Verstopfungen nach Umstellung auf E3D V6 Bowden

  • "Steifer" ist PLA übrigens nicht, es ist an der Oberfläche härter. Vibrationen überträgt es aufgrund dieser Eigenschaft um einiges stärker als das weichere, aber zähere, PETG. PLA ist nicht wirklich schlagfest, aber resistenter gegen Kratzer. PETG ist fast so schlagfest wie ABS, dafür empfindlicher gegen Kratzer.


    Ich habe einen X-Schlitten in PETG, der tut bestens.

    Bin mir ziemlich sicher dass bei einem test der grossen youtuber PLA definitiv vor ABS lag. Kann man selber gut testen, indem man zB die Klappe einer Fernbedienung verbiegt oder irgendein Gehäuse eindrückt. Die meisten PLA die ich da habe kann man in ähnlicher Größe und Stärke nicht bzw viel weniger verbiegen.

    Das ist eine eigenschaft die das ganze stabiler macht gegenüber vibrationen. Je steifer desto schneller klingen Vibrationen ab - siehe Carbonteile. Je weicher/biegsamer ein Material ist, desto eher wird dieses in Schwingungen versetzt, auch wenn es durch seine Eigenschaften diese such schluckt. Extrembeispiel: nutze ein Schlitten aus TPU, was ne Steigerung zu PET darstellt. Carbon-PLA dürfte hier das Top-Material für Druckerteile sein, solange man keine hochtemperierten Gehäuse einsetzen muss.


    Schlagfestigkeit ist auch relativ..das von mir erwähnte PLA soll bis 800% schlagfester als andere PLA sein und 50% zu ABS. Weiss nur nicht ob 50% schlagfester oder 50% der Schlagfestigkeit...

  • Ich glaube, da hast Du Dich in eine Idee verrannt... es hat Gründe, weshalb Schwingungsdämpfer meist aus (Hart-)Gummi bestehen ;-)


    Der Effekt, auf den Du anspielst (Nicht-Annahme von Schwingungen), erreicht man mit Materialien hoher Dichte. Da zählt PLA allerdings nicht gerade zu (PETG aber auch nicht). Für diesen Effekt spielt die Härte der Oberfläche eine nur sehr untergeordnete Rolle. Die Übertragung von Schwingungen wiederum gelingt tatsächlich am besten mit Materialien höherer Oberflächenhärte und geringer Dichte.


    Was ich sagen wollte ist, daß man Funktionsteile ruhig aus PETG drucken kann. Oder halt aus PLA. Ist eher Geschmackssache. Aufgrund der relativ hohen Oberflächenhärte neigt PLA aber eher zu Bruch als PETG (PLA ist spröder).

  • Ich glaube, da hast Du Dich in eine Idee verrannt... es hat Gründe, weshalb Schwingungsdämpfer meist aus (Hart-)Gummi bestehen ;-)


    Was ich sagen wollte ist, daß man Funktionsteile ruhig aus PETG drucken kann. Oder halt aus PLA. Ist eher Geschmackssache. Aufgrund der relativ hohen Oberflächenhärte neigt PLA aber eher zu Bruch als PETG (PLA ist spröder).

    Ja müssen die ja. Es muss ja dämpfen und nicht endlos weiter vibrieren. Das ist ja wie bei richtigen Dämpfern durch Kombination aus Feder + z.B. Gasdämpfer "simuliert".


    Da gibt's aber auch starke Unterschiede. Das transparente PLA von OWL, von dem ich mir gleich noch ne Rolle besorgt habe, verhält sich eher wie ABS/PC. Das zeug bekommt man mit Kneifzange nicht mal eben so kaputt :D Kanns nur empfehlen, wenn man etwas mit diesen Eigenschaften braucht.

    Und das Flexible PLA von OWL (PLA Flex) ist auch sehr interessant. Es lässt sich formen..d.h. man kann Objekte mit einem Hammer eher zu Pfannkuchen zu formen als zu vielen Plastikteilen zu zerlegen. Dünnere, biegbare Objekte lassen sich mehrfach hin und her biegen, ohne dass was bricht. Kann man auch hier und da gut gebrachen :)

  • Joa, sonst wäre das "Flexible" im Namen ja nutzlos ;-) Die ganzen Filamentsorten haben teilweise stark unterschiedliche Eigenschaften. OWL PLA hatte ich auch schon im Einsatz (schnödes Orange vor allem), das neigte zu Ermüdungsbruch. Ich habe daraus dann die Formen für die Silikon-Socken gedruckt. Dafür war´s prima.


    Ich habe jedenfalls mit PETG bisher nur positive Erfahrungen bei Funktionsteilen gemacht. Der Direkt-Extruder aus meinem "Extruder-Ärger"-Faden, in PETG gedruckt, läuft sehr gut. Es gab mal Bruch, aber das war eigene Blödheit (vergessen, die Kühlung ´runterzudrehen. Layerhaftung ging flöten).


    Nächster Schritt ist, den nochmal in 0,1mm Schichtdicke zu fabrizieren. Den Arm für das Gegenlager habe ich bereits fertig, der verträgt weit mehr, als er aushalten muss. Einen vorherigen Probedruck (DasFilament "Burnt Copper") habe ich nicht bis zum Bruch belasten können, trotz Zangeneinsatz ;-)

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