Anfängerprobleme mit CTC DIY I3-Printer

  • Hallo zusammen.

    Ich habe mir einen 3D-Drucker zum selberbauen gekauft und habe so meine Probleme mit der Inbetriebnahme.

    Das ist der CTC DIY I3-Printer mit einem Holzrahmen.

    Den Zusammenbau habe ich hinbekommen und habe die X,Y und Z-Achse mit den Druckknöpfen über Prepare und Move axis bewegen können.

    Bei dem Kabel des X-Motors waren zwei Adern vertauscht, weshalb der Motor in die falsche Richtung drehte.

    An den Entsprechenden Endschaltern stoppten die Motoren.

    Dann habe ich mich dazu entschlossen, die mitgelieferte Cura-Software 15.04.3 zu installieren und den Drucker per USB-Kabel anzuschließen.

    Eine Treibersoftware für den Drucker konnte ich über die mitgelieferte CD nicht installieren. Ein USB-Treiber war von meinem 3D-Druckervorgänger Renkforce RF100 installiert.


    Im Expertenmodus habe ich dann den Drucktisch-Ausrichtungsassistenten aufgerufen und konnte auch den ersten Punkt vorne links anfahren.

    Dabei stellte ich fest, das die Druckerdüse ausserhalb des Druckertisches positioniert ist. die anderen Punkte waren alle innerhalb des Druckertisches.


    Bei der Druckkopftemperatur wurden unterschiedliche Temperaturen angezeigt,

    z.B.: Druckerdisplay = 205°C, Cura = 210°C


    Beim Laden einer Beispieldatei der mitgelieferten CD und anschließendem Druckversuch wurde eine Temperatur von 205°C erreicht (Cura-Einstellung 210°C) jedoch blieb die Drucktischtemperatung auf 0°C und der Druck am Drucker nicht gestartet.


    Habe ich möglicherweise einen falschen Druckertreiber und wenn ja, wie bekomme ich den richtigen (von der mitgelieferten CD?) installiert?


    Die Gewindestangen für die Z-Motoren enden oben in einem zu großen Loch.

    Dadurch kann der Druckkopf bei Bewegung der Z-Achse wackeln.

    Wirkt sich das auf die Genauigkeit / Druckqualität aus?


    Ich habe hier 4 Bilder hochgeladen:


    Mein zusammengebauter Drucker, von vorne


    Druckdüse ausserhalb des Druckbereichts


    Endschalter hinten


    Gewindestangen oben in einem zu großen Loch



    Ich würde mit über hilfreiche Antworten zu meinen Problemen freuen und sage schon mal Danke.


    Nachtrag: Ich arbeite mit Windows 10 Home.

  • Hallo,


    die Cura Version von der CD habe ich nicht verwendet. Ich habe die Version Ultimaker Cura 4.7. Treiber habe ich USB-Serial CH340.


    Ja, die nicht vorhandene Lagerung der Spindeln oben wirkt sich letztendlich auf die Druckqualität aus.

    Dazu gibt es aber etliche Verbesserungsvorschläge.

    Aber selbst in der Originalkonfiguration macht der Drucker erstmal ganz brauchbare Druckergebnisse.



  • Im Prinzip gibts da keinen speziellen Druckertreiber,

    nur den Treiber für die USB SerialSimulation zum Atmega Board.

    Was bei dir vermutlich einem rotem Anet Board entspricht ?!?


    Den Rest Konfiguriert man in der SlicerSoftware, damit MainboardConfig und

    SoftwareAnsteuerung sich richtig verstehen.

    Beheizbares Druckbett sollte in Cura also angewählt sein.


    Wenn du ein halbwegs aktuelles Windows nutzt, dann nimm lieber ein aktuelleres Cura als Download von Ultimaker.

    Das alte Cura kannst du aber parallel benutzen und auch drauf lassen wenn nötig.


    Leuchtet dein Heizbett ? Meist ist da eine LED am Anschluß verbaut...

    Kabel des HeizbettAnschluß ist richtig drin ? Richtige Polung angeschlossen ?

  • Danke für die Antworten. :thumbup:


    Als USB-Treiber habe ich auch den CH340 installiert und gerade mal ein Update gemacht.


    Das Heizbett habe ich in der Cura-Software auf 0°C gestellt. Dann startete auch ein Druck.

    Am Drucker-Motherboard blinkt über dem Heizbettanschluß eine rote LED.

    Was mich etwas stört ist, das die Heizbett-Temperatur am Display 0°C anzeigt, was bei 20°C Zimmertemperatur eigentlich nicht sein kann.

    Ich werde wohl mal in dieser Richtung auf Fehlersuche gehen und später hier berichten.


    Gruß Gucky.

  • Den TemperaturSensor am Mainboard richtig angeschlossen ?


    Druckt der Drucker direkt über SDCard OHNE USB richtig ?

    Am Drucker direkt kannst du auch vorheizen. Zeigt der Drucker selbst die richtige Temperatur am Heizbett an ?


    Wenns am HB blinkt wird er auch heizen, kannst ja mit der Handfläche testen.


    Dann wirds der TemperatrurSensor sein. Falschrum angeschlossen ? am falschen Anschluß angesteckt ?

    Kabel am Stecker oder am Sensor locker ?


    Andere Gründe:

    Sensor kaputt oder

    falscher/anderer Sensor verbaut als in der Druckerfirmware hinterlegt...

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  • Ja, die nicht vorhandene Lagerung der Spindeln oben wirkt sich letztendlich auf die Druckqualität aus.

    Die müssen oben nicht gelagert sein, das kann man eigentlich nur machen, wenn die Spindeln absolut gerade sind. So ist es besser als wenn alles klemmt.

    Die z-Achse bewegt sich ja nur ganz langsam.

    Wichtiger ist die Führung, und wenn ich mir da diese dünnwandigen Röhrchen ansehe,

    die Bausätze werden immer grottiger, ich würde mir keinen mehr kaufen. (Da, war meiner ja noch ein Schmuckstück). Die würde ich auf jeden Fall tauschen.
    https://shop.bohrers.de/praezisionswelle-8mm-380mm-lang.html

    Oder auf die passende Länge schneiden lassen.

  • Ich habe mal etwas gemessen und probiert:

    Der Widerstand des Heizbettes beträgt ca. 2 Ohm, der zugehörige Fühler ist nicht messbar.

    Der Widerstand des Temperaturfühler am Druckkopf beträgt >100kOhm


    Ich habe den Temperaturfühler des Druckkopfes am Motherboard mal auf den Anschluss des Heizbettes gesteckt.

    Die Anzeige des Heizbettes zeigte nun ca. 20°C an, also stimmt etwas mit dem Temperaturfühler des Heizbettes nicht.

    Ich gehe mal davon aus. das es sich bei dem Fühler um einen PTC-Widerstand handelt, bei dem keine Polarität beachtet werden muß.





  • Die müssen oben nicht gelagert sein, das kann man eigentlich nur machen, wenn die Spindeln absolut gerade sind. So ist es besser als wenn alles klemmt.

    Die z-Achse bewegt sich ja nur ganz langsam.

    Wichtiger ist die Führung, und wenn ich mir da diese dünnwandigen Röhrchen ansehe,

    die Bausätze werden immer grottiger, ich würde mir keinen mehr kaufen. (Da, war meiner ja noch ein Schmuckstück). Die würde ich auf jeden Fall tauschen.
    https://shop.bohrers.de/praezisionswelle-8mm-380mm-lang.html

    Oder auf die passende Länge schneiden lassen.

    Das stimmt allerdings. Meine Spindeln waren ziemlich verbogen, da hätte es bei größeren Objekten Probleme gegeben wenn die oben fest gelagert sind. Inzwischen habe ich die gegen gerade Trapezspindeln getauscht und oben Kugelgelagert. Unten die Schlauchverbindungen gegen flexible Verbindungen aus Metall getauscht. Das Druckergebnis hat sich wesentlich verbessert und die Z-Achse fährt sauber bis oben durch. Die Führungen der Z-Achse, ja das wäre auch noch ein Thema.

    Als ich den Bausatz bekommen habe war bei mir auch der Temperaturfühler, allerdings vom Heizblock defekt. Der Händler hat mir den Kauf eines neuen Hotend erstattet.

    Vom ursprünglichen Bausatz bleibt immer weniger übrig. Ist halt ein Bastelsatz und mir machts Spaß.


    Aber auch in der ursprünglichen Konfiguration druckt das Ding.


    Wird dein Heizbett denn warm. Eventuell lässt sich der Fühler ja tauschen.

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  • Ein Draht des Temperaturfühlers war unterm Heizbett abgerissen.

    Nachdem ich das gelötet hatte, wurde auch im Display die Heizbett-Temperatur angezeigt und die Platte wurde auch warm.

    Nachdem ich dann den Drucker eingerichtet hatte und einen Testdruck machte, bekam ich in der Mitte des Drucktisches keinen anständigen Druck hin, weil dort das Druckmedium (PLA) nicht richtig auflag.

    Ich habe dann festgestellt, das die Druckplatte nicht plan ist, sondern in der Mitte eine Wölbung hat.

    Das kann doch nicht normal sein, oder was meint ihr?

    Auf den Fotos sieht man, das das Lineal links und rechts aufliegen und in der Mitte eine Wölbung zu erkennen ist.


    Ich habe dann auch den Lieferanten angeschrieben und warte noch auf Antwort.




  • Habe gerade folgende Antwort bekommen und bin als Anfänger etwas ratlos :


    Stellen Sie die vier Muttern am Boden der Heizplattform ein.

    Die horizontale Mutter kann den Druckkopf nur in einen relativ ausgeglichenen Zustand bringen.

    Wenn der Drucker die erste Schicht druckt, findet er automatisch eine Ebene unten. Der parallele Abstand zwischen Druckplattform und Düsen ist nur relativ parallel, nicht absolut parallel.

    Der kleine Fehler, der angezeigt wird, besteht darin, dass der Drucker die Datei beim Drucken von selbst überschreibt und ignoriert werden kann.

    Wenn Sie möchten, können Sie versuchen, das Heizbett auszutauschen. Wir erstatten die Anschaffungskosten

    Ich hoffe, Ihre Meinung zu hören


    Dankeschön‌‌‍‌‌‍‍‌‌‌‌‍‍‍‌‌‌‌‍‌‌‍‍‍‌‍‍‌‌‍‍‍‍‍‌‌‍‌‌‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‌

  • Super, dass du den Fehler finden und reparieren konntest.

    Mit dem Druckbett habe ich genau dasselbe Problem. Das Heizbett ist eher eine Schüssel. Bei den ersten Drucken habe ich den Abstand zur Düse dann eher in der Mitte des Heizbettes eingestellt.

    Wie sc44 schrieb werden die Bausätze wohl immer grottiger.

    Ich habe mir eine passende Glasplatte mit Haftbeschichtung gekauft. Die gleicht die Unebenheit super aus und wird durch Klammern am Rand gehalten. Bin von der Platte recht begeistert da auch ABS ohne Klebeband gut darauf haftet.

    Wenn Sie es anbieten, lass dir doch die Kosten für das Heizbett erstatteten.

    Inzwischen bastele ich auch schon 3 Wochen an meinem Drucker umher und habe jetzt, für meine aktuellen Ansprüche, recht vernünftige Drucke. Bei den Bausätzen ist eben der Weg das Ziel. O.k. die Grundlage könnte doch etwas besser sein.

    Wie ist es bei deinem Drucker mit dem Endschalter an der Y-Achse? Bei mir hat das Druckbett bereits mechanisch blockiert bevor der Endschalter überhaupt erreicht war. Hier hat man leider nicht die Möglichkeit etwas einzustellen. Hab dann erstmal die Zunge vom Schalter etwas nach vorn gebogen, damit dieser auslöst. Will das aber noch mal abändern, da nur eine schnelle Notlösung.

  • hey gucky, falls dein druck nicht so groß ist kannst du für den anfang auch ein negatives offset eingeben, wenn du in der mitte druckst. die glasplatte ist auf jedenfall eine gute idee. auch den drucker vor dem druck aufzuheizen sollte von vorteil sein, dann hat das hb ein bissl zeit sich auszudehnen.

    man sollte sowieso den drucker im beheizten zustand calibrieren.

    ich selber drucke mit raft, zum einen um unebenheiten auszugleichen und zum anderen gefallen mir die spiegelglatten flächen nicht so.

    beim raft druckt er die ersten schichten dicker und dehalb gleicht das die unebenheiten aus. ich hab 2 startschichten und eine deckschicht, darauf druckt er dann das objekt.


    Succubius  

    kannst du mal bitte ein foto von deinem endschalter hoch laden, da war doch auch was in x richtung, oder ?



    also zum, endschalter in y richtung noch was: ihr koennt da auch am lagerschlitten noch ein kleines klötzchen rankleben, für den anfang. ihr werdet sowieso noch feilen und verbessern, oder gar ein neues gehäuse bauen :D

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  • Hat die Glasplatte eine bestimmte Bezeichnung und wo bekomme ich die her?

    An der Y-Richtung habe ich ein Holzklötzchen drangeklebt, da die Druckdüse in der 0-Position außerhalb des Druckbetts positioniert war.

    Ich bin aber jedoch drauf und dran, den Drucker zurück zu schicken, was sich im Moment als schwierig gestaltet, da der Händler aus dem Ausland kommt, jedoch mit einem deutschen Artikelstandort geworben hat. :cursing:

  • Aktuell sieht das ganze nach 3 Wochen jetzt so aus. Angespornt durch das Foto vom wobblingfreien Druck von OG_Schaf habe ich die Gewindespindeln, Führungsscheinen und Lager der Z-Achse gegen hochwertigere Teile getauscht. Das hat ordentlich was an Druckqualität gebracht. Die Spindeln habe ich jetzt oben kugelgelagert. Beim Druck von größeren Teilen wird sich zeigen, ob das eine gute idee war oder irgendwas klemmt. Die Teile aus der Filebase von Klappersack haben da exakt zum Bausatz gepasst.

    Der original Extruder aus Kunststoff hat nach zwei Wochen das Filament nicht mehr gleichmäßig gefördert, so dass ich Ihn gegen eine einstellbaren aus Alu getauscht habe.

    Heute habe ich dann den Bauteillüfter angebaut, da ich immer mal wieder Probleme beim Druck mit PLA habe.

    Bin gerade am Grübeln und Suchen wie ich diesen sinnvoll anschließe. Gibt es eine Möglichkeit über Marlin den Anschluss des Boardlüfters zu nutzen, zu steuern? Oder parallel zum Extruderlüfter anschließen?

    Anbei mal Fotos wie das ganze jetzt aussieht.

  • Bevor ich mir den Drucker bestellt habe, hab ich einige Beiträge und Videos zum Bausatz angesehen und wusste in etwa was mich da erwartet. Ärgerlich fand ich aber auch die schlechte Qualität des Druckbettes. Durch den defekten Temperatursensor am Hotend habe ich 10 Euro vom Händler wiederbekommen. Letztendlich stellte sich das auch als Kabelbruch heraus den ich löten konnte. Im Endeffekt hat mich der Bausatz in Grundausstattung ca. 60 € gekostet.


    Glasplatte habe ich diese:


    https://www.amazon.de/Geeetech…te&qid=1604075522&sr=8-34

  • Hallo...


    Also den 2ten Lüfter kannst du direkt mit am Board anschließen... Bei fan 2 wenn du son rotes Board hast. Das ist alles schon in der Firmware drin


    Glasplatte: da scheiden sich die Geister :). Die einen schwören auf bosilikat die anderen nehmen sowas wie succubus. Und ich nehme eine stino Glasscheibe ausm Bilderrahmen. Ich hatte mir vor 2 Jahren einfach mal 3 geschnitten und jetzt benutze ich dir dritte.


    Gucky: die Düse sollte auch nicht auf dem HB stehen wenn du gehomed hast. Das offset kannst du entweder in deinem slicer einstellen oder in der Firmware. Mein offset nach dem homing ist in x - 34 und in y - 16 mm. Ist normal und sollte auch so sein damit du die Düse nicht auf das HB drückst beim Filament wechsel


  • Das stimmt definitiv nicht. Die Führung erfolgt ja nicht über die Spindeln. Wenn die Spindeln oben gelagert werden, wird das Druckbild schlechter, weil die Spindeln nicht wirklich gerade sind.
    Hier hilft nur Präzisonsspindeln einzubauen, die dann auch oben gelagert werden können.

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  • Das stimmt definitiv nicht. Die Führung erfolgt ja nicht über die Spindeln. Wenn die Spindeln oben gelagert werden, wird das Druckbild schlechter, weil die Spindeln nicht wirklich gerade sind.
    Hier hilft nur Präzisonsspindeln einzubauen, die dann auch oben gelagert werden können.

    Ja stimmt, habe ich jetzt auch beim Druck höher Teile gemerkt. Irgendwann ist ein leichter Versatz drin. Vermutlich weil es irgendwann einen Haker gibt. Werde das ganze wieder zurück bauen. Die Führungsschienen habe ich gegen bessere ersetzt.

  • Habe auch derbe Probleme in der Y-Richtung gehabt. Der Druckkopf hat sich sehr schwergängig bewegen lassen. Das Problem habe ich nicht lösen können.

    Habe den Drucker auseinandergebaut, eingetütet und mit einer Mängelliste zurückgeschickt.

    Die Rückerstattung habe ich komplett erhalten.

    Was ich mir jetzt für einen Drucker hole, weiß ich noch nicht.

    Danke an alle, die mir geholfen haben.

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