CTC zieht kein Filament ein

  • Super. Danke für die Unterstützung. Die Motivation ist zurück!

    Cura läuft übrigens nachdem ich die Grafiktreiber aktualisiert habe.


    Ich habe allerdings keinen Treiber für den Drucker. Automatisch findet Windows nix und auf der CD war auch nix dabei. Also per Usb kann ich da nix machen.

  • Tja, und da bist Du schon beim nächsten Problem.

    So ohne weiteres kannst Du den Drucker über USB nicht ansprechen. Es gibt zwar einen USB-Anschluss am Motherboard, dieser ist so aber noch nicht funktionsfähig, da das Board über keinen bootloader (die Software, die USB versteht) verfügt.

    Diesen musst Du dem Motherboard erst "einimpfen". Dazu benötigst Du einen USB-ASP und die Arduino-IDE. Das Vorgehen, und was Du benötigst ist hier im Forum an verschiedenen Stellen sehr gut beschrieben.
    Das klingt zunächst vielleicht sehr verwirrend, ist aber einfacher und schneller erledigt als vorher gedacht. Selbst ich habe das hinbekommen.

    Erst danach kannst Du Deinen Drucker über den Laptop ansprechen.


    Ernst

  • Nun der Bootlader ist nur zum Ändern der Firmware notwendig.


    Für die USB-Funktionalität mit Cura, Repetier, Pronterface/Printrun , slic3r oder Simplify3d

    ist der Bootlader nicht nötig.


    Cura bringt den Treiber für die USB-Com-Port Simulation direkt mit.

    In den CuraVersionen seit 2.3 sollte der Drucker auch automatisch gefunden werden.


    Kurze Übersicht wie es über USB aussehen kann:

    USB-Funktionalität beim DiY - wie gut klappt das ?!

  • Okay.

    Bei mir war es aber tatsächlich so, dass ich meinen Laptop erst nach impfen des Bootloaders mit dem Drucker verbinden konnte, Obwohl hier im Forum immer gesagt wurde, dass der nicht notwendig sei.

    Bei mir war eine Kommunikation ohne Bootloader also nicht möglich, und wie es scheint geht es auch anderen ebenso.

    Was haben wir denn verkehrt gemacht (gutes USB-Kabel wurde genommen - erst den Drucker einschalten - dann verbinden wurde auch beherzigt)?

    Lag das vielleicht auch an der alten Firmware? Ich habe im gleichen Zug auch die Marlin Firmware aufgespielt, die ja doch einige Vorteile gegenüber der originären Firmware hat.

  • Die Baudrate ist wichtig.

    Die kann man im Gerätemanager ändern und es mehrmals mit unterschiedlicher Baudrate probieren.

    Bei altem Cura, Pronterface, Repetierhost und Simplify3d muß die Baudrate auch im Programm richtig eingestellt sein. Bzw. wenn eine Option für die Auswahl des Com-Port vorhanden ist muß man auch diese richtig einstellen.


    Die Auto-Detekt-Treiber vom neuen Cura klappen meistens , aber leider nicht immer zuverlässig. Darum dann im Gerätemanager einstellen.


    Fürs ANET-MainBoard (nicht GT2560/2560) gibts diese Anleitung für die CH340 USB-Schnittstelle auf dem Board:

    https://plastikjunkies.de/druc…usb-anschliessen-treiber/


    Diesen Treiber habe ich zB fürs Flashen mit dem UNO Board genutzt. bei mir Com 5.

    Auf Com 4 ist bei mir der FTDI-Treiber für altes Cura und Pronterface/Printrun.

    Auf Com 3 Cura's neuer Treiber.

    https://ctc-forum.de/forum/wcf…nt/1760-com-port-usb-jpg/

  • wenn ich das verlinkte cura druckerprofil verwende, also quasi nur starten dann läuft das oder? Dann muss ich nur eine datei öffnen, in der mitte plazieren und auf slice drücken...und dann diese datei auf meiner sd karte speichern. Korrekt?


    Und die sache mit dem usb kabel..könnte es nicht sein dass bei mir der Port schon funktioniert? Windows sucht ja nach dem drucker einschalten nach einem Treiber. Welchen verwende ich denn nun für Windows? Unter cura wird kein drucker angezeigt.

  • du kannst auch den verlinken von http://www.ftdichip.com/FTDrivers.htm nehmen, aber normalerweise hat Cura den eigenen schon mit installiert, wenn nicht bedingt durch deine Fehlermeldung bei der Installation von Cura es abgebrochen ist.

    Ansonsten mal Cura deinstallieren und neu installieren als Admin. möglichst ohne Fehlermeldungen.


    Wo man das Cura Profil hier aus dem Downloadbereuch hinkopieren soll, steht in der Beschreibung dazu.

    In Cura muß man den Drucker dann als DruckerProfil natürlich noch auswählen.


    In Cura gibts noch viel einzustellen, daß mußt du aber dann ausprobieren wenn du soweit bist, und dein Drucker erstmal überhaupt was druckt.

    Aus Cura dann als gcode auf die SD-Card speichern ist richtig.

  • Geschafft!!!

    Danke polygoner und Ernst!


    Jetzt habe ich lediglich das CTC Cura Profil verwendet. Ohne irgendwelche Einstellungen. Der Druck sieht in der oberen Hälfte wirklich gut aus finde ich. In der unteren Häfte allerdings "puckelig und lückenhaft"


    Wie kann ich das noch beheben?

    Oben:


    Unten:


  • Hi, Glückwunsch zur "Inbetriebnahme".

    Mess doch mal alle Seiten des Würfels nach. Die sollten genau 2cm sein, und die Kanten gleichmäßig. Schlecht auf Deinen Fotos zu erkennen.

    Abweichungen über einen Millimeter, Schrägen, Beulen oder Dellen muss auf den Grund gegangen werden. Da fängt dann das Kalibrieren an.


    Ernst

  • Alles gleichmäßig und jede Seite genau 1,9 cm.


    Nur eben die Kanten unten nicht. Kann man doch gut erkennen. "1" oben und dort die Kanten sehen super aus.


    Auf dem zweiten Bild kann man auch erkennen, dass (die "6" war ja unten) die ersten paar Schichten fehlerfrei waren, dann kamen die aussetzer an den Kanten und dann ging es fehlerfrei weiter.

  • Gratulation fürs Durchhalten ;-)

    Nun bist du schon fast da, wo du bei einen fertig-Drucker auch stehen würdest.



    Beim Drucken sollte Unten immer die meiste Fläche sein, ansonsten Hilfsstrukturen benutzen wie zB Brim.

    Dein Würfel hat schräge bzw abgerundete Kanten, dadurch beginnt der Druck ab der zweiten Schichten in der Luft, da die zweite Schicht ja größer als die erste ist.

    Mindestens Brim hätte ich genommen. Bei mehr und größeren Überhang auch Stützstrukturen ('vom Druckbettaus')

    Das sind die Dinge die du je nach Objekt und Art deiner Platzierung auf dem Druckbett selbst ausprobieren, entscheiden und einstellen mußt.

    Die Slicer wie Cura haben alle auch eine Modus wo das fertig geslicte Model angezeigt wird. Da erkennt man nach dem Slicen und noch vor dem Drucken schon, was nicht so optimal werden könnte und paßt dann die Einstellungen so an, daß die Wahrscheinlich für einen guten Druck am besten wird.

    In den Programmeinstellungen von Cura lassen sich 100 Optionen anzeigen, um den Druckvorgang so gut wie möglich zu optimieren.

    Vieles davon sind dann eigene Erfahrungswerte, die durch das benutzte Material und den eigenen Drucker bei jedem etwas unterschiedlich sind. Die Druckerbauteile haben bei alle unterschiedliche Toleranzen.


    Wenn du in Cura mit dem Mousezeiger über die Optionen gehst, kommt ein Dialog welcher dir in Deutsch erklärt was die Einstellung tut, und teilweise auch wann man die anschalten oder ändern sollte.


    Hier paar Typische Fehler die auf dich noch zukommen können und deren Lösung:

    https://www.freeform4u.de/3d-d…aftet-nicht-auf-druckbett

    https://www.just3dp.com/blog/p…d-druck-und-ihre-loesung/

    https://www.simplify3d.com/sup…-quality-troubleshooting/

  • Ok...dann werd ich mich mal mit den Programmeinstellungen beschäftigen.


    Noch eine Frage. Der Metallblock sitzt nicht fest und man kann quasi das Erhitzerding bewegen. Die Düse bleibt zwar an ihrem Punkt, dreht sich aber mit wenn man alles bewegt. Kriegt man den Block irgendwie fest? Ich seh da keine Schraube an dem ich ihn lösen oder festziehen könnte.



  • Unten wo die Düse reingeschraubt ist, das ist der Heatblock.

    Dort ist die Heizpatrone eingesteckt. Die Patrone läßt sich mit einer Madenschraube festziehen.

    Die Düse ist das Goldene die muß fest sein, sonst läuft dir das Filamant in der Düse daneben und es druck nicht mehr. Siehe dazu Videoanleitung hier im Videobereich.

    HeatBreak oder auch einfach Throat genannt, ist mit Gewinde in den Heizblock geschraubt.

    Der Block oben ist der Coolblock dort ist der Throat mit mit einer Madenschrauben drin befestigt (beim CTC, bei anderen Drucker auch dort mit Gewinde)

    Der Coolblock ist normal von Unten mit einer Schraube fixiert.


    Deine Extrudermechanik funktioniert zwar gerade, aber der Spalt in diesem Extruder weißt darauf hin, daß es nicht richtig zusammengesetzt ist.

    Die Extrudermechanik schon erstmal ordentlich zusammensetzen und zusammendrücken,

    dann aber nicht zu fest zum Motor hin festziehen.

  • Hm, als ich letztens den Coolblock entfernt habe, war der auch bei mir nicht verschraubt. Daß da unten ne Schraube reingehört war meine Interpretation, da ich dachte ich hätte die Schraube mal selber vergessen reinzudrehen.

    Es kann aber gut sein, daß CTC da schon von Haus aus spart.


    Die Throat bei anderen Drucker haben Gewinde bis oben. Befestigt wird Coolblock oder Extruder dann mit einer Mutter von unten auf dem Throat gegen den Haltewinkel.

  • Du bist ja mutig, solange ich noch unzufrieden war und noch Einstellungen zutätigen sind, hab ich max 2-3 Stunden drucken lassen.


    Letztens hatte ich einen 9 Stunden Druck, der größtenteils unbeaufsichtigt lief.

    Nach 8 Stunden sah's noch gut aus, nach 9 Stunden lag der Heizblock mit Throat auf dem Druckbett,

    Das Ding hatte sich gelöst und war quer über die Druckobjekte gezogen worden. ( Madenschraube im CoolBlock ist ausgenuckelt und hatte sich gelöst )

    Der Druck war aber wegen >Drucktemperatur nicht erreicht< was zum Glück in den neueren Firmware wohl regelmäßig überprüft wird, automatisch abgebrochen worden.

    Da hatte ich wohl Glück. Sonst hätte ich nen Feuerlöscher gebraucht.

    Um den HeizBlock war ein großer Klumpen PLA.


    Jetzt ist ein verschraubter Throat drin.


    Empfehlung:

    beim nächsten Auseinanderbauen,

    am Throat in der Höhe der Madenschraube eine kleine Kante reinfeilen,

    damit die Madenschraube sicherer greifen kann.

  • hat leider auch nicht so funktioniert, wie ich mir das erhofft hatte. Ich hatte den druck angeschmissen, war dann ca. 1 Stunde nicht dabei und hatte erst später gesehen dass das Filament mit einem Kabel im konflikt stand...dadurch hat alles etwas geruckelt, falsch gedruckt usw. Ich hab den druck dann abgebrochen und neu gestartet. Ich hätte aber vermutlich schon an diesem Punkt das Board neu leveln sollen...hab ich aber nicht.


    Nach 2 stunden hab ich wieder nachgesehen und musste feststellen dass nicht alle Seiten auf dem Druckbett gehalten haben und sich 2 ecken leicht nach oben gewölbt hatten. Ich hab aber gedacht, dass ich den Druck trotzdem laufen lasse.

    Heute morgen hatte sich das Ding komplett gelöst und ein Gewirr von Filament hatte sich an der Oberseite gesammelt.


    Ärgerlich...ich denke das hat wohl mit der fehlenden Neuausrichtung zu tun...oder kanns auch daran liegen dass ich den druck von 0.1 mm auf 0.2 gestellt habe?


  • Verschiedene Materialien sind auch verschieden bei der Schrumpfung. Bei der Shrumpfung verbiegen sich die Layer.

    Selbst bei selben Hersteller selbes Material nur andere Farben können sich ganz anders verhalten.

    Meist brauch jedes Material eine eigene Einstellung. Wenn auch nur kleine Unterschiede.


    Darum zu Anfang besser Kleinteile drucken. entweder speziell zur Überprüfung oder eben Teile wo es nicht drauf ankommt weil auch in unbefriedigender Qualität nutzbar.

    Aus den den Fehlschlägen muss man lernen und entsprechend was ändern.

    Das wird auch später noch öfter passieren. Ist bei fertig Druckern nicht anders.

    (Manche Druckerhersteller bieten daher für Ihren Drucker nur Materialien in speziellen Cartridge an, um Erstens die Kunden zu binden und Zweites immer selbes Material mit selben Eigenschaften zum Drucken sicher zustellen)


    Solange du nicht sicher bist wie gut es funktioniert, druck erstmal immer mit Raft oder Brim.

    Dabei wird die Haltefläche unten am Objekt vergrößert. Das hilft meist gut.

    Wenn sich dann unten anfängt was hochzuwölben und man das Objekt noch retten möchte, hab ich einfach wärend des Druckens noch mit starken Klebeband an den kritischen Stellen am Brim fixiert.


    Brim, Raft



    Wie groß dein Steinhaufen genau ist sieht man schlecht,

    aber es scheint schon sehr weit hoch gebogen. Vermutlich sind da auch noch Einstellungen für das grüne Material zu ändern.


    Oben scheint dann der Filamanttransport auch nachgelassen zuhaben.

    Also auch noch Extruderproblem.