Elektrowerkzeug muss man auf die Marke achten?

  • Guten Abend Leute,


    also ich habe mich schon jetzt häufiger mit Bekannten und Freunden darüber unterhalten, ob

    es eigentlich wirklich sinnvoll ist Elektrowerkzeug unbedingt von einer "guten" Marke zu kaufen,

    weil am Ende doch alles eh das gleiche ist, wie seht ihr das so?

  • Kommt immer darauf an, was Du damit machen willst und wie oft Du es benötigst - ist zumindest meine Meinung. Ich habe z.B. mit billigen Werkzeug gute und mit teuren Werkzeug auch schon schlechte Erfahrungen gemacht.


    Der Hobbyschrauber, der alle paar Wochen mal eine Schraube reindreht, ein Loch bohrt oder eine Latte durchsägt, benötigt nach meiner Erfahrung nicht unbedingt teures Elektrowerkzeug. Dann muss man natürlich die Entscheidung treffen, ob mit Kabel oder Akku.


    Beispiel: Mit einem Akkuschrauber der Billigmarke Alphatools aus dem Bauhaus (29,99 € + 19,99 € für zweiten Akku) habe ich ohne Probleme hintereinanderweg mehrere Tausend Schrauben beim Bau der Gartenlaube reingedreht. Akku leer, Akku gewechselt, den Anderen an die Ladestation und weiter ging es. Das ist jetzt schon ein paar Jahre her und das Billigteil funktioniert heute noch.


    Dann haben Verwandte mir etwas Gutes tun wollen und mir einen Bosch Akkuschrauber (grün) geschenkt. Hmm, das Teil hat nach kurzer Zeit seinen Geist aufgegeben und der Akku war auch Schrott.


    Im Endeffekt habe ich Elektrogeräte gemischt, aber da ich sie nicht täglich nutze, überwiegend Billigprodukte, die für die gelegenliche Verwendung mir völlig ausreichen.


    Da kristallisiert sich tatsächlich heraus, dass die meisten Geräte von Lidl stammen und noch Kabel haben: Säbelsäge, Bandschleifmaschine, Stichsäge, Lötstation, Bohrhammer und Schleifmaschine für Meißel und Bohrer.


    Dann von Einhell einen Winkelschleifer, Schlagbohrmaschine und kleinen Akkuschrauber von Aldi.


    Minikreissäge und Multifunktionswerkzeug von Dremel und Multitool von einem chinesischen NoName-Versender.


    Dazu noch ein paar Bosch-Geräte (grün und blau), die man so im Laufe der Zeit geschenkt bekommen hat. Darunter aus der blauen Serie eine LED-Arbeitsleuchte und aus der grünen Linie Minischrauber usw.


    Wie schon gesagt: Für mich als Wenignutzer sind die "NoName"-Produkte mehr als ausreichend und ich habe da noch keine schlechten Erfahrungen mit gemacht.


    Für den Profi, der die Geräte jeden Tag vielleicht auch beruflich einsetzt, sind natürlich die Professionell-Serien von Bosch, Makita usw. bedingungslos zu empfehlen, da sie mehr Leistung bieten und für den Dauereinsatz ausgelegt sind. Da haben sie natürlich auch den entsprechend hohen Preis, der sich - nach meiner Meinung - für den Amateur nicht rechnet.

    .::. CTC - Combat Tournament Center - Es ist immer ein Kampf mit dem Teil .::.


    3D-Drucker:

    CTC Bizer Dual mit MKS-Rumbaboard/3,2" TFT • CTC Bizer Dual Original Mighty Board

    CTC I3 DIY (2 Stück)
    TEVO Black Widow mit BL-Touch

    ANYCUBIC 4Max


    Lasergravierer (Standalonegerät max. Graviergröße 100x100mm)

    Lasergravierer 15 Watt und Mini-CNC-Fräse (max. Arbeitsfläche 200 x 300 mm)

    Folienplotter 375 mm

    Airbrushpistolen von Harder&Steenbeck (Muss ja ein wenig Farbe an die Drucke)

  • So sehe ich es auch, es kommt immer sehr drauf an, wie oft und wie viel man im Endeffekt das Werkzeug braucht - aber im Grunde würde ich mir so auch nicht einfach einen Akkuschrauber für unter 30,00€ kaufen, das kann.

  • Ist ja ungefähr das, was ich auch meinte. Aber bezüglich Garantie und Service bin da garnicht mit dem Artikel einer Meinung. Wenn mir nach einiger Zeit so ein Dreißig-Euro-Teil kaputt geht, ok, dann soll es so sein. Dann ärger ich mich nicht und weg damit. Da laufe ich nicht irgendeiner Garantie oder Reparatur-Service hinterher. Bei teuren Geräten ist es schon etwas anderes, denn wenn man richtig Geld auf den Tisch legt und so ein Teil gibt den Geist auf, dann würde ich mich schon ärgern und versuchen, Service zu bekommen.


    Nur dann spielen wieder die Garantie- und Gewährleistungenbedingungen mit herein, wo der Gesetzgeber klare Vorstellungen hat. Dein Verkäufer braucht sich davon nichts annehmen und ist durchaus berechtigt, dich an den Hersteller zu verweisen. Wenn ich dann daran denke: Stundenlanges Herumhängen in Telefonschleifen des Herstellers, einschicken des Gerätes an den Hersteller, Wartezeit bis es zurück ist (kann durchaus einige Wochen dauern) usw.


    Ds ist mir, ehrlich gesagt, zu aufwendig und zeitintensiv. Kulante Händler können helfen, müssen es aber halt nicht. Kenne beide Seiten zur Genüge...


    Daher ist meine Rechnung ganz einfach: Ich - Hobbyanwender, der die Geräte nicht so oft braucht, kauft statt eines 200-Euro-Gerätes ein 30-Euro-Gerät. 2 Jahre Garantie immer vorhanden (Bei Reparatur oder Austausch des Gerätes fängt die Garantie übrigens nicht von neuem an, sondert endet auch nach den zwei Jahren ab Kauf. Ausnahme ist nur das ersetzte Einzelteil.). Nach einem Jahr geht das teure Gerät kaputt und wird repariert ohne Garantierverlängerung. Nach Ablauf der Garantie der nächste Defekt und du kannst das Teil entsorgen, da keine Garantie mehr vorhanden. Bei der ersten Reparatur viel Aufwnd und Zeit geopfert und trotzdem nach zwei oder drei Jahren nur noch Schrott in der Hand. Beim Dreißig-Euro-Teil geht es auch nach einem Jahr in den Müll und ich kann mir trotzdem noch 5 neue Geräte kaufen und habe noch nicht mal den Preis des teuren Gerätes erreicht.


    Wenn jedes dieser Geräte nur die zwei Jahre Garantie durchhält, habe ich zwölf Jahre was davon und immer noch zwanzig Euro weniger bezahlt als bei nur einem teuren Gerät.

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  • Es kommt eben drauf an was man mit den Geräten macht. Ein Handwerker der auf seine Bohrmaschine 8h am Tag, 5 Tage die Woche angewiesen ist kommt mit einem Billiggerät nicht klar.

    Und zu Hause? Ist man ambitionierter Bohrer oder eher ab und zu.

    Meistens braucht man eine Bohrmaschine doch nur wenn man umgezogen ist, knallt die Regale an die Wände und die Lampen unter die Decke. Dann wandert das Ding in die Werkzeugkiste.

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  • Ja, einerseits kommt es schon darauf an was man damit machen will und ob einen die Qualität die man mit dem Werkzeug erreichen will genügt.

    Als Beispiel habe ich eine Akku Oberfräse von Lidl. Kosten mit Akku und Ladegerät ca 60 Euro. Von der Leistung her ist das Gerät eigentlich nicht als Fräse zu gebrauchen. Zum Kantenfräsen gehts eventuell noch. Letztendlich hat jetzt nach dem vierten Fräserwechsel die Wellenarretierung aufgegeben. Ist für mich auch schon recht ärgerlich, da Rennerei wegen Garantie und Umtausch. Letztendlich habe ich dann wieder eine schlechte Fräse. Der Gebrauchswert geht damit für mich gegen 0.

    Für ca. 40 € mehr bekommt man eine brauchbare Fräse vom Markenhersteller.


    Was ich damit sagen will, das es auch sehr auf das Gerät selber ankommt. Alles was präzise oder sicher sein soll, da würde ich abwägen ob es ein billig Gerät sein kann. Muss ja auch nicht zwingend ein Profi-Gerät sein. Informationsquellen gibt es ja genug um sich schlau zu machen.


    Im Gegenzug habe ich einen günstigen Akku Bohrhammer und einige Gartengeräte die ihre Arbeit zuverlässig und gut tun.

  • Man sollte wohl schon auf die Marke schauen, denn es gibt wirklich grottenschleches Zeug.

    Schlechte Erfahrungen hab ich persönlich schon mit ner HeußluftPistole von Mannesman gemacht, da verzog sich alles bei der zweiten Benutzung.

    Mit ElektroGeräten von Kraft hatte ich bisher auch nicht viel Glück. Sehr ungenaues Arbeiten und eher schlechte ArbeitsErgebnisse. ( zb mit Handkreissäge ).


    Mit Bosch war ich meist zufrieden.

    Aber zb beim Bosch AkkuWinkelSchleifer kann man mit nem 2A Akku nicht viel anfangen.

    Da brauchts eben auch den entsprechend starken Akku.

    ... sonst läßt sich damit nicht mal Hornhaut abschmirgeln....

    - mit CTC A6 Pro B zwischen Säge, Hammer und BohrMaschine -

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