Verstopfungen nach Umstellung auf E3D V6 Bowden

  • Ich habe die Tage meinen CTC A8 auf Bowden umgestellt und seit dem zum ersten mal überhaupt Verstopfungen...bei drei von sechs oder sieben Drucken aufgetreten.

    Den 30mm Lüfter mittels Adapter auf Sunon-Gebläse umgestellt - aber die fast 8 m³ Luft pro Stunde bringen da auch nichts.

    Habe beim letzten Druck auch noch das Retract auf nur noch 2 mm eingestellt - nach einer Stunde Druck vestopft…. bin kurz vor'm Ausrasten.....


    Temperatur: egal...200..220...

    Bisher nur mit PLA gedruckt.


    Muss dann das ganze TPU-Tube aus dem Head raus holen und mit viel Kraft das Filament vorschieben. Der Motor schafft es weder zurück noch vor. Knackt nur.


    Hatte vorher von Anfang an All-Metal. Bei dem hier scheint das Teflon-Teil ziemlich weit runter zu reichen. Das ist denke auch das Problem.
    Unzureichende KÜhlung kann ja auch nicht sein bei theoretischen ~2 Litern 15°C kühlen Luft pro Sekunde....


    Hat jemand noch ne Idee bzw. das selbe Problem irgendwann gehabt?


    EDIT: aktuell 0.6er Düse drauf. Davor 0.4er. Ist bei beiden aufgetreten.

    Und das PTFE auch schon getauscht.

  • Der Lüfter, hat den Durchsatz nur, wenn er frei blasen kann. Ich hatte auch Probleme, mit einem 4cm Sunon Lüfter und Adapter. Lieber einen guten 3cm Lüfter nehmen.
    Als erstes würde ich mal das Heatbreak austauschen, kostet ja nicht so viel. Lieber ein paar € für ein Titan all metal ausgeben, ich hab das Titan von Bohrers und bin sehr zufrieden.

  • Der Lüfter, hat den Durchsatz nur, wenn er frei blasen kann. Ich hatte auch Probleme, mit einem 4cm Sunon Lüfter und Adapter. Lieber einen guten 3cm Lüfter nehmen.
    Als erstes würde ich mal das Heatbreak austauschen, kostet ja nicht so viel. Lieber ein paar € für ein Titan all metal ausgeben, ich hab das Titan von Bohrers und bin sehr zufrieden.

    Da kommt guuut was raus...hatte schon überlegt hinter den Rippen die Luft zu nehmen und nen Bauteilkühler dran zu bauen...dann kann ein Lüfter weg :D


    Heatbreak...joa...hatte auch schon überlegt ob das geht. Bei dem anderen waren der "RIppenturm" trennbar von Heatbreak. Ich dachte dass das hier ggf. aus einem Stück gemacht ist - oder ist es immer getrennt...?

    Titan brauche ich nicht - hab damals nen 5er Pack Edelstahl-Heatbreaks geholt, von denen ich ja einen direkt in den ersten Tagen eingebaut hatte.

    Danke für den Tipp - bin mal kurz X-Carriage zerlegen ;)

  • Alsoo...es war schon ein Bowden - allerdings war der Heatblock etwas komisch. Die Patrone hat vorne und hinten je ca. 2 mm raus geschaut und die Silikonsocke hat nicht gepasst. Das ist eines der Blocks mit dem Schlitz und grösserer Schraube zum Einklemmen der Heizpatrone.

    Da ist überall Filament rausgeflossen...oberhalb und unterhalb des Blocks. Ist auch niedriger als normaler, weshalb ich schon so fest wie möglich angezogen habe - aber der obere Teil nicht so tief drin steckte wie sollte.


    Was ich gemacht habe:

    - von diesem Hotent nur die Kühlrippen genommen

    - "normalen" Heatblock

    - neuer All-Metal-Heatbreak - es WAR übrigens einer drin. Nix Teflon...

    - 50 Watt Patrone

    - neuer Sensor

    - Silikonsocke

    - Teflonleitung gaaanz penibel noch mal gerade abgeschnitten. War nicht 100% plan. Es hat sich aber kein Propfen gebildet, sondern gut 1-2 cm tief IM Teflon auf voller Breite (konisch zulaufend) Filament abgekühlt


    Das ganze hier vor und nach dem Zusammenbau. Hier sieht man auch meine beiden Ersatzteile für den 30mm Lüfter und den Bauteilkühler.
    Habe eben beide noch mal redesigned, da durch den Umbau die Düse gut 5 mm höher liegt und somit der Bauteilkühler aufsetzt. Und bei dem Lüfteradapter drei Umlenkflügel mit unterschiedlichen Winkeln eingebaut, dass möglichst viel Luft die unteren Kühlrippen kühlt.







  • Die All-Metal Heatbrakes werden soweit ich weiß eigentlich eher für höhere Temperaturen empfohlen, die PTFE-Tube-Heatbrakes sollen angeblich sogar für PLA besser sein.


    Ich kämpfe mit diesem Problem auch massiv : mein Extruder fängt an zu stottern nach ner Weile => Widerstand wird wohl zu hoch. Insbesondere nach retract.
    Ich habe dann auch die Hotend-Kühlung genauer unter die Lupe genommen .. ich hab sowohl nen Sunon als auch nen Noctua 40x20 getestet ... aber beim Test ist mir dann aufgefallen, dass der Luftdurchsatz VIEL geringer war als bei nem Anet 40x10 Schreihals-Lüfter .. der dreht auch wesentlich hochtouriger und erzeugt merklich mehr Wind - Ich berichte dann morgen mal, gestern abend kam ich nicht mehr zum Testen der Änderungen .. ich vermute aber stark, dass das (in Kombination mit auf den Düsenausgang pustenden FanDuct) die Ursache sind/waren.

    Klickibunti ? Nein Danke. Ich versteh lieber, was ich tu...

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  • Das alte Heatbreak, sieht für mich so aus, als ob weiter unten, was verstopft war und das geschmolzene Filament, durch zu viel Druck, nach oben raus gequollen ist.
    Hast du Heizblock, Düse und Heatbreak in heßem Zustand verschraubt? Wenn nicht, ist es kein Wunder, dass alles aussen rausgequollen ist. Ich mache das indem ich erstmal Düse und Heatbreak Handfest einschraube, den Heizblock mit Silikonsocke in einen kleinen Scrtaubstock einklemme, auf 240° aufheize und dann die Düse und Throat richtig fest ziehe. Erst dann wird der Kühlkörper aufgeschraubt, bei mir mit Kupferpaste, zum besseren thermischen Kontakt.
    Der etwas kleinere Heizblock, sieht schon nach dem aus, der auch bei meinem CTC I3 Pro B dabei war, der funktioniert eigentlich ganz gut mit dem E3D.
    Wenn nicht, ist es kein Wunder, dass alles aussen rausgequollen ist.

    Bei dem Block, in dem der E3D eingesetzt ist, ist fraglich, ob die Luftführung so ganz optimal ist. Ich bin mittlerweile soweit, dass ich den E3D frei aufgehängt habe und den original Lüfterclip, mit besserem 3cm 7Flügel Lüfter nutze. Als Halterung benutze ich den Halter für E3D V6 an den Originalpunkten, aus der Filebase. Ok, daran ist zwar kein Halter für den Abstandssensor, aber der ist auch nicht unbedinget nötig. Der Lüfter für den Bauteilkühler, sit auf einer kleinen Sperrholzplatte (mit Laubsäge zurechtgeschnitten) und einfach auf das obere Bracket aufgeklebt. Evtl. werde ich nochmal diese https://www.thingiverse.com/thing:2206026 ausprobieren.

  • Ich kämpfe mit diesem Problem auch massiv : mein Extruder fängt an zu stottern nach ner Weile => Widerstand wird wohl zu hoch. Insbesondere nach retract.

    Bei mir wars nen "Stopfen" im PTFE. D.h. angeschmolzenes Material kam in's PTFE und ist dort erstarrt. Ich musste da PTFE raus nehmen und mit viel kraft am anderen Ende das Filament drücken. War also Widerstand im PTFE und nicht danach bei mir.



    Der Lüfter, hat den Durchsatz nur, wenn er frei blasen kann. Ich hatte auch Probleme, mit einem 4cm Sunon Lüfter und Adapter. Lieber einen guten 3cm Lüfter nehmen.

    Genau - es gibt einen Druckabfall. Und ein 30 mm Axiallüfter, welcher definitiv weniger Druck aufbaut als ein Gebläse, hat definitiv auch immer weniger Luftdurchsatz.


    Habe dir ein Modell ausgesucht - für sogar genau das selbe Geld wie das Sunon Gebläse ein 30mm Sunon Axiallüfter. Den würde ich als "guten" 30 mm bezeichnen, wie von dir gefordert ;)
    Sogar fast identischer Luftdurchsatz von fast 8 m³ pro Stunde..dafür aber bei über 8000 Upm ohne Last (was ja noch mal hochgeht).


    Der Druck liegt dabei bei der Hälfte des Gebläses, was bedeutet, dass ich einen lärmenden Moskito im Drucker hätte der nur den halben Luftdurchsatz bringt = 50 % schlechtere Kühlung. Und das bei einem "guten" 30 mm Lüfter.
    Ich hatte bei dem A8 direkt am ersten oder zweiten Tag den glaube 40er rausgeschmissen und durch davor geklemmten 60er ersetzt, der gegenüber diesem lautlos war und viel besser kühlte, da ich bisher nicht ein einziges mal irgendeine Verstopfung hatte.
    Das Gebläse hier bringt definitiv noch mehr Durchsatz und ist einigermaßen leise. Werde ggf. nen Widerstand vorklemmen, da dieser ja ständig läuft und doch leicht störende Geräuschkulisse entsteht. Aber nicht vergleichbar mit gleichgroßen Billig-Gebläsen, wie der aktuelle Bauteilkühler, der noch durch den zweiten Sunon ausgetauscht werden wird ;)


    Hast du Heizblock, Düse und Heatbreak in heßem Zustand verschraubt? Wenn nicht, ist es kein Wunder, dass alles aussen rausgequollen ist.

    Das Teil war komplett zusammengebaut von Amazon gekommen. Hatte nur Düse getauscht - musste aber Heatbreak oben leicht raus drehen, da diese Anfangs gar nicht bis zum Anschlag ging. Ich glaube dass das Zeug eher von oben runter lief als unten bei der Düse raugequollen kam..habe da schon einiges entfernt, was man hier im Foto nicht sieht.


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    Ich habe jetzt vier Teile mit dem Umbau problemlos gedruckt - versuche mal nen längeren Druck, da bisher alles nur so 15-20 Minuten..aber nacheinander.

    Das Gebläse habe ich auch noch mal angepasst. Die Lamellen sind Länger und gebogen. Geht jetzt viel mehr Luft auf die unteren Kühllamellen des Turms.



  • So..wieder den Größeren Druck von gestern angeschmissen- kam nun doppelt so weit (1:15..1:30 h lang gedruckt) - und wieder Knacken :(

    Aaaber - es ist keine Verdickung da im PTFE! Beim herausziehen des Schlauchs kam ein schönes, gerades ca. 2 cm langes Stück Filament mit raus...und das Filament ließ sich Widerstandsfrei im Schlauch hin und her schieben. D.h. dass ich diesmal im Hotend ein Problem habe..?

    Hotend war auch 215 °C und ich hab ne große 0,6er Düse drin.

    Nach wieder Einsetzen des PTFE konnte ich Widerstandsfrei per Hand Filament vorschieben, der direkt aus der Düse kam...


    Ist meine Bauteilkühlung evtl zu Stark auf die Düse selbst gerichtet? Kann das das Problem sein? Aber wieso dann erst nach so einer langen Druckzeit?



    EDIT:

    Das war schon mal gestern das Ergebnis (Low-Poly Fox in 25%) mit Fillamentum extrafill PLA in 0,2 mm, 45mm/sek Innenwand + 30 mm Außenwand mit 0,6er Düse.
    Ohne Stützen gedruckt. Die Münze ist glaube ich ein 2 Cent Stück gewesen. Der unförmige Boden kommt vom nur per Fingernagel abgekratzen Brim ;)


    Bisher ist hat Umstieg auf Bowden dem Drucker gut getan - Ghosting und Löcher im Druck verschwunden. Zumindest bei "normalen" Objekten. Werd mal heut Abend nen Würfel drucken und mit alten vergleichen.


  • Hm... bei der Hotend-Kühlung ist der Druck relativ egal, der resultierende (!) Durchsatz ist da entscheidend.


    Wenn ich bei gleichem Durchsatz den Druck erhöhe wird die Luft schneller. Ein schnellerer Luftstrom bedeutet aber keineswegs mehr Kühlung. Die Luft braucht Zeit, um die Wärme aufzunehmen. Diese Zeit nehme ich der Luft weg, wenn ich sie schneller mache. Bei Luftkühlung heißt das Motto: Viel hilft viel. Mit "Viel" ist dann "viel Luft" gemeint, nicht "viel Geschwindigkeit".


    Vermutlich klappte es ehedem deswegen mit dem 60mm-Lüfter so nett.


    Doof wird es mit den Axiallüftern wenn die Gegendruck bekommen, dann bricht der Durchsatz weg. Kann die Luft z.B. seitlich ausweichen ist alles schön. Wichtig ist, daß der Luftstrom in Bewegung bleiben kann. Davon dann aber halt nicht zu viel (Bewegung). Zeit und so ;-)


    Ich kämpfe die letzten Tage auch mit Verstopfungen der Düse, bin der Ursache aber noch nicht auf die Schliche gekommen. Hotend ist das Gleiche, welches ich seit einiger Zeit im Einsatz habe. Auch Vollmetall-Wärmebarriere. Ich habe den Retract im Verdacht, den ich zwischendurch deutlich heruntergesetzt hatte...

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  • Wenn ich bei gleichem Durchsatz den Druck erhöhe wird die Luft schneller. Ein schnellerer Luftstrom bedeutet aber keineswegs mehr Kühlung. Die Luft braucht Zeit, um die Wärme aufzunehmen. Diese Zeit nehme ich der Luft weg, wenn ich sie schneller mache.

    Genau das Gegenteil ist der Fall ;)

    Weiß ich, weil ich mich damit intensiv beschäftigt hatte - Thema Solar(luft)kollektoren.
    Je höher der Luftstrom desto mehr Wärme wird aufgenommen. Würde man Luft langsamer strömen lassen um "Wärme aufnehmen lassen" = Objekttemperatur erhöht sich.


    Geh von optimum aus: Objekt 50°C -> Luftgeschwindigkeit "unendlich" bei 15°C -> Objekt wird auf 15°C gekühlt.

    Wird der Luftstrom reduziert erhöht sich logischerweise die Temperatur des Objekts - bis zu den 50°C bei keiner Kühlung - da nicht so viel Wärme von der Luft aufgenommen wird wie abgestrahlt = Objekt erwärmt sich.


    Einfaches Beispiel aus dem Alltag: CPU-Kühler. Reduzier den Luftstrom um die Hälfte "damit diese Zeit hat die Wärme aufzunehmen" - was passiert? Richtig: CPU wird um einiges wärmer, da weniger Wärme abtransportiert wird.


    Gebläse funktionieren - im Gegensatz zu Axiallüftern - ja nach dem Kompressorprinzip: Luft wird komprimiert, wodurch ja der höhere Druck entsteht. Beim kompressor hat die angesaugte Luft dadurch einen höheren Sauerstoffanteil, da diese ja komprimiert ist.

    Der Druck ist da nicht egal, da durch die Rippen Widerstand darstellen, der den Luftstrom bremst, was daraus resultiert, dass der Durchsatz sinkt. Daher kann man sagen dass zwei Lüfter mit dem selben Luftdurchsatz aber unterschiedlichem Druck auch unterschiedlichen Duchsatz am Ende haben. Der mit dem höheren Druck natürlich mehr - logisch :)


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    Der 60er Lüfter hat eine größere Flügelfläche als der 40er, weshalb der trotz der viel niedrigeren Drehzahl mehr Luft umgewälzt hat als der kleine. Aber hier war Druck kein Problem, da der ja nur auf den eher "offenen" MK8-Direktextruder-Alukühlkörper gepustet hat. Da gings mehr um den Luftdurchsatz, welcher definitiv höher war.


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    Ich habe vorgestern Abend noch die beiden Kühlerteile redesigned. Das Gebläse geht jetzt in 30 cm rund über, statt bis zu dem Kühltrum eckig zu bleiben (hat schon was beim Luftdurchsatz gebracht, da vorher ja direkt auf den Turm geblasen = mehr Widerstand) + beim Bauteilkühler ist jetzt eine größere Halbkugel am Ausgang in der MItte, welche die Luft Richtung Düse teils blockert. Kugel, damit unten auf die Düse noch was kommt. Die Halbkugel ist oben "an der Decke" direkt am Ausgang. Dadurch kommt die luft unterhalb dieser nach unten + an den Seiten raus.



  • Hm... bei der Hotend-Kühlung ist der Druck relativ egal, der resultierende (!) Durchsatz ist da entscheidend.

    Ja, das ist so, aber durch diese Adapter, von größeren Durchmessern auf kleinere, iest der Luftstrom nicht Gleichmäßig über den Querschnitt verteilt. Es kann also passieren, dass die unteren Kühlrippen weniger Luftstrom, also Kühlung, abbekommen als die oberen. Das Problem tritt sogar mit dem im Set mitgelieferten Clip On Kühler auf, wenn er verdreht aufgesetzt wird.

  • Genau das Gegenteil ist der Fall ;)

    Weiß ich, weil ich mich damit intensiv beschäftigt hatte - Thema Solar(luft)kollektoren.
    Je höher der Luftstrom desto mehr Wärme wird aufgenommen. Würde man Luft langsamer strömen lassen um "Wärme aufnehmen lassen" = Objekttemperatur erhöht sich.


    Geh von optimum aus: Objekt 50°C -> Luftgeschwindigkeit "unendlich" bei 15°C -> Objekt wird auf 15°C gekühlt.

    Ich glaube, wir reden aneinander vorbei...


    "Luftstrom" bezeichnet normalerweise die Menge an Luft, die in einer bestimmten Zeit an einer definierten "Fläche" vorbei strömt.


    Manchmal benutzt man die Bezeichnung "Luftstrom" auch ganz einfach für eine undefinierte Menge bewegter Luft. Diesen Luftstrom meinte ich in meinem vorherigen Beitrag.


    Wenn wir jetzt vom technischen "Luftstrom" ausgehen, so hast Du erst mal recht: je höher der Luftstrom, je stärker die Kühlung.


    Es gibt da aber Probleme: die zu kühlende Fläche und die Wärmekapazität des Kühlmediums.

    So radikal wie in Deinem Beispiel kann man das nicht betrachten, denn die "Wärmeaufnahme- und Leitfähigkeit" eines Kühlmediums spielt eine durchaus wichtige Rolle.


    Ich kenne mich mit Solar-(Luft)-Kollektoren nicht aus, mit der Kühlung von Verbrennungsmotoren aber durchaus ein bißchen.


    Es gibt da ein Optimum von Volumen/Geschwindigkeit des Kühlmediums im Verhältnis zur zu kühlenden Fläche. Wirft man mehr Volumen an Kühlmittel drauf ist es verschwendet. Macht man das gleiche (optimale) Volumen schneller, steigt der Wärmewiderstand des Kühlmediums, die Kühlrate sinkt effektiv. Zum Ausgleich muß man mehr Volumen draufschmeißen bzw. die Fläche des zu kühlenden Objekts vergrößern. Oder der Kram wird halt etwas wärmer als unter optimalen Kühlungsbedingungen.


    Da steckt unser Problem vergraben und das ist der Grund dafür, weshalb ich meine, daß Du mit dem Gebläse im Endeffekt nicht viel mehr erreichen wirst. Du machst die Luft zwar deutlich schneller, vergrößerst das Volumen bzw, die zu kühlende Fläche aber kaum/gar nicht.


    Der Widerstand der Kühlrippen ist da auch relativ egal, wichtig ist, daß da ein gewisses Luftvolumen ohne großen Widerstand durch kann, also wenig Ecken oder Bögen im Weg der Kühlluft sind und die Luft möglichst viel Fläche am Hotend überstreicht. Das muß sie gar nicht mal schnell tun, die leisen 30mm-Lüfter (Sunon z.B.) können schon reichen (sofern man kein ABS oder Nylon oder ähnlich perverses Zeug druckt).


    Teste einfach mal mit dem Finger, wie warm der Kühlkörper bei Drucktemperatur am unteren Ende wird. Wenn die Fingerkuppe nicht prickelt, ist die Kühlung mehr als ausreichend.


    Voraussetzung ist natürlich, daß Heatbreak und Kühlkörper eine gute Wärmeleitung untereinander haben. Ich hatte auf dem einen Foto von Dir die Spritze mit Wärmeleitpaste schon bemerkt ;-)


    Mal als Beispiel mein aktueller Extruder... technisch ist der jetzt fast identisch zu Euren Bowden-Geräten. Die Heatbreak ist die gleiche wie bei Euch, ich habe da sogar ein kurzes Stück Teflon-Schlauch drin. Der Kühlkörper ist nämlich ebenfalls für Bowden-Systeme (sonst würde die Heatbreak nicht passen). Damit das Filament da drin nicht verklemmen kann, kann man in den Direkt-Extruder ein Stück Teflonschlauch einsetzen, das man bis in die Heatbreak schiebt und das bis oben an den Förderer reicht. Im Endeffekt also das gleiche wie bei Euren Bowden-Systemen, nur viel kürzerer Schlauch. Bei Bedarf (Neugier, Unglaube) kann ich auch mal ein Bild davon hier posten.

    Ich drucke PETG, 220-250 Grad, meist mit viel Retract (Anzahl Retracts, nicht Distanz). Ich hatte bisher noch keinen Verstopfer in der Heatbreak oder gar dem Teflonschlauch. Die Verstopfer von neulich waren immer verstopfte Düsen.


    Der Kühlkörper wird im unteren Bereich etwas mehr als handwarm bei 230 Grad Drucktemperatur, der Propeller ist ein 30x30x10mm Sunon. Leise, aber dafür etwas gemächlicher als die üblichen China-Schreihälse.


    Ich wette, der einzige Unterschied ist das Retract-Verhältnis. Ich benutze relativ normale Retract-Distanzen, aktuell 0,9mm bei 30mm/s. Das ist für einen Direkt-Extruder oberes Mittelfeld. Bei Bowden wäre das ca. 4,5-5,5 mm (sofern der Schlauch nicht irre lang ist).


    Hubert ;


    Wie meinst Du das mit dem "verdreht" in Bezug auf den Kühler? Meinst Du, wenn der Halter für den Lüfter "auf den Kopf gedreht" aufgeclipst wird?

  • Es gibt da ein Optimum von Volumen/Geschwindigkeit des Kühlmediums im Verhältnis zur zu kühlenden Fläche. Wirft man mehr Volumen an Kühlmittel drauf ist es verschwendet. Macht man das gleiche (optimale) Volumen schneller, steigt der Wärmewiderstand des Kühlmediums, die Kühlrate sinkt effektiv. Zum Ausgleich muß man mehr Volumen draufschmeißen bzw. die Fläche des zu kühlenden Objekts vergrößern. Oder der Kram wird halt etwas wärmer als unter optimalen Kühlungsbedingungen.

    Aber danach wird es ja nicht schlechter. D.h. durch mehr Luftstrom nimmt die Temperatur des zu kühlenden Objekts ja nicht zu sondern wird einfach nicht mehr besser. Ich behaupte aber erstmal, dass das Gebläse jetzt die Temperatur gegenüber dem surrenden, fiependen billig-30mm-Lüfter der dabei war deutlich besser kühlt. Es verstopte beim letzten Druck ja nicht mehr im Heatbreak, da beim Rausziehen des Teflons ein lockeres, gerades Stück Filament mit raus kam von etwa 2 cm Länge - und das Filament ließ sich locker hin und her bewegen. Davor steckte das richtig gut im Teflon fest.
    Daher habe ich den Bauteilkühler angepasst, weil es so aussah, als wäre die Druckdüse kurzfristig zu sehr gekühlt worden. Problem trat ja nach >1h auf

    Teste einfach mal mit dem Finger, wie warm der Kühlkörper bei Drucktemperatur am unteren Ende wird. Wenn die Fingerkuppe nicht prickelt, ist die Kühlung mehr als ausreichend.


    Voraussetzung ist natürlich, daß Heatbreak und Kühlkörper eine gute Wärmeleitung untereinander haben. Ich hatte auf dem einen Foto von Dir die Spritze mit Wärmeleitpaste schon bemerkt


    Kann ja mal die Temperatur unten messen..hab einige DS18B20 - müsste mal meine Templogger-Software auf nen Arduino schmeissen um Temperatur zu messen.


    Ja - mein gutes Arctic Silver..war zum Glück noch etwas drin :D (Mal eben rausgesucht: "Mit einer Wärmeleitfähigkeit von 9,0 W/mK und mehr zählt diese Paste zu den momentan leistungsstärksten am Markt").


    Ja, das ist so, aber durch diese Adapter, von größeren Durchmessern auf kleinere, iest der Luftstrom nicht Gleichmäßig über den Querschnitt verteilt.

    Ist ja weiterer Vorteil von Lüftern mit höherem Druck, da ja zw. Lüfter und Kühlrippen sich ja etwas Überdruck aufbauen sollte - durch den Widerstand der Rippen und der Verengung - , wodurch die Luft ja "gleichmäßig"(er) überall "durchgepresst" wird.

    Somit sollte die Kühlung überall am Turm gleich gut sein. Den Luftstrom spürt man übrigens noch weit neben dem Drucker...ca. 30 cm hinter dem Ausgang noch etwa so was der 60 cm Lüfte vorher direkt gebracht hat.

  • Achtung bei der Wärmeleitpaste. Arctic Silver ist z.B. nur bis 130°C stabil. Für die Temperaturen am Heatbreak, sollte schon was anderes benutzt werden. Ich empfehle da immer Kupferpaste (Würth) das ist zwar weder Kupfer noch speziell als Wärmeleitpaste ausgezeichnet, hat aber eine gute Wärmeleitfähigkeit und hohe Temperaturbeständigkeit.
    Die Geschichte, mit dem Original Clip on Lüfter, der LÜfter und Luftkanal, sitzen nicht mittig, man sieht es auch, je nachdem wie herum er aufgeclipst ist, sitzt der Lüfter etwas weiter oben oder unten.
    Ich habe bei mir zusätzlich zur Slikonsocke, noch eine Schicht Baumwoll Kapton Wärmeisolierung zwischen Heizblock und Kühlkörper, damit der Kühlkörper nicht zusätzlich durch die oberseite des Heizblocks erwärmt wird. Die Silikonsocke ist ja oben nicht ganz geschlossen.

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  • Achtung bei der Wärmeleitpaste. Arctic Silver ist z.B. nur bis 130°C stabil. Für die Temperaturen am Heatbreak, sollte schon was anderes benutzt werden. Ich empfehle da immer Kupferpaste (Würth) das ist zwar weder Kupfer noch speziell als Wärmeleitpaste ausgezeichnet, hat aber eine gute Wärmeleitfähigkeit und hohe Temperaturbeständigkeit.

    Ist mir bekannt - "verbackt" halt. Die hier ist ja hoch silberhaltig...sieht mehr wie Metallic-Acrylfarbe als Wärmeleitpaste aus.

    Kupferpaste - so nen Zeug hab ich sogar da...ist aber ein Schmiermittel, oder nicht?


    Dazwischen sind bei mir ca. 1 mm Platz - gerade so viel, dass die Silikonsocke sich dazwischen gesetzt hat....

  • In Arctic Silver ist kein Silber drin, trotz Namen. Das silbrige ist Alu.
    Kupferpaste, hat mehrere Anwendungen, schmieren ist nur einer davon. Es wird auch Heißschrauben Compound genannt. In Englisch AntiSeize.
    z.B. Festbrennschutz für heiße Schraubverbindungen,
    Temperaturfestigkeit bis 1300°C, je nach Zusammensetzung.

    Wärmeleitfähigkeit 40W/mK bis 90W/mK es gibt da schon unterschiedliche Zusammensetzungen. Manche enthalten Cu, manche Zink, Keramik oder auch Teflon.
    Ich benutzt Caramba Hochleistungs Wärmeleitpaste

  • Klar geht die auch, leider ist in den Produktspezifikationen, keine Angabe zur Wärmeleitfähigkeit, die sollte aber ausreichend sein.
    Nachteil: Flammpunkt liegt bei 220°. Dürfte aber auch kein Problem darstellen, da es ja im Gewinde unter Sauerstoffabschluss nicht brennen kann.

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  • Ja speziell wegen der Wärmeleitfähigkeit hatte ich halt auch gesucht aber nichts gefunden - mir dann aber gedacht, dass es ja reichen sollte die netto-Metallmenge grob zu vergleichen um da einen ungefähren Anhaltspunkt zu haben... danach sollte es klappen

    Klickibunti ? Nein Danke. Ich versteh lieber, was ich tu...

  • Ja speziell wegen der Wärmeleitfähigkeit hatte ich halt auch gesucht aber nichts gefunden - mir dann aber gedacht, dass es ja reichen sollte die netto-Metallmenge grob zu vergleichen um da einen ungefähren Anhaltspunkt zu haben... danach sollte es klappen

    Ist definitiv vieeel besser als die der Luft! :D


    Ich habe eben nach zwei Tagen nen Druck gestartet - direkt Verstopft... habe heute mit 100% Lüfter statt 80% beim letzten Text ab der zweiten Schicht gedruckt.

    Also alles gestoppt und auf Startpunkt fahren lassen...Gebläse ist bei 100 viel zu stark. Habs auf 50% reduziert - hinter der Düse fühlt es sich an wie ein Fön. D.h. das Gebläse ist immer noch viel zu stark auf die Düse am blasen.

    Vorschieben vom Filament geht nicht..total dicht. Also Bauteilkühler abmontiert, paar Sekunden gewartet - und schon läuft alles wie sollte. D.h. die Düse wird tatsächlich viel zu sehr gekühlt.


    Habe den Druck jetzt mit 25% Lüfter neu gestartet - läuft aktuell "normal".

    Werde dann einen flachen, runden Bauteilkühler designen, welcher definitiv unterhalb der Düse bläst und diese nicht mehr auskühlt.

  • Da es nicht so einfach ist den Luftkanal oder Lüfterbefestigung alles genau auf richtige Höhe mit passenden Maßen zukonstruieren, versuche ich gern das Design gleich beweglich zugestalten.

    Du könntest am Luftaustritt auch einen Schieber als Windschild für die Düse dran konstruieren. Auch wenn man das HotEnd mal auseinander nimmt, kann sein daß nach dem Zusammenbau die Düse doch wieder eine etwas andere Höhe hat.


    Bei viel Luftdruck durch das Gebläse kommt zudem auch umgelenkte Luft vom Drucktisch bzw vom Druckobjekt zurück und dabei teilweise wieder verstärkt auf HeizBlock und Düse.

  • Hatte auch schon sowas überlegt - dachte da aber eher dran den Adapter mit 90° seitlichen Ausgang in voller Größe so zu lassen und dann halt nur ansteckbare "Addons" zu drucken..spart ja gut 50-70% Kunststoff.

    Aktuell geht der Luftstrom nur von einer seite fast waagerecht raus. Daher geht auch vom Bett aus, wie du schon schreibst, auch wieder etwas Richtung Düse. Werde erstmal was mit zwei seitlichen Armen basteln, welche so nah an die Düse kommen wie nur möglich + diese so ausrichten, dass diese in mind. 45° nach unten strahlen, dass die Düse selbst nichts abbekommt.

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  • Eine Silikonsocke, bei der nur die Spitze der Düse herausschaut, bringt da auch schon einiges. So was z.B.

    Ne Socke habe ich ja - das ist aber eine von diesen breiten, etwas spitzeren Düsen drauf. D.h. die ragt mehrere mm heraus und nicht nur die Spitze. Soo einfach ist das hier nicht :D


    Die Edelstahldüse und die blaue Silikonsocke siehst du übrigens oben im nicht eingebauten Zustand bei den Fotos.

  • Da Du Spaß am Basteln zu haben scheinst:


    Die Silikonsocken-Formen auf Thingiverse könnten was sein. Das entsprechende Dichtungsersatz-Silikon ist billig zu kriegen und kann was. Ich habe mir für die E3D-V6-Klone welche gemacht und bin sehr zufrieden damit.


    Da schaut im Allgemeinen nur die Spitze der Düse raus, auch bei den Varianten für die MK8-Hotends. Darauf komme ich, weil Deine Fotos einen (anscheinend, zumindest passte die Größe) MK8-Heizklotz zeigen. Ich hatte auch schon Socken für den MK8-Heizklotz fabriziert, allerdings passen die nicht so ganz zu meinem Tronxy X5SA, da kommen die Strippen von der anderen Seite in den Klotz. Ich muss also nochmal welche fabrizieren, dann allerdings die Formen dazu gespiegelt gedruckt.


    Falls Du das durchführst, ein Warnhinweis: beim ersten Aufheizen kommt es zu Rauchentwicklung und der Geruch ist nicht gerade der Hit. Man könnte glauben, der Drucker fängt an zu brennen ;-) Ist aber "verbrennende" Essigsäure, die in Resten immer noch im Silikon drin sitzt, selbst wenn die Socken mehrere Tage zum Aushärten hatten. Beim zweiten Aufheizen ist das schon deutlich weniger und irgendwann ist das gänzlich weg. Dann tun die Socken zuverlässig ihren Dienst. Eine habe ich im Dauereinsatz, die zeigt noch keine Ermüdungserscheinungen.

  • Diese Formen habe ich benutzt .. mit K2 Hochtemperatursilikon. Lohnt sich nicht. lieber für Centbeträge die passende kaufen - billiger und bessere Quali. Selbstgemacht ist einfach nicht steif genug und hält nicht gut genug (meine Meinung + Erfahrung nach 4 hergestellten Silikonsocken).


    Wichtig dabei ist folgendes (leider selbst zu spät gelernt - hofftl. erspare ich euch das) : Es gibt E3D-kompatible Heizblöcke für Sensor-Patronen (PT100 ist da das Stichwort) und welche mit Loch für die kleinen Glaskugeln. Die PT100-Variante ist minimal (1,5 mm !?) breiter - und es gibt passende Silikonsocken für beide Größen - unbedingt auf die korrekte Variante achten.

    AlphaRay : Das mit den Düsen ist mir auf dem einen Bild neulich schon aufgefallen - diese Düsen sind für MK8-Heizblöcke gedacht. Benutz besser E3D-kompatible-Düsen, dann passen auch alle Abstände im Heizblock selbst - auch diese Erfahrung musste ich leidig selbst machen. Mal ganz abgesehen davon, dass du dir damit durch die 1-2 mm mehr "Tiefgang" weitere Probleme, z.B. mit den vorhandenen Mounts-/Bauteilen (zB. Ducts die dann immer auf die Nozzle pusten, statt darunter) schaffst.

    Tipp : falls dir die 17Euros nicht wirklich weh tun, teste mal ne MicroSwiss E3D für 17€ (bei filamentworld.de gibts die auch ohne extra Versandkosten). Wenn man keine abrasiven Materialien druckt, braucht man das nicht wirklich, ich weiß.. aber wer einmal diese Beschichtung und die Vorteile kennengelernt hat, will kaum mehr wieder Standard-Messing. (Allein in Bezug aufs Stringing macht das ne Menge aus, wirklich).
    Grüße, Olli

    Klickibunti ? Nein Danke. Ich versteh lieber, was ich tu...

  • Ich hatte mir fünf von den blauen Socken für knapp 10 € bei Amazon geholt...die passen 100% auf den Block hier. Das ist der "normale" ohne Schlitz und den schwarzen, abstehenden Schrauben (diese Blöcke sind schmaler bzw. niedriger..die Socke passte da nicht ganz drauf).


    Ich hab 0,6er Düsen in Edelstahl gesucht und nur diese hier gefunden. Alle anderen Größen habe ich in der anderen Form. Muss trotzdem die Kühlung anpassen, da die ja immer noch nur Seitlich und halt viel über die Düse bläst. von oben nach unten statt seite nach unten dürfte die Düse auch nicht so stark abkühlen.

    Ggf. wechsel ich das ganze auf Prusa MK3S X-Schlitten - so langsam bin ich nämlich genervt. Seit August nicht ein mal Verstopft und nun keine Stunde drucken können ohne Probleme :/ Ich hab den Drucker immer ohne Aufsicht über Nacht stunenlang drucken lassen ohne dass je was passiert war - jetzt geht ja nix.

    Zudem ist ja der X-Schlitten von Prusa ja doch gut durchdacht und funktioniert anscheinend sehr gut... Mit Adaptern kommen dann aber auch die Sinterbronze-Gleitlager rein statt normalen.
    Erstmal aber die Kühlung anpassen und ausprobieren...aktuell könnte ich ja nicht mal den Schlitten drucken, da ja nach der Hälfte die Düse verstopft wäre. Argh...

  • Solche Teile eh am besten in ABS drucken, dafür brauchst du keinen Lüfter .. und wenn die Teile klein/flach genug sind und mit einigen Lines Skirt, sollte es möglich sein die problemlos in ABS ohne Warping zu drucken - oder halt PETG. Für beides brauchst du erstmal nicht unbedingt Kühlung.

    Klickibunti ? Nein Danke. Ich versteh lieber, was ich tu...

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  • Ach ja .. bezgl 0,6 E3D-Düsen... die von mir empfohlenen MicroSwiss gibt es auch als 0,6er und 0,8er in E3D-kompatibler Form.
    Siehe hier zB. : https://www.3djake.de/micro-sw…dB3Y4AXMrUOAaAr3LEALw_wcBEdelstahl-Düsen machen absolut nur dann Sinn, wenn du wirklich abrasives Material druckst. Ansonsten sind Edelstahl-Düsen in quasi ALLEM schlechter, wegen schlechterer Hitzeleitfähigkeit usw usw. . Wenn man kein abrasives Material druckt, lieber Finger davon lassen - steigert nur die möglichen Probleme, mehr nicht.

    Klickibunti ? Nein Danke. Ich versteh lieber, was ich tu...

  • Solche Teile eh am besten in ABS drucken, dafür brauchst du keinen Lüfter .. und wenn die Teile klein/flach genug sind und mit einigen Lines Skirt, sollte es möglich sein die problemlos in ABS ohne Warping zu drucken - oder halt PETG. Für beides brauchst du erstmal nicht unbedingt Kühlung.

    Der aktuelle Schlitten ist PLA (glaube sogar ganz billiges von OWL) - der neue reicht mir auch in PLA, da ich ein ganz neues habe, welches neben stark erhöhter Festigkeit auch noch temperaturbestängier als normales sein soll.

    Da ich nie ABS drucken werde brauche ich auch keine "Hochtemperaturfähigkeit" der Teile. In PETg habe ich leider keine schönen farben - schwarz und dunkelrot... :(


    https://www.3djake.de/fiberlogy/impact-pla-gray


    "Dieses technische Filament gewährleistet aufgrund seiner hohen Schlagfestigkeit eine erhöhte Riss- und Bruchfestigkeit und eine höhere Temperaturbeständigkeit."

    "Erhöhte Schlagfestigkeit im Vergleich zu PLA (bis zu 800%) und ABS (bis zu 50%)"


    Edelstahl-Düsen machen absolut nur dann Sinn, wenn du wirklich abrasives Material druckst. Ansonsten sind Edelstahl-Düsen in quasi ALLEM schlechter, wegen schlechterer Hitzeleitfähigkeit usw usw. .

    Ich hab nie Probleme mit Edelstahl gehabt..eher Tick saubere Drucke. Es klebt fast nichts dran, im Gegensatz zum Messing.

    Das Problem des Verstopfens hatte ich davor mit einer Messingdüse. An der niedrigeren Wärmeleitfähigkeit kann es also nicht liegen.


    Uih - die Microswiss sind ja da gleich bissl teurer. Naja...sowas hält aber an sich lange. Ich habe mittlerweile aber um die 20 Düsen, die ich so schon nie verbraucht bekomme :D

  • Ich drucke übrigens auch mit den kurzen E3D Düsen, im MK8 Heizblock, vorher im, beim I3 Pro mitgelieferten, Heizblock am E3D Clone. Das passt gut, ist dicht und macht mittlerweile auch keine Probleme mehr.
    Zum Thema, mit welchem Filament den Schlitten drucken, warum soll PETG besser geeignet sein als PLA? Die Glasübergangstemperatur unterscheidet sich kaum (60°C PLA, 70°C PETG), da ist ein Hochtemperatur PLA deutlich im Vorteil, je nach Hersteller, liegt die Glasübergangstemperatur bei 120°C bis 160°C. Allerdings, wird eine erhöhte Temperaturfestigkei ja eigentlich nur bei geschlossenem, beheizten Bauraum notwendig.

  • Zum Thema, mit welchem Filament den Schlitten drucken, warum soll PETG besser geeignet sein als PLA?

    Ich wrüde sogar behaupten, dass PLA den weiteren Vorteil hat, dass es "steifer" ist und somit eventuelle Mikrovibrationen vermieden werden.

    Ist die bei PETg echt so niedrig? Ich meine dass bei Kochendwasser PET nicht soo weich wird wie z.B.. Dass da aber nur so wenig Unterschied zwischen ist..
    Zudem kann ich ja jedes PLA im Backofen "härten" und somit definitiv temperaturfester machen als PET.

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  • Das mit dem härten im Backofen, hab ich noch nicht probiert, da bekomme ich Ärger mit meiner Frau.
    Außerdem, soll die Temperatur dabei ja konstant zwishen 100° und 110° liegen, das klappt bei meinem Backofen nicht wirklich.
    Wenn ich mal dazu komme (Noch sooo viele Baustellen, Vervesserungen am CTC) , werde ich einen kleinen Tischbackofen umbauen, mit besserer Temperaturregelung per Microcontroller. Zum Reflow löten, gibt es ja Bauanleitungen, z.B. von Elektor, wenn die Software angepasst wird, sollte der Umbau klappen.


    Nochmal zu den Düsen, wie in einem anderen Thread schon hingewiesen wurde, es gibt ja auch beschichtete Düsen z.B. von MaPa-refining.

    The post was edited 1 time, last by Hubert ().

  • Diese Formen habe ich benutzt .. mit K2 Hochtemperatursilikon. Lohnt sich nicht. lieber für Centbeträge die passende kaufen - billiger und bessere Quali. Selbstgemacht ist einfach nicht steif genug und hält nicht gut genug (meine Meinung + Erfahrung nach 4 hergestellten Silikonsocken).

    Das war die Schuld des Silikons. Auch da gibt es Unterschiede. Ich habe welche mit "Mannol" Dichtungsersatz-Silikon fabriziert. Die sind deutlich! formstabiler als die China-Socken, beinahe unkaputtbar (SEHR reißfest) und halten einiges an Temperatur klaglos aus (ich kam bisher "nur" bis 270 Grad damit). Sehen halt farblich nur nicht so dolle aus. Die Schmiere gibt es aber auch in Schwarz, Blau, Grau und transparent ;-)

    Die Mapas haben aber wesentlich schlechtere Kritiken als die MicroSwiss bekommen.. beurteilen kann ich das allerdings selbst nicht muss ich dazu sagen.

    Das scheint auch sehr verschieden zu sein. Es gibt Leute, die auf die MaPas schwören und MicroSwiss links liegen lassen.


    Ich teste, wenn mal etwas Zeit übrig bleibt, und berichte dann.

  • Noch was zu "PLA vs. PETG":


    Die Glasübergangstemperaturen sind unterschiedlich, je nach Hersteller und Filamenttyp. Es gibt PETG mit Glasübergang 80°, manche haben aber auch nur 60°, wie (häufig) PLA.


    "Steifer" ist PLA übrigens nicht, es ist an der Oberfläche härter. Vibrationen überträgt es aufgrund dieser Eigenschaft um einiges stärker als das weichere, aber zähere, PETG. PLA ist nicht wirklich schlagfest, aber resistenter gegen Kratzer. PETG ist fast so schlagfest wie ABS, dafür empfindlicher gegen Kratzer.


    Ich habe einen X-Schlitten in PETG, der tut bestens.

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