (Originalteile des CTC vorerst). Die originale X-Achse (wobei die anscheinend auch nicht mehr wirklich original ist) behalte ich als Notfall-Lösung, falls es mit der Neuen irgendwelchen Ärger gibt.


    Übrigens: Ja, die Wellen der X-Achse haben 370mm Länge.


    Keine Ursache ;)


    Ein Hinweis noch für diejenigen, die sich neue Teile für die X-Achse drucken wollen: solltet Ihr Cura dafür nutzen, achtet auf die Orientierung der Teile auf dem Druckbett. Die Stützstrukturen werden von Cura (zumindest hier bei mir) in Y-Richtung angelegt.


    Wenn man die Lage der Teile wie in der Datei vorgegeben beibehält, semmelt die Düse bei Verfahrbewegungen in X/Y-Richtung (diagonal) durch eine Art "Plastik-Panzersperre", eine lange Reihe fast-quer stehender Stützstrukturen. Da bleibt die Düse irgendwann drin hängen und man hat Schrittverluste.


    Die Halter der Lager sollten in X-Richtung zeigen bzw. die langen Öffnungen im Teil in Y-Richtung verlaufen, dann gibt es kaum noch Ärger damit.

  • whose die Wellen, auf X und Y Achse, sehen schon arg aus, div. schwarze "Punkte", eigentlich kleine Loecher - und ich habe gemerkt, dort wo die LM8UU quitschten, auch am Anfang meine ausgedruckten Lager Muehe hatten, d.h. wahrscheinlich unrund dort sind (schwer zu messen). Als ich die Lager erstmal testete, da rieb das Lager sich auf der Welle stark, die Welle wurde warm bis heiss (mehr als 50C), ich hatte nicht die Geduld so das Mass abzutragen bis es gut lief, sondern nahm den Bohrer. Die gedruckten Lager haben groessere Flaechen, die nun aufliegen - ich ueberlege mir gerade, dass die Z Banding / Rillen auch auf meine damaligen Lager auswirkte (obwohl alles ander gut angepasst war) und ich darum auch ziemlich bohren musste damit es passte, also all die Rillen innen ausgleichen musste, und so sich die Flaeche der Auflage auf die Welle unnoetig vergroessert hat . . . ich sollte vielleicht nochmals die Lager drucken, jetzt wo das Z Banding fast verschwunden ist, und schauen wie weit ich noch aufbohren muss. Eben, ich denke "Stick-Slip" hat eher mit der Flaeche als mit dem Schmutz/Staub zu tun, bzw. die vergroesste Auflageflaeche dann auch die Unebenheiten der Wellen noch staerker Einfluss nehmen, usw. wie gesagt, nach Fetten oder 10-20 Min Drucken hoehr ich kein Stick-Slip mehr.

  • Ah, hast also noch die originalen Wellen drin... nachdem ich mit den diversen Versuchslagern merkte, daß meine Wellen Wellen haben, werde ich neue Wellen dafür nehmen.


    Da für die Sinterbronze-Lager auf jeden Fall neue Wellen für die Y-Achse fällig waren, schaden neue für die X-Achse auch nicht. Die kosten nicht die Welt, meist ist der Versand teurer als die Wellen selbst. Die Qualität der neuen Wellen stimmt auch und die Versuchslager laufen glatt darauf.


    Sobald etwas Zeit über ist, baue ich die X-Achse neu und dann schaue ich mal, wie sich die "Heimwerker-Igus" so schlagen^^