Antihaftbeschichtung für Düse

  • Hallo,

    beim Drucken mit PLA (220°C, Bett 70 °C, FR4) kommt es mitunter vor, daß, bei der erste Lage das

    Filament nicht die richtige Bodenhaftung hat und dann am Düsenrand verklebt. Dies baut sich dann

    auf und der Druck muß abgebrochen werden.


    Mit was kann man die Düse außen behandeln, daß das geschmolzene Filament nicht an ihr kleben

    bleibt?


    Ich könnte jetzt zwar mit verschiedenen Temperaturen probieren, aber mit der o.g. Einstellung komme

    ich im Normalfall gut aus. Also könnte vielleicht ein Trennmittel bekannt sein.


    Gruß

    Miro

  • Hi,


    es gibt antihaft beschichtete Düsen.

    https://www.mapa-refining.de/produkte/d%C3%BCsen-nozzles/


    Aber dein beschriebenes Problem hat eigentlich nix mit der Haftung an der Düse zutun.

    Normalerweise kommt das Filament nicht außen an die Düse , kann darum außen eigentlich auch nicht kleben bleiben.

    Wenn es sich an der Düse kringelt und dann dabei außen an der Düse Kontakt hat, dann hat entweder

    die Düse direkt am Düsenausgang eine Beschädigung oder Verunreinigung,

    oder dein Druckbett keine Haftung,

    oder dein Filament eine ungünstige Konsistenz bzw falsche Temperatur.

    Das Filament wird ja in einem Strang gedruckt und dessen Konsistenz muß es hergeben, daß zB durch Retrakt das in Düse verbleibende und das schon gedruckte Filament sich trennt.


    Natürlich kann es mal vorkommen daß zB durch Wrapping des Druckes und somit beim Anecken der Düse an schon gedruckten Objektteilen sich Filament an der Düsenspitze sammelt.

    Dann wäre dein Wunsch aber nicht abwegig um das Filament dort einfach wieder ab zubekommen.

    Während des Druckens hingegen wird es nix bringen.

  • Aber dein beschriebenes Problem hat eigentlich nix mit der Haftung an der Düse zutun.

    Normalerweise kommt das Filament nicht außen an die Düse , kann darum außen eigentlich auch nicht kleben bleiben.

    Richtig...das Problem hatte ich bisher auch noch nie bzw. nur wenn sich durch warping ein Teil halt hochgezogen.
    Das Problem muss eine andere Ursache haben.

    Miro : Wie sieht es denn aus...? Also wo/wieviel Filament klebt denn an der Düse? Und immer oder nur bei bestimmten Filamenten?

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  • Ich habe mal die MicroSwiss-Düsen getestet und gebe seitdem jetzt für diese lieber ein bisschen mehr aus, anstatt n 6er-Pack für nen 10er zu kaufen... lohnt sich.
    https://www.filamentworld.de/s…ese-twinclad-xt-m6-175mm/

    17 Euronen für ne Düse ist natürlich schon ein Wort. Aber wie gesagt, kann die nur empfehlen.

    Grundsätzlich so als Tipp bezüglich des Verhinderns einer von außen "verschmodderten" Düse:

    Nach einem Druck nie(!!) den herausgelaufenen Filamentrest abmachen .. Beim nächsten Druck, sorgt diese "Beschwerung" schon dafür, dass beim aufgheizen herauslaufendes Filament gerade nach unten fließt und sich nicht um die Düse wickelt. Wenn man dann noch auf der Seite die der Druckkopf beim Homen anfährt noch ein wenig "Luft" hat, dann streift die Düse den entstandenen Faden quasi an der Seite des Druckbetts ab.
    Ist ein Erfahrungswert ... mit manuell vorsäubern bieb mir im nachhinein nie die Düse sauber, ich hatte immer heraus-oozendes Filament was die Düse dann verdreckt hat von außen.

    Klickibunti ? Nein Danke. Ich versteh lieber, was ich tu...

  • Da unterscheiden sich die Erfahrungen, glaube ich ;-) Zu den beschichteten Düsen kann ich mangels Erfahrung damit wenig sagen.


    Was das "Hängenbleiben" an der Düse betrifft, so ist das mit Sicherheit mangelnde Haftung auf dem Druckbett. Seit ich eine Glasplatte einsetze und meines Cousins Tipp mit "Mach Holzleim/Wasser 1:3 drauf!" umsetzte, habe ich an der Front völlige Ruhe. Keine eingesauten Düsen mehr.


    Eine Silikon-Socke ist ebenfalls hilfreich. Ich muß dazu allerdings sagen, daß man die käuflich erwerbbaren China-Socken getrost vergessen kann, die halten nur den Heizblock sauber.


    Es gibt auf Thingiverse richtig gute Silikon-Gußformen für eine andere Art Socke, die nicht nur den Heizblock, sondern auch die Düse (beinahe) umschließt. Die sind wirklich genial. Erfordern allerdings einiges an Aufwand (Form produzieren, wozu der Drucker wirklich 1A kalibriert sein sollte, Silikon für Dichtungen besorgen, damit rumsauen, aushärten lassen, Essiggestank ertragen, beim ersten Aufheizen anderen Gestank und Rauch ertragen...) Meiner Erfahrung nach aber lohnend. Kein Ärger mehr mit dem durch den Bauteilkühler zu weit heruntergekühlten Heizblock und alles bleibt fein sauber.


    Ich popel immer kurz vor dem Druckbeginn das herausgelaufene PETG ab, der dann noch nachlaufende Rest wird mittels Start-GCode nochmal "verlängert" und das RAMPS wartet dann auf einen Knopfdruck. Sabber abzupfen und gleichzeitig Knopf drücken, los geht´s. Funktioniert natürlich nicht mit einem "Stock"-CTC...


    Da war der Cura-Start-GCode von polygoner (glaube ich?) damals recht nützlich, der legte eine Rotzspur haarscharf an und übers Heizbett, dann ein Retract, der Rest blieb bei der Bewegung zum Druckstart an der Heizbett-Kante hängen und man konnte sauber starten.


    Evtl. hilft so etwas im hier vorliegenden Fall erst mal?

  • Die Anhaftungen an der Düse sind bei mir selten, aber wenn sie durch schlechte Bodenhaftung der ersten Lage entstehen, sammelt die Düse jedes, etwas höher stehendes Filament auf und wird dadurch immer "sammlungsintensiver". Abhilfe schaffte bisher nur Abbruch und sorgfältige äußere Säuberung.


    Abhilfe konnte ich jetzt damit schaffen, indem ich die Düse vor Druckbeginn mit einem PTFE-getränktem Wattestäbchen vorsichtig wischte. Vielleicht bestelle ich mir mal eine beschichtete Düse und probiere damit. Jedenfalls vielen Dank für eure Tipps und Anregungen.


    Weiterhin möchte ich eine Glasplatte als Druckbett probieren. Geht das mit normalem Fensterglas oder springt das bei Erwärmung? Experimente mit verdünntem Weißleim (Ponal) habe ich in der Vergangenheit auf FR4 probiert. Es funktionierte, aber FR4 geht auch ohne. Glas hätte allerdings den großen Vorteil, daß die Platte absolut eben und nicht verzogen ist.


    Vielleicht gibt es in den Tiefen des Forums ein funktionierendes Konzept für ein Glasbett. Für einen Link wäre ich dankbar.


    Gruß

    Miro

  • "Borosilikat" (eigentlich "Bor-Silikat") heißt das Zauberwort.


    Ich verwende eine von diesen Glasplatten:


    https://www.roboter-bausatz.de…-mk2-heizbett-200-213-3mm


    Da gibt es auch noch andere Größen, falls Du z.B. ein MK3-Heizbett einsetzt (die Aluminium-Heizbetten, die Oberseite ist Aluminium blank, die Heizschlangen sind auf der Unterseite).


    Anzumerken ist dazu noch: laß Dich nicht wuschig labern von wegen "nimm bloß nix vom Chinesen, deren Platten sind alle krumm". Das ist ziemlicher Blödsinn. Die allermeisten dieser Platten werden so oder so in China produziert (auch die "Premium"-Glasplatten...). Die verwenden da europäische Maschinen zur Herstellung. Meine Platten sind innerhalb der üblichen Toleranzen (+-0,02) eben.


    Eine Frage: benutzt Du FR4 denn noch? Wenn nein, warum nicht?


    Ach so: zur Klemmung nehme ich derzeit "amerikanische Aktenklammern", auch "Dove tail" genannt. Die kriegt man in jedem gut sortierten Bürozubehörhandel.


    Für meinen nächsten Prusa-Klon (p3steel mit MK3-Heizbett) plane ich eine andere Halterung für Glasplatten... aber nur, wenn BuildTak mir Schwierigkeiten machen sollte (was ich nicht glaube, seitdem ich den BFPTouch im Einsatz habe. Da kann ich die Starthöhe so fein regeln, daß ich nicht zu tief kommen sollte und das Teil dann nur noch mit Gewalt runtergeht).

    The post was edited 3 times, last by whose ().

  • Vielen Dank für Tipps und Link.

    Bisher habe ich mit chinesischem Material keine Probleme gehabt und außerdem,

    was kommt denn heute nicht ursprünglich aus China?


    Derzeit arbeite ich mit einer leicht angeschliffenen FR4-Platte, die mit Aktenklammern gehalten

    wird. Das funktioniert auch bei PLA recht gut ohne besondere Beschichtung (z.B. Haarspray, Weißleim usw.). Ich werde mir eine oder zwei Borosilikat-Platten bestellen und verspreche mir davon weniger

    Verzug bei hohen Betttemperaturen (ABS).


    Gruß

    Miro

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  • Ah, ABS...


    Dann brauchst Du mit Glasplatten auf jeden Fall Geduld, wenn Du einen Druck fertig hast. Die Teile dann nicht mit Gewalt runterreißen, sonst lösen sich Schuppen vom Glas ab.


    Ich kann Dir mangels Erfahrung mit ABS allerdings nicht sagen, ob Glas da was bringt und wie der Leim auf hohe Temperaturen reagiert. Ich drucke eigentlich nur noch PETG und ab und an mal PLA. Ganz selten auch mal TPU.

  • Die Geduld werde ich haben, ich warte bereits jetzt mit dem Ablösen, bis das Bett soweit runtergekühlt ist, daß man die Objekte einfach wegnehmen kann.


    Die Drucktemperaturen von PET und ABS liegen ziemlich nah beisammen. Lediglich das Bett braucht bei ABS wegen warping eine höhere Temperatur (ca. 100°C) und ABS ist zugluftempfindlich. Wahrscheinlich

    nehme ich als Haftungsverbesserer etwas in Aceton gelöstes ABS. Deshalb verwende ich für PLA und ABS verschiedene Platten.

  • Die Drucktemperatur ist bei Borosilikat-Glas weniger das Problem. Heizbett bis 100 Grad sollte dem Zeug auch wenig ausmachen. Es ist nur mechanisch etwas empfindlicher, vor allem an der Oberfläche. Da lösen sich schnell mal "Schuppen", wenn man ein Druckteil mit Gewalt herunterhebelt (man drückt dabei zwangsläufig aufs Glas, das gibt dann nen Spannungsriß).

  • Also nachdem ich nun einige Erfahrungen mit der Ultrabase gesammelt habe, gelingen mir PLA-Drucke von der Größe meines Bauraums ohne jegliche Haftungsschwierigkeiten. ABS hat immer noch die üblichen Verzug-Probleme (Bauraumheizung immer noch nicht fertig) bei großen Teilen - kleinere, zB E3D-Mount, FanDucts und sowas kann ich mittlerweile problemlos drucken, auch ohne Extra-Mittelchen. Wichtig ist nur, das Heizbett sauber zu verkleben und zusätzlich mit Klammern zu sichern, so dass auch durch Verzug beim leveln keine Spalte etc entstehen. Seit mein Druckbett halbwegs gleichmässig beheizt ist, und ich vor allem viel mehr Erfahrung habe (sauberes Leveln!!!) sind die Ultrabases nun wirklich ein Traum. Nach dem Druck abkühlen lassen und einfach die Teile absammeln, während des Drucks aber bombenfest. Ich kann die Dinger nur empfehlen, unter 1 Bedingung : PETG sollte man damit nicht drucken. Warum auch immer, aber ich hab mir, jedesmal beim Drucken mit PETG, schon die Beschichtung von mehreren von den Dingern zerstört, die klebte dann unten am Bauteil teilweise.

    Klickibunti ? Nein Danke. Ich versteh lieber, was ich tu...

  • Die Drucktemperatur ist bei Borosilikat-Glas weniger das Problem. Heizbett bis 100 Grad sollte dem Zeug auch wenig ausmachen. Es ist nur mechanisch etwas empfindlicher, vor allem an der Oberfläche. Da lösen sich schnell mal "Schuppen", wenn man ein Druckteil mit Gewalt herunterhebelt (man drückt dabei zwangsläufig aufs Glas, das gibt dann nen Spannungsriß).

    Borosilikatglas (Jenaer Glas), ist sehr robust und wird deshalb auch für Laborgeräte benutzt. Es ist sehr chemikalien und temperaturbeständig. Die Temperaturbeständigkeit, kommt durch den, gegenüber anderen Gläsern, sehr geringen Wärmeausdehnungskoeffizienten. Nachteil, nur mäßige Wärmeleitfähigkeit.

    Wenn es sogar die Bunsenbrenner aushält, sollte die Temperatur beim drucken, wirklich nichts ausmachen.

    Dass sich "Schuppen ablösen, sollte eigentlich auch nicht passieren, aber es gibt wohl doch Qualitätsunterschiede, je nach Hersteller. Das Original, kommt von Schott Glas, hier sollte man Schott Duran Glas bevorzugen.
    Ansonsten ist auch Pyrex Glas sehr gut.

    Es gibt sogar biegbares Borosilikat Glas.
    Leider steht bei den diversen Händlern, für 3D Druckerzubehör, sehr selten der Hersteller dabei.

    Wiki zu Borosilikat

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  • Dass sich "Schuppen ablösen, sollte eigentlich auch nicht passieren

    Oh doch..geht problemlos, wenn man Haftvermittler wie Leim nutzt. Meins hat so viele Krater, dass ich es ersetzten musste - ein Druck ist förmlich mit dem Glas verschmolzen, wodurch es beim runterhämmern irgendwann gebrochen ist...ohne das Modell frei zu lassen. Das habe ich dann Stückchenweise vom Glas befreien müssen, nachdem ich es zerschlagen habe......
    Man sollte also die Leimschicht nicht zuu dick werden lassen. Wenn der Kunststoff "in" der Leimschicht gedruckt wird bekommt man es ohne Glaschips kaum ab.....

  • Schott Bor-Silikat ist auch von der Oberfläche her nochmal eine ganz andere Klasse als die China-Scheiben (also nicht nur vom Preis her). Die Oberfläche dieses Glases ist nochmal härter, aber nicht ganz so spröde.


    Ritzt man die Oberfläche oder bringt große Lasten quer zur Oberfläche auf, platzt auf Zug halt was ab. Das sind die "Schuppen". Habe ich auch schon bei Schott-Glas gesehen. Ist nur eine Frage der Gewalt ;-)


    Für unsere Zwecke reichen die China-Gläser aber völlig hin. Nicht zu viel Leim (oder Haarspray oder was weiß ich), etwas Geduld nach dem Druck, und alles wird gut.


    Meine Glasplatte hat nur eine Schuppe verloren bisher. Der "Krater" ist jetzt halt auf der Unterseite.

  • Ich habe aktuell eine Scheibe aus einem uralten Schrank (verspiegelte Wand von der aufklappbaren Bar). Keine Probleme..keine Risse..keine Abplatzer. ist aber auch fast doppelt so dick wie das Broglas vorher.

    Hbae mir auch schon großes Stück dickeres braunes Platinenmaterial besorgt, was ich demnächst als Bed nehmen will. Mir fällt gerade nicht die Bezeichnung ein... Ich meine es war 8 mm dick - in der Stärke soll es sich nicht verziehen. Vorteil gegenüber Glas wäre halt, dass es nicht kaputt geht.

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  • Angefangen habe ich mit dem blauen Malerkrepp. Das ging gut, aber die auf das Modell übertragene Struktur störte mich. Als nächstes probierte ich die von Vielen gelobte Pertinaxplatte.

    Damit habe ich eigentlich die schlechtesten Erfahrungen gemacht. Vermutlich war der Wärmedurchgang von der Bettheizung zu schlecht (Pertinax ist halt ein ausgezeichneter Isolierstoff).

    Weiterhin muß die Oberfläche immer wieder angeschliffen werden, sonst hält nichts.


    Und so kam ich zu FR4, mit dem ich bis heute problemlos PLA, ABS und PET drucke. Jetzt werde ich dennoch die Borsilikatscheibe probieren.

  • Damit habe ich eigentlich die schlechtesten Erfahrungen gemacht. Vermutlich war der Wärmedurchgang von der Bettheizung zu schlecht (Pertinax ist halt ein ausgezeichneter Isolierstoff).

    Ich habe es bestellt weil ich viele guuute Erfahrungen in Foren gefunden habe..... wie dick war denn deine?

    Isolierend dürfte das nicht sein, da es ja hauptsächlich aus Epoxydharz besteht, wenn ich das richtig verstehe.
    Klar ist 0,2 nicht zu vergleichen mit Borosilikatglas (1,2)...aber dies verzögert an sich nur die Aufheizdauer. Ich drucke PLA bei 40°, was ich aber nur mache, damit der Leim "weich" wird/bleibt und alles gut haftet.
    Auf der Pertinax Platte brauche ich ja keinen Haftvermittler und somit theoretisch auch gar keine Temperatur bei PLA, wenn gut angeschliffen.
    Preis für 25x25 liegt ja bei nur 5 €, wenn man die Versandkosten auch anteilig mit verrechnet ;)


    Was war denn das Problem bei dir mit dem Pertinax? Haftung bei bestimmten Materialien? Oder ging nichts?

  • Ich nutze auch die China Borosilikat Platte. Ich drucke meist ganz ohne Haftvermittler (PLA und PETG) Vor dem Druck wird mit Zitronensäure 50% gereinigt. Bei großen Grundflächen, kommt Spucke bei ca.65°C auf das Glas, mit Küchenkrepp abwischen, hält super, löst sich beim abkühlen von selbst.

  • Ich nutze auch die China Borosilikat Platte. Ich drucke meist ganz ohne Haftvermittler (PLA und PETG) Vor dem Druck wird mit Zitronensäure 50% gereinigt.

    Bei mir war eher as Problem mit Warping bei größeren Objekten - trotz PLA und 40°. Mit Leim klebt alles bombenfest und geht trotzdem nach abkühlen fast von alleine ab - wenn man schön kalibriert und es mit der Dicke der Leimschicht nicht übertriebt.


    Bei sehr winzigen Teilen bzw. sehr kleinen Flächen am Bed brauche ich kein Brim. Drucke ich nie - Zeit und Materialverschwendung :D

  • Ich habe es bestellt weil ich viele guuute Erfahrungen in Foren gefunden habe..... wie dick war denn deine?

    Isolierend dürfte das nicht sein, da es ja hauptsächlich aus Epoxydharz besteht, wenn ich das richtig verstehe.
    Klar ist 0,2 nicht zu vergleichen mit Borosilikatglas (1,2)...aber dies verzögert an sich nur die Aufheizdauer. Ich drucke PLA bei 40°, was ich aber nur mache, damit der Leim "weich" wird/bleibt und alles gut haftet.
    Auf der Pertinax Platte brauche ich ja keinen Haftvermittler und somit theoretisch auch gar keine Temperatur bei PLA, wenn gut angeschliffen.
    Preis für 25x25 liegt ja bei nur 5 €, wenn man die Versandkosten auch anteilig mit verrechnet ;)


    Was war denn das Problem bei dir mit dem Pertinax? Haftung bei bestimmten Materialien? Oder ging nichts?

    Ja, ich weiß, es gibt eine richtige "Pertinax-Gemeinde". Mag sein, daß sie damit klarkommen, manchmal hat das bei mir auch funktioniert, jedoch leider nicht zuverlässig. Wenn du dann einige Stunden gedruckt hast und das Teil löst sich plötzlich von der Platte, dann hilft nicht mal ein Bier.


    Die verwendete Pertinaxplatte hatte eine Dicke unter 2 mm. Probier die Platte ganz einfach aus, vielleicht kommst Du damit klar, mein Ding war sie nicht. Erst FR4 stimmte mich versöhnlich.


    Mein Problem bei Pertinax (auch Hartpapier genannt) habe ich oben schon geschildert. Ich hatte Ablösung fast fertiger Teile trotz Anschleifung (ohne Haftvermittler) und das nervt. Das lag nicht am Bizer, der seine Arbeit perfekt erledigt und auch nicht an mir und falschen Slicereinstellungen.


    Übrigens, Pertinax hat mit Epoxidharz nichts zu tun. Es ist eine Mischung von Papierfasern und Phenoplast (Phenolharz und Formaldehyd). FR4 besteht aus Epoxidharz. Beide Materialien werden für gedruckte Schaltungen verwendet (PCB).

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  • Wenn du dann einige Stunden gedruckt hast und das Teil löst sich plötzlich von der Platte, dann hilft nicht mal ein Bier.


    Die verwendete Pertinaxplatte hatte eine Dicke unter 2 mm. Probier die Platte ganz einfach aus, v

    Da hast du es dir selbst erklärt - daher habe ich mich in das Thema eingelesen: unterhalb 6 mm verzieht sich die Platte bei Erwärmung...was das Ablösen erklärt. Es ist dann wie bei den flexiblen Platten, wo man durch Biegen die Teile von der Platte nach dem Drucken löst. Daher 6 mm, weil erst hier einer keine Probleme mehr damit hatte.

  • Da überraschst Du mich aber sehr. Von einer Pertinax-Druckplatte mit 6 mm habe ich noch nie gehört. Da solltest Du die Ergebnisse bitte hier posten. Solche Materialdicken für das Druckbett kenne ich nur von den im Gießverfahren hergestellten Aluminiumplatten, die bei Erwärmung absolut keinen Verzug aufweisen. Gewalztes Aluminium hat diese guten Eigenschaften nicht. Allerdings sind die Gußplatten auch ziemlich teuer.


    Daß sich eine Pertinax-Druckplatte von ca. 2 mm Dicke erst nach mehreren Stunden verzieht, halte ich für unwahrscheinlich. Meine Platte hat sich innerhalb von ca. 5 Minuten durchgewärmt auf 60 - 70 °C. Dieser Wert wurde über den ganzen Druck konstant gehalten (habe ich nachgemessen). Die Haftung in den ersten Stunden war ausreichend, warum also so spät die Ablösung.


    Halte uns bitte auf dem Laufenden mit Deiner neuen Druckplatte.

  • Da überraschst Du mich aber sehr. Von einer Pertinax-Druckplatte mit 6 mm habe ich noch nie gehört. Da solltest Du die Ergebnisse bitte hier posten.


    Daß sich eine Pertinax-Druckplatte von ca. 2 mm Dicke erst nach mehreren Stunden verzieht, halte ich für unwahrscheinlich. Meine Platte hat sich innerhalb von ca. 5 Minuten durchgewärmt auf 60 - 70 °C. Dieser Wert wurde über den ganzen Druck konstant gehalten (habe ich nachgemessen). Die Haftung in den ersten Stunden war ausreichend, warum also so spät die Ablösung.

    Die dicke habe ich aus irgendeinem Forum, wo einer wie du erst eine dünne Platte nahm und Probleme hatte + dann späte reine mit 6 mm testete. Die liefert ein Laden aus D bei Amazon. Diverse größen und Dicken.
    Erfahrung dauert ein wenig, da ich die jetzt nicht zersägen will. Hatte vor ein paar Wochen gute neue Wellen & Co bestellt und werde iiirgendwann die nächsten Wochen zum Umbau kommen. Diese habe ich alle etwas länger gewählt - also keine 22x22 cm mehr, sondern a bissl mehr. Wenn schon neues Gehäuse, dann gönn ich mir a bissl Luxus ;D Das Bett kommt natürlich ganz zum Schluss...


    Habe aber anscheinend den Thread gefunden:
    https://www.3d-druck-community…2.html?highlight=pertinax

    "So 6mm Pertinaxplatte bleibt zwar gerade aber der druck löst sich irgendwann Nylon warpt einfach zu extrem bei größeren Teilen"
    Darunter meine ich hat die sich beim erhitzen/abkühlen verzogen.

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