Probleme mit ABL bei i3 Pro B

  • Hallo Community,

    ich bin neu hier im Forum und brauche kompetente Hilfe bei meinem Problem.

    Seit 2016 besitze ich einen CTC Prusa i3 pro B den ich mit ABL erweitert habe. Seit der letzten Wartung habe ich nun Probleme mit dem auto-bedleveling. Habe schon mehrere Versuche der Fehlerbehebung unternommen, mechanisch ist alles in Ordnung, auch funktioniert der kapazitive Sensor (beim Homing). Scheint so als ob sich das Problem (Nozzle fährt bei G29 massiv ins Druckbett) im Firmwarebereich befindet.

    Wer kennt sich da aus und kann mir weiter helfen.


    Grüsse aus der schönen Oberpfalz

  • Moin.

    Was hast du denn beim CTC für eine Heizbetthalterung, dass du ABL benutzen möchtest?

    Allgemein und aus eigener Erfahrung :
    ABL lohnt sich NICHT(!) beim CTC. Warum? Ganz einfach : Das Druckbett ist gar nicht groß genug, dass es sich wirklich lohnt und nötig wäre. ABL ist eben keine(!!!!!!!) Vereinfachung um sich das leveln zu ersparen. Im Gegenteil - es fügt eine massive Komplexitätsschicht extra dazu, wie du grade feststellst. Das liegt zum einen an daran, dass man die Sensoren sehr genau justieren muss und auch genau wissen muss, was man in der FW wie einrichtet .. ABL ist vor allem dazu da, bei Druckern mit großen Druckbett mögliche Unplanheiten auszugleichen. Fürs ABL ist trotzdem gutes manuelles Vorleveln immer noch sehr empfehlenswert - Arbeit sparen tut man sich damit echt nicht.
    Besserer Weg meiner Ansicht nach : Optimiere deine Heizbetthalterung, ersetze die Federn durch billige Silikondämpfer - und schon levelst du nur noch 1x manuell nach dem Düsenwechsel - oder vlt alle halbe Jahr mal.
    Gruß, Olli

    Klickibunti ? Nein Danke. Ich versteh lieber, was ich tu...

  • Hallo Olli,


    danke für die Rückmeldung.

    Ich drucke schon seit ca. 2 Jahren mit ABL ohne Probleme, nur seit dem letzten Düsenwechsel kommt es zu diesen Problemen das der Kopf ins Druckbett fährt.

    Schicke dir mal einige Fotos vom Drucker mit. Die Qualität ist nach ABL auch deutlich besser geworden. Als Druckbett benutze ich Federstahlbleche mit BuildTak, einfach Top im Handling. Hab mehrere davon, 3 Stück mit 0,4 mm und 2 Stück mit 0,6 mm Stärke. Und dann noch das Glasbett mit 3 mm. Durch diese verschiedenen Stärken musste ich auf ABL wechseln.

    Kannst du mir bezüglich Marlin sowie configuration.h helfen. Bin der Meinung das

    hier das Problem zu suchen ist. Weiß nur das CTC ihre eigene Programmierung mit in der FW hat, aber halt leider nicht was alles.


    Gruß Günter






  • Du hast wahrscheinlich jetzt nur einen anderen Abstand zwischen Nozzle und Sensor ...

    A) über die kleine Stellschraube oben am ABL-Sensor die Empfindlichkeit so erhöhen, dass er triggered bevor(!!!!) die Nozzle am Bett ankommt (so ~1mm Düse über dem Bett).
    B) Z homen, so dass die Düse sauber bei 0,05 oder so über dem Bett ist.

    C) Z 2mm hoch fahren und dann in 0,1mm Schritten wieder runter, bis der Sensor triggered.
    Die nun ablesbare Höhe ist folglich der Abstand zwischen Sensor-Auslösen und Düse. Diesen Abstand kannst du dann mit M851 in Marlin setzen. Beispiel : der Sensor triggered, während die Düse exakt 1,2mm über dem Bett ist : Dann "M851 Z-1.2;" (das - ist wichtig, der Abstand wird negativ angegeben). Das dann mit M500 speichern.
    D) ABL laufen lassen, Mesh wieder mit M500 speichern.

    Klickibunti ? Nein Danke. Ich versteh lieber, was ich tu...

  • Hallo Olli,


    wenn ich den Auto Nullpunkt anfahre habe ich folgende Anzeige im Display.



    Und diese Z 006.00 irritieren mich etwas, meine Nozzle steht dann 1 Blattdicke

    (0,13 mm) über dem Druckbett. Wenn ich dann die Einstellungen (Punkt C) mache habe ich Z006.10 im Display stehen. Da ist doch was in der configuration.h falsch, oder?

    Auch wenn ich die M851 Z-6.10 in der CuraKonsole eingeben will, nimmt er mir diesen Negativwert nicht an.

    Beim G29 gleiches Spiel, Kontakt Druckbett wie üblich.

    Ich leg mal meine configuration.h mit in den Anhäng. Vielleicht kannst du was erkennen.

  • Anzeige:
  • nein du hast einfach irgendwie einen total falschen Z-Offset gesetzt. du hast quasi Marlin gesagt, wenn deine nozzle gehomed ist, ist sie 6mm über dem Bett.


    Was du jetzt tun musst, ist homen, dann

    M206 Z-0.13;
    M500;


    danach die andere Anleitung vom vorigen Beitrag von vorne neu beginnen.

    Das er die Negativwerte von >6mm nicht nimmt ist klar. Die Werte sind über den maximal zulässigen

    Klickibunti ? Nein Danke. Ich versteh lieber, was ich tu...

  • Hallo Olli,

    hab deine Anleitung befolgt, aber leider immer das gleiche Ergebnis. Nozzle fährt bei G29 voll ins Druckbett. Ist scheinbar irgendwo ein falscher Wert in der Firmware eingetragen. Aber leider ist das zu hoch für mich. Hab bei G29 den Sensor manuell ausgelöst, funktioniert alles wie gewohnt.

    Auch kann ich bei Cura 4.2.1 in der Konsole keinen negativen Z-Wert angeben. Nimmt die Software nicht an.

    Ich komm einfach nicht weiter.

    Gruß Günter

    • Helpful

    Als erstes möchte ich dem guten Oliver vehement widersprechen: funktionierendes ABL nützt auch beim CTC i3 Pro B, unabhängig von der Druckbettgröße (ich bin ja auf die 220x220mm Ultrabase gewechselt).


    WENN das ABL funktioniert, hat man Ausgleich für die kleinen Unebenheiten des Druckbetts. Beim Druck kann man das gut beobachten. Die Z-Achse bewegt sich eine Winzigkeit, vielleicht 0,05mm, aber sie bewegt sich. Da sind also Unebenheiten, die ausgeglichen werden. Merkt man auch beim Druck selbst. Ohne ABL gibt es Unterschiede im Druckbild, teilweise mitten auf dem Druckbett (sieht man am Druckbild der Unterseite bei sehr genauem Hinsehen), mit ABL sieht es aus, als wäre die Platte supereben.


    Wo ich zustimme: ABL ist kein Ersatz für ein gutes, erstes In-Waage-Bringen. Mit Silikondämpfern statt der wackeligen Federn hat sich manuelles "Leveln" dann für sehr lange Zeit erledigt.


    "#define Z_PROBE_OFFSET_FROM_EXTRUDER 5.5"


    Das hier sieht für mich etwas seltsam aus. Setze das mal vorerst auf 0,00. Später, wenn Du GENAU weißt, welche Entfernung die Düse zum Druckbett hat, wenn der Sensor auslöst, kannst Du den Wert dann immer noch hier eintragen. Auf Dauer bleibt der zwar sowieso nicht bestehen, aber dennoch kommen mir 5,5mm etwas arg viel vor. Positiver Offset bedeutet übrigens, daß die Z-Achse sich auf das Druckbett zu bewegt, wenn sie auf Position 0 fährt. Ein negativer, daß sie vom Druckbett weg fährt. Letzteres sollte aber eigentlich gar nicht möglich sein ;-)

    Ist das ein induktiver Sensor?


    Kann es sein, daß Du irgendwann mal die "Home Offset" Funktion von Marlin genutzt hast? Das könnte die 6mm für Z bei Position 0 auch erklären. Falls ja: schreib Dir mal alle Achsenparameter ab, die von den Firmware-Standardwerten abweichen. Steps, Beschleunigung, Jerk usw. Dann setze die Firmware mal auf die Standardwerte zurück (M500 danach nicht vergessen, sonst hast Du nach einem Reset wieder die Werte, die derzeit Probleme machen könnten), stelle die Achsenparameter wieder nach Deinen Notizen ein (M500 nicht vergessen!) und schau dann, was sich beim Homing tut und wie die Z-Position sich dann darstellt.

    Ich gehe übrigens davon aus, daß Dein Sensor als Ersatz für den "Z MIN"-Schalter fungiert!

    Fahre die Z-Achse nach dem Homing von Hand auf Position 0 und schau mal mit einem Schätzeisen ;-), welchen Abstand die Düse zum Druckbett ungefähr hat. Danach stellst Du den Z-Offset auf einen etwas kleineren, positiven Wert (kleiner, als den von Dir "geschätzten" ;-) Wert) ein und kontrollierst nach dem Homing und Fahren auf Position 0, wie die Düse dann steht. Taste Dich langsam heran, erhöhe den Z-Offset nicht in großen Schritten (0,1 ist schon groß), wenn Du Dir nicht 100% sicher bist.

    Wenn Du irgendwann auf Kassenbon-Dicke an das Druckbett herankommst, wenn Du die Z-Achse auf Position 0 fährst, hast Du den halbwegs korrekten Offset der Düse zum Auslösepunkt des Sensors. Den tackerst Du dann in die config.h (siehe oben). Dann sollte das "Reinrammen der Düse ins Druckbett" auch aufhören. Evtl. auftretende Abweichungen nach Düsenwechsel etc. mußt Du dann via "Z-Offset" korrigieren. Dazu tastest Du Dich wieder heran, NACHDEM Du den Wert für Z-Offset KLEINER eingestellt hast, sonst semmelt die Düse wieder ins Druckbett, wenn sie etwas weiter aus dem Hotend heraussteht. Steht die Düse weniger weit heraus als vorher bist Du sowieso auf der sicheren Seite, ich empfehle dennoch, den Z-Offset vorher zu verkleinern. Manchmal verschätzt man sich ;-)


    Das Cura ein "-6.00" für den Z-Offset nicht annimmt ist wohl eher der seltsamen Coding-Philosophie von Cura geschuldet. Eigentlich sollte Cura sich da nicht einmischen, wenn man ein Druckerprofil händisch anlegt. Woher soll die bescheuerte Software wissen, welche Maximalwerte der "unbekannte Drucker" zuläßt? Kann sie nicht, also sollte sie sich aus solchen Sachen heraushalten...

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  • Hallo Leute,

    danke für den Support. Hab das Teil jetzt wieder zum Laufen bekommen. Scheinbar beisst sich meine Marlinversion (von CTC geändert) mit der Einstellung des aktiven Eeprom´s . Hab diese Funktion wieder deaktiviert und schon läuft das ganze wieder.

    Müss jetzt halt immer die Firmware anpassen wenn ich was ändere. Momentan fünktioniert es über den Start-Gcode.

    Gruß Günter

    :)

  • LoL... Das Problem mit dem EEProm kenne ich, hat lange gedauert, bis ich eine Lösung gefunden hatte.

    Wenn das EEProm aktiviert ist, behält es die alten Date.
    Man muss dann einen Factory Reset durchführen, dann werden die Daten aus Marlin ins EEProm übernommen.
    Aus dem Marlin Wiki " M502 Reset current settings to defaults, as set in Configurations.h. (Follow with M500 to reset the EEPROM too.) "
    Wenn das nicht gemacht wird, bleiben die alten Daten erhalten und es kommt zu Fehlern wie bei Guenni64

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