Geeetech prusa i3 B; Einstellung

  • Hallo,


    ich habe von Geeetech einen Acrylic prusa i3 B DIY für faires Geld gekauft und zusammengebaut. An anderer Stelle habe ich

    bereits wegen des beiliegenden 3D Autoleveling Sensor geschrieben. Hier einige Sätze über den Bausatz und dessen Montage.


    Der Bausatz kommt in einem größeren stabilen Karton mit Styroeinsätzen per DHL aus Prag. Damit sind auch keine Gänge zum

    Zollamt notwendig. Vor der Lieferung hat Geeetech per Email eine englischsprachige Montageanleitung und eine Bedienungsanleitung

    geschickt. Alles ist ordentlich verpackt und gekennzeichnet und die Montage macht richtig Laune. Die Präzision der Teile ist so

    hoch, daß nirgendwo eine Nacharbeit nötig war. Lediglich zwei Motorkabel fehlten, wurden jedoch in Rekordzeit (4 Tage) nachgeliefert.


    Kurzum, zusammen gebaut, Druckbett und Endschalter justiert, eingeschaltet und geht (sogar erstaunlich leise). Ich möchte jetzt hier keine

    Werbung für Geeetech machen, aber es gab nirgendwo etwas zu meckern.


    Da ich schon für meinen Bizer Simplify3D gerne nutze, habe ich den prusa i3 auch damit betrieben, einfach und problemlos.


    Ein kleines Problem habe ich hier und bitte um Rat.


    Bei dem prusa i3 (Borosilikatbett) wird die Bodenfläche nicht "glatt". Da liegt tatsächlich Nudel neben Nudel, es gibt aber noch keine glatte Fläche. Die Haftung am Bett ist sehr gut, ich denke jedoch, daß bei der ersten Lage die erste "Nudel" nicht genug auf das Bett gedrückt wird

    und somit kein geschlossenes Bild zustande kommt. Ich rede hier von PLA, 220°C Extruder, 70°C Bett und 0,3 mm Düse.


    Muß ich das Bett höher stellen, oder kann ich bei S3D dieses mit einer Einstellung erreichen? Oder was empfiehlt man sonst?


    Gruß

    Miro

  • Im Slicer kann man häufig speziell die Layerhöhe für den ersten Layer angeben.

    Der ist meist 0,3mm kann aber auch auf 0,2mm nehmen, je nach eigentlicher Layerhöhe des ganzen Job's.


    Außerdem kommt zu dieser Höhe beim ersten Layer noch die Höhe dazu auf die gelevelt wurde. Darum empfehle ich meist mit einem dünnen Kassenbon zu leveln.


    Auf welchen Abstand dein Autoleveln eingestellt ist, oder ob da wirklich auf 0,00000 eingestellt wird, weiß ich leider nicht.


    Außerdem erster Layer etwas wärmer an Düse und Druckbett, läßt 'Würste' besser verlaufen.

  • Autoleveln ist momentan nicht so angesagt. Ich habe das Ding noch nicht installiert, nachdem ich die Threads hier gelesen habe. Ich denke, man kommt auch gut ohne aus. Bisher habe ich mit 80g-Papier gelevelt. Da es beim Bizer, der niedriger eingestellt ist, funktioniert, werde ich auch mal beim i3 das Bett höher nehmen. Mehr als 220 °C ist wohl zuviel des Guten. Ich probier mal mit Einstellungen und Bett höher. Danke für den Tipp.


    Gruß

    Miro

  • Stelle die Bed-Temp auf 40 - Spart viel unnötigen Strom. Ich drucke bei 40 ohne Probleme. Die meisten brauchen wohl noch nicht mal beheizes Bed.

    Ist bei dir die Einstellung aktiv dass Lüfter beim ersten Layer aus ist? Kann auch die Ursache sein. Aber Hauptsächlich Höhe erster Layer.

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  • Eure Tipps habe mir weiter geholfen.Vielen Dank.

    Veränderungen der ersten Lage in S3D und das Leveling des Betts

    unter Heizung - auch des Extruders - haben letztendlich zum Erfolg geführt.


    Eigentlich dachte ich, daß sich Hotend und Heizbett bei Erwärmung näher kommen.

    Aber genau das Gegenteil war der Fall, ich bekam mehr Luftspalt und konnte nachstellen.


    Jetzt habe ich die Oberfläche, die man bei einem Glasbett erwarten kann.


    Ob ich auch noch die Temperatur des Heizbettes auf 40 °C herunternehme, muß ich erst probieren. Qualität hat Priorität.


    Gruß

    Miro

  • Ob ich auch noch die Temperatur des Heizbettes auf 40 °C herunternehme, muß ich erst probieren. Qualität hat Priorität.

    70°C Bed-Temp erhöhen die Druckqualität..? Wo hast du das her? :/



    Beheiztes Bed hat an sich nur zwei Funktionen (meines Wissens nach) - wir sind ja immer noch bei PLA:

    - dass das zu druckende Teil drauf haften bleibt. Vom kalten Bed kann es sich ablösen - muss aber nicht.. Hängt vom Untergrund ab

    - Warping bei grooßen Teilen. Hatte ich bisher nur bei 30° und einem 20 cm langen und sehr schmalen Druckteil. Das war aber noch gaanz am Anfang...da war meine Wasser-Leim Mischung auch noch zu dünn + keine Folie als Gehäuse drumherum, was das ganze schon behoben hätte, da meine riesige Voyager über das komplette Bed gedruckt gar kein Problem war.


    Wenn du Glasbed hast + Wasser-Leim Mischung drauf dann reichen 30-40° Grad völlig. Ich nutze 40, da ich seit ich die hab Null Probleme mit Ablösen habe.
    Wenn bei dir Qualität Priorität hat, dann wäre ein Gehäuse um den Drucker viel wichtiger, damit die Temperatur stabil bleibt.

    PETG z.B. braucht eine höhere Temperatur. Da ist das Warping meine ich problematischer. Ich hatte hier mit 60°C keine Probleme bei den ersten Tests. Von 60-70° lese ich oft, aber nicht bei PLA.

  • PLA, lässt sich problemlos auf ein kaltes Glas Bett drucken, wenn ein Haftvermittler wie Holzleim, Haarspray, Zitronensäure, Zuckerwasser usw benutzt wrd. Für ABS, PETG und viele andere ist ein beheiztes Bett ein Muss.

  • Moin,

    ich habe anfangs bei dem Bizer außer verschiedenen Bettmaterialien auch verschiedene

    Haftvermittler probiert, wobei Haarspray das Übelste war. Alle haben mehr oder weniger funktioniert. Immer hatte man danach die Spuren des Haftvermittlers von Bett und Modell zu entfernen und teilweise hatte sich das "Wundermittelchen" in die erste Druckschicht "eingebrannt".


    Da mir das keinen Spaß machte, probierte ich ein beheiztes Bett auch bei PLA. Und es funktionierte. Warum also mit, wenn es auch ohne geht?


    Bei PET und ABS ist es ohnehin unumgänglich, mit beheiztem Bett zu drucken. Bei ABS nehme ich den Bizer, den ich rundum mit Acrylscheiben dichtmachen kann und somit auch die Umgebungstemperatur erhöhe und Zugluft vermeide.


    Probiert es doch mal aus. PLA ohne verdünntem Weißleim und das Glasbett auf 60 - 70 °C heizen.


    Gruß

    Miro

  • Ich wollte damit ja nur sagen, dass es klappt, Ich selbst drucke PLA und PETG, auf dem beheizten Glasbett ohne Probleme. Voraussetzung, das Bett ist gut gelvelt und gesäubert, ich nehme, wenn nötig, das Glas zum reinigen ab und reinige es mit Spülmittel in der Spüle.
    Die Bettemperatur stelle ich für die ersten Schichten bei PETG auf 80° und reduziere dann auf 70, bei PLA 70 und dann 60.
    Bei Drucken mit größerer Grundfläche, heize ich das Bett etwas länger (mit Baumwolltuch abgedeckt) vor damit auch an den Rändern die vorgegebene Temperatur erreicht wird.

    Ja und dann muss auch die ganze schmiererei nicht sen. Haarspray find ich auch nicht gut, da der Nebel sich ja auch auf Fürungen usw. ablagert.

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  • Die Borosilikatplatte ist nach meiner Beobachtung für bettbeheiztes Drucken das Beste von all meinen Versuchen. Selbst sehr kleine PLA-Teile 7 x 10 mm Grundfläche lassen sich ohne Haftvermittler und ohne Raft zuverlässig drucken und lösen sich nach Bettabkühlung von selbst.


    Voraussetzung ist natürlich bei solchen kleinen Grundflächen ein sauber geleveltes Bett. Was beim prusa i3 sehr schnell und zuverlässig gemacht ist.

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